Nachtfahrt: Segeltörn nach La Palma

Gepostet von

Nachdem wir wieder einige Tage in Deutschland waren geht es für Volker und mich von Marina Lanzarote aus auf unseren nächsten Törn. Wir haben uns für La Palma entschieden, da wir mit Hinblick auf die Atlantiküberquerung im Herbst bewußt einmal eine längere Etappe mit Nachtfahrt trainieren möchten. Außerdem interessieren uns besonders die kleineren Kanareninseln, die noch nicht ganz so touristisch überlaufen sind wie ihre größeren Schwestern.

Morgens um 10.20h brechen wir in Arrecife auf. Nachdem wir vor der Südspitze von Lanzarote gehalst haben legen wir mit 270 Grad Kurs auf La Palma an. Zwischen Lanzarote und Fuerteventura haben wir sehr wenig Wind, so dass wir uns fragen wo denn der berüchtigte Düseneffekt zwischen den Inseln bleibt, die sogenannten „Acceleration Zones „(Windbeschleunigungszonen). Der Skipper beschliesst etwas zu Essen zu machen und da passiert es: Der Wind frischt plötzlich auf und wir müssen uns beeilen die Segelfläche zu reduzieren. Dies ist jedoch nur von kurzer Dauer. Danach ist die Strecke sehr angenehm, da wir jetzt nördlich der kanarischen Acceleration Zones segeln. Auch ist hier sehr wenig Schiffsverkehr.

Als wir auf dem offenen Atlantik sind, irgendwo zwischen Lanzarote und Teneriffa lassen sich plötzlich mehrere Tauben an Bord nieder und wollen das Boot auch nicht mehr verlassen. Es sieht aus als ob es sich um Brieftauben handelt. Ich finde sie ja ganz niedlich aber dem Skipper behagt das gar nicht, denn er ist permanent damit beschäftigt die Hinterlassenschaften der Tauben vom Teakdeck zu entfernen😂😂😂.

Der Wind ist mit 12-20 Knoten recht moderat. Wie üblich auf den Kanaren kommt er konstant aus Nord-Ost. Wir können die ganze Strecke segeln. Nach 233 Seemeilen machen wir gegen 18:00h am nächsten Tag im Hafen fest. Falls der ein oder andere dies ein wenig langsam findet, muß man berücksichtigen, dass wir aufgrund unserer Crewstärke sehr besonnen gesegelt sind. Auch ist hier die Zeit um das Boot anlegefertig zu machen (Fender aufpumpen, Leinen vorbereiten etc.) und der mehrfache Funkkontakt mit verschiedenen Stellen im Hafen eingeschlossen. In La Palma muss man erst den kommerziellen Hafen anfunken und um Durchfahrerlaubnis bitten. Gegebenenfalls muss man eine der vielen Fähren passieren lassen. Danach nimmt man Kontakt mit der Marina auf, die dann das Tor öffnet, welches den Sportboothafen vom großen Hafenbecken trennt. Im Hafen sind alle sehr freundlich, der Hafenmeister nimmt persönlich die Leinen an und das Anlegemanöver im engen Hafenbecken klappt dank Bug- und Heckstrahlruder perfekt. Wir liegen direkt hinter dem Schleusentor und entdecken bald einen neuen Zeitvertreib: Wir beobachten das Be- und Entladen und das An- und Ablegen der Fähren. Schade nur dass der Hafen so leer ist, auch einige Ladenlokale stehen leer. Wir können La Palma jedenfalls allen empfehlen, die in nächster Zeit einen Törn auf den Kanaren planen. Die Insel ist in vielerlei Hinsicht einen Besuch wert (mehr dazu in den nächsten Blogbeiträgen). La Palma trägt nicht umsonst den Beinamen „La Isla Bonita“. 🏝

escape(CNB66) in Santa Cruz de la Palma

Relevante Links

Marina La Palma
https://www.caleromarinas.com/en/marina-la-palma/

Ein Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.