Aktuelles aus Martinique: es geht weiter

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Während wir hier in Martinique im Hafen liegen habe ich in den letzten Blogeinträgen von unserem Februar-Törn in der Südkaribik berichtet. Jetzt ist es wieder Zeit für etwas Aktuelles. 8 Wochen Ausgangssperre liegen hinter uns. In den letzten Wochen haben wir uns mehr oder weniger an diesen Zustand gewöhnt und uns in unserem kleinen Mikrokosmos eingerichtet. Wir sind uns bewusst wie gut es uns geht, besonders im Vergleich zu dem, was viele andere im Laufe dieser Krise durchgemacht haben. Hier einige Impressionen der letzten Wochen.

Eine gute Abwechslung sind die morgendlichen Wanderungen.

Von oben hat man einen tollen Blick. An klaren Tagen kann man bis St. Lucia schauen

Der Morgenkaffee ☕️ im leeren Restaurant wird zum echten Highlight

Wenn man keine Maske hat, dann bastelt man sich eine😷. Seit ich auf escape lebe trage ich die edlen Seidentücher sowieso nicht mehr.

Abends zelebrieren wir unseren Sundwoner auf dem Vordeck🥂🌅

Hier freue ich mich über den Schokoladenlikör, der mich an den lustigen Nachmittag in der Rumfabrik auf Grenada erinnert.

…und immer in Balance bleiben.

Wie geht es weiter?
Wir überlegen 🤔 welches Ziel unter den gegenwärtigen Bedingungen das Richtige ist. Ich recherchiere viel im Internet und verfolge diverse What’s app und Facebook-Gruppen, in denen sich Segler über Ihre Pläne und Möglichkeiten austauschen. Schön, dass Alfred und Petra auch hier im Hafen sind, so dass wir regelmässig die neuesten Entwicklungen diskutieren können.

Unser ursprünglicher Plan war die Nordküste der USA🇺🇸 hoch zu segeln. Ob das wohl noch möglich ist? Da hören wir von einer amerikanischen Seglervereinigung, den Salty dawgs. Diese organisieren sogenannte „Homeward Bound Flotillas“, in denen Segler in Gruppen in die USA segeln. Dabei prüft Salty Dawg sehr genau wo eine Einreise möglich ist und was hierbei zu beachten ist. Während der Passage gibt es eine Betreuung ähnlich wie bei der ARC. Wir melden uns an. Damit steht unser Plan fest: Ende Mai möchten wir in die Chesapeake Bay segeln.

Für den ein oder anderen mag das befremdlich klingen, da man aus den USA viel Schlimmes über den dortigen Verlauf der COVID-19 Pandemie hört. In den letzten Wochen habe ich dies sehr genau verfolgt und jeden Morgen die Zahlen und neuesten Nachrichten in der New York Time studiert. In den USA ist die Entwicklung in den einzelnen Bundesstaaten sehr unterschiedlich(Link siehe unten). Wir kenne alle die schlimmen Bilder aus New York. Doch wir möchten nach Virginia. Dort sind die Zahlen ähnlich wie in Deutschland.

Endlich haben wir wieder ein Ziel😀⛵️. Während ich die vielen Unterlagen studiere und Formulare ausfülle, die jetzt für einen Segeltörn dieser Art benötigt werden, macht Volker escape langsam segelfertig. Aus unserem gemütlichen schwimmenden Apartment muss wieder ein seetüchtiges Boot werden. Insgesamt herrscht Aufbruchstimmung im Hafen. Man sieht wieder Boote, die hinaus fahren. Auch immer mehr Restaurants und Geschäfte haben zumindest unter Auflagen wieder geöffnet.

Während der Wartung des Generators sieht es leicht chaotisch aus im Salon der escape.

Wie ein Schlangenmensch kriecht der Skipper in die Tiefen von escape’s Motorraum

So sieht der Salon normalerweise aus.

Emotionaler Moment am Steg: Wir verabschieden Alan, der mit seinem 26 Fuss Boot waverover direkt nach Kanada 🇨🇦 segelt (Link siehe unten).

Die Austern-Bar am Hafen hat wieder geöffnet. Sie bieten jetzt hausgemachte Burger 🍔 zum Mitnehmen an.

Die Inhaber arbeiten extrem sauber um Risiken zu vermeiden 👍. Es schmeckt richtig lecker 😋, vielleicht auch deswegen weil wir es jetzt erst zu schätzen wissen diese Möglichkeit zu haben.

Früher hat mir mein Mann schicke Taschen geschenkt 👜 . Jetzt bekomme ich einen Kühl-Rucksack für die Proviantierung 🤣🤣🤣

Wir kochen 🥘 jetzt schon auf Vorrat für die Passage.

Zwei Portionen für heute Abend und vier Portionen für unterwegs

Unser Kajak, den wir nicht nur als Sportgerät sondern auch für Einkaufsfahrten genutzt haben, wird gründlich gereinigt und dann in die Dingi Garage gepackt.

In den nächsten Tagen haben wir mit der Törnvorbereitung noch Einiges zu tun. Lebensmittel einkaufen, letzte Abstimmungen mit den Salty Dawgs, Festlegung der genauen Route, Überprüfung der verschiedenen Systeme am Boot etc. Wir warten noch auf ein Paket aus Deutschland. Dann kann es losgehen. Nach zwei Monaten endlich wieder segeln⛵️. Wir halten Euch über die genaue Route auf dem Laufenden. Während der Überfahrt könnt ihr uns auch wieder am Tracker verfolgen ähnlich wie bei der ARC. Den Link werde ich in den nächsten Tagen hier posten. Drückt uns die Daumen dass alles klappt😀.

Relevante Links

Blog von Petra und Alfred auf Ihrer X-Yacht „Milena Bonatti“
https://www.sailblogs.com/member/milenabonatti/

Salty Dawg Sailing Association
https://www.saltydawgsailing.org

Statistiken der New York Times über die Corona-Pandemie in den USA
https://www.nytimes.com/interactive/2020/us/coronavirus-us-cases.html

Video Kanal von Alan, der mit seiner Contessa 26 schon mehrere Ozeanüberquerungen hinter sich hat. Respekt 👏
https://www.youtube.com/watch?v=YSg-EjMyAPk

Oyster Bar Le Marin
https://www.tripadvisor.de/Restaurant_Review-g776151-d12411507-Reviews-L_Oyster-Le_Marin_Arrondissement_of_Le_Marin_Martinique.html

3 Kommentare

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