Leinen los

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Am Dienstagmorgen den 12.5. ist es endlich soweit: nach zweieinhalb Monaten Pause dürfen wir wieder segeln. Am Vortag haben wir die letzte Proviantierung erledigt. Es gilt für alle Fälle vorzusorgen und so haben wir 150 Liter Wasser an Bord falls der Wassermacher ausfallen sollte.

Die Abfahrt selbst ist dann sehr emotional. Die Stegnachbarn winken und rufen, einige lassen auch ihr Signalhorn erklingen😊. In den letzten Wochen hat sich hier am Steg eine richtige gute Nachbarschaft entwickelt. Mal sehen wann wir das ein oder andere Boot wieder treffen.

Als wir durch die Bucht von Le Marin fahren schaue ich in das Gesicht des Skippers. So glücklich habe ich ihn lange nicht gesehen😀. Heute stehen zur Eingewöhnung nur knapp über 30 Seemeilen auf dem Programm. Wir segeln ein letztes Mal am „Le Diamant“ vorbei.

Die Bedingungen sind perfekt. Anfangs haben wir moderate 16 Knoten Wind, später geht es hoch bis auf 22 Knoten. Während ich damit beschäftigt bin mich wieder an Wind und Wellen zu gewöhnen ist der Skipper in seinem Element. Allerdings frage ich mich ob er in den letzten zwei Monaten vielleicht vergessen hat wie man refft (Für Nicht-Segler: die Segelfläche verkleinert wenn der Wind stärker wird)?

Wir segeln an der Westküste von Martinique entlang. Es ist anders als sonst. Man sieht wenig andere Boote unterwegs dafür sind um so mehr Boote der Küstenwache unterwegs. Noch wird alles sehr streng kontrolliert. Da ich vorher per Email die Erlaubnis für unseren Törn und die Ankerstopps eingeholt habe bleiben wir jedoch unbehelligt.

Abends ankern wir vor St. Pierre, der früheren Hauptstadt von Martinique, die 1902 bei einem Vulkanausbruch komplett zerstört wurde. Wie schön endlich wieder vor Anker ⚓️ zu liegen.

Am nächsten Tag klingelt der Wecker um 3.30h⏰. Heute liegen 105 Seemeilen vor uns. Wir verlassen die Bucht im Dunkeln. Als die Sonne aufgeht sind wir bereits auf See.

Wir segeln Richtung Dominica 🇩🇲 und passieren die Insel wiederum an der Westküste. Dabei achten wir sehr genau darauf die 12sm Abstand zur Küste zu wahren um deren Hoheitsgewässer nicht zu verletzen. Wegen COVID19 haben einige Inselstaaten den Notstand ausgerufen und achten sehr genau darauf, dass die Grenzen respektiert werden. Ein französisches Boot hatte vor Dominica kürzlich ein sehr unangenehmes Zusammentreffen mit der Küstenwache, das wollen wir uns ersparen.

Danach geht es weiter Richtung Guadeloupe. Wie meist in der Karibik ist auf dem freien Seestücken zwischen den Inseln deutlich mehr Wind als wenn man an der Küste entlang segelt. Insgesamt kommen wir gut voran und schaffen es wie geplant bis zur Nordspitze von Guadeloupe. Um 16.00h fällt in Deshaies der Anker. Wir geniessen den Sundowner mit Blick auf das schöne Örtchen und sind froh, dass alles so gut geklappt hat.

Bei der nächsten Etappe stehen dann noch einige Seemeilen mehr auf dem Programm. Wir wissen noch nicht genau 🤔ob wir wie geplant nach St. Martin weiter segeln oder direkt zu den US Virgin Islands aufbrechen, dem Startpunkt unserer Flottille mit den Salty Dawgs.

Ein Kommentar

  1. We envy you!
    Beinflusst „Arthur“ eure Pläne?
    Weiterhin viel Freude und Glück für die nächsten Törns,
    Liebe Grüße Alfred und Petra

    Liken

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