Feinstes Passatsegeln von Barbados nach Grenada

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Nach 3 Tagen intensivem Sightseeing auf Barbados wird der Skipper langsam unruhig. Es wird Zeit weiter zu segeln. ⛵️ Schliesslich wollen wir Ende des Monats wieder in Le Marin auf Martinique sein. Bis dahin stehen noch Grenada, St. Vincent und die Grenadinen sowie St. Lucia auf unserem Törnplan.

Ziel ist die kleine private Marina „Le Phare Bleu“ (Link siehe unten) ganz im Süden von Grenada. Dies soll der südlichste Punkt unseres aktuellen Törns werden. Danach geht es langsam wieder Richtung Norden. Vor uns liegen 158 Seemeilen. Wir wollen mittags losfahren um dann am nächsten Tag gegen Mittag in Grenada anzukommen.

Das obligatorische Ausklarieren ist dieses Mal sehr bequem, da escape direkt neben den entsprechenden Gebäuden in der Marina liegt. Langwierig ist es trotzdem. Da der Skipper dies aber an den geduldigeren Teil der Crew delegiert hat, ist das nicht so schlimm. Während ich Formulare ausfülle macht Volker die escape schon einmal segelfertig.

Um 12.20 legen wir ab. Sobald wir weit genug draußen sind setzen wir die Segeln, der Wind aus Ost-Nordost passt perfekt und wir können den Kurs anlegen

Wir kommen gut voran und müssen kaum etwas an Segelstellung oder Kurs korrigieren. Die schönste Zeit ist wie immer der Sonnenuntergang. Gemeinsam schauen wir wie die Sonne im Meer versinkt. Danach bereitet der Skipper eigenhändig das Abendessen🍝 zu. Erstens möchte er nicht, dass ich seekrank🤢 werde und zweitens hat er viel Angst davor, dass ich seine Küche verunstalten könnte👩‍🍳😆

Gegen 22.00h gehe ich schlafen. Als ich um 2.30h wieder hochkomme legt sich der Skipper für einige Stunden hin. escape läuft weiterhin unter Segeln, mit direktem Kurs. Die ganze Zeit sehen wir kein anderes Schiff. Die Überfahrt verläuft angenehm ruhig, so dass auch ich den Törn geniessen😊kann. Morgens gibt es eine große Portion Müsli, danach wird die Gastlandflagge🇬🇩 gewechselt und zusätzlich die gelbe Quarantäneflagge gehisst.

Obwohl wir an der Luvseite (Ostseite) von Grenada entlangsegeln, die dem Wind und dem offenen Atlantik zugewandt ist, sind Wind und Seegang moderat. So habe ich mir das Segeln in der Karibik vorgestellt – Passatsegeln vom Feinsten. ⛵️😀👍

Wie geplant sind wir mittags an unserem Ziel angelangt, wir können die Boje, die die Hafeneinfahrt markiert sehen und nehmen rechtzeitig die Segel runter.

Per Funk nehmen wir Kontakt auf. Der Marinero ist sehr freundlich. Er erklärt uns genau wo unser Liegeplatz ist und dass er im Hafen auf uns wartet. Murphys Law: Die ganze Zeit hatten wir moderate Winde nur als wir anlegen bläst der Wind besonders stark💨 und drückt uns wieder vom Steg weg. Aber der Skipper behält die Nerven, es klappt im zweiten Versuch.

Auch hier befindet sich das Büro von Zoll- und Einwanderungsbehörde nur wenige 100 m vom Steg entfernt. Als wir dort ankommen ist die zuständige Beamtin noch mit einem anderen Skipper beschäftigt. Also drehen wir eine kurze Runde um uns alles anzuschauen. Ein schwerer Fehler. Als ich 10 Minuten später wieder im Büro vorbeischaue bekomme ich erst einmal den Kopf gewaschen wie ich es wagen könnte nicht unverzüglich zum Einklarieren zu kommen. Mittlerweile habe ich gelernt, dass argumentieren hier nichts bringt. Hinsetzen, lächeln, tief durchatmen… Danach gönnen wir uns im schönen Restaurant der Marina erst einmal einen Drink🍹. Wir freuen uns über den gelungenen Segeltörn.

Unsere Basis hier auf Grenada ist gut gewählt. Die Marina mit dazugehörigem Hotel und Restaurant ist klein aber fein und bietet alles was man braucht. Das Highlight ist ein altes schwedisches Feuerschiff, welches per Frachter hierher transportiert wurde. Hier fungiert es nun als Bar und beherbergt außerdem die Waschräume der Marina

Freitags Abend gibt es Live-Musik im alten Feuerschiff. Die Musik 🎶 ist gut, das Ambiente einzigartig und der Skipper kann durch das Fenster escape sehen. Perfekt! 👌 Schade, dass nur so wenig Leute dort sind. Unbedingt empfehlenswert für alle, die in der Marina liegen oder auch in der benachbarten Clarke Court Bay ankern.

Wir freuen uns darauf in den nächsten Tagen Grenada zu erkunde. Mehr dazu in den nächsten Blogbeiträgen.

Relevante Links
Le Phare Bleu – Hotel und Marina auf Grenada

4 Kommentare

  1. Freue mich , wenn Eure Berichte per Mail direkt kommen. Wir haben uns im Februar kennengelernt. War in der Crew von Mareike auf der Moana und einen Abend
    bei Euch auf dem Boot.
    Alles Gute 👍
    Ralf

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    1. Hallo Ralf, schön von Dir zu hören. Im Nachhinein haben wir viel Glück gehabt, dass wir diesen Törn von Grenada nach Martinique so noch machen konnten. So viele Länder in so kurzer Zeit, einfach von einer Inseln zur nächsten segeln ist jetzt unvorstellbar. Wer weiss wann so etwas wieder möglich sein wird… Liebe Grüße nach Deutschland Annemarie und Volker

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      1. Ja, ihr Lieben. Es ist eine verrückte Zeit – sowohl hier als auch bei Euch. Mir gehts noch verhältnismäßig gut. Habe zwar meine Praxen geschlossen und mache nur Notdienst, aber die Situation in Budapest ist prekärer. Dort musste ich bereits über 150 Leute entlassen. Und die Situation wird ja auch nicht einfacher solange das Virus da ist und kein Impfstoff gefunden wird. Aber es wird schon alles seinen Sinn haben und uns gehts zumindest dabei noch sehr gut. Nebenbei haben wir hier in Detmold seit 4 Wochen Sonnenschein wie in Italien. Lieben Gruß zu Euch in die Karibik Ralf

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