Unser erster Tag in den USA

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Am Abend unserer Ankunft setze ich mich direkt hin und öffne die ROAM App. Dies ist die offizielle App der CBP(Customs and Border Protection), mit der man in den USA online einklarieren kann. Nachdem ich alles in die App eingegeben habe erfolgt der nächste Schritt per Telefon.

Der dritte Officer, mit dem ich verbunden werde, ist der richtige Mann. Er ist extrem freundlich und begrüsst mich mit den Worten: „We are happy that you are here and that you want to spend your money here“. Natürlich stellt er mir die obligatorischen COVID Fragen. Er wünscht uns noch mehrmals eine gute Reise und beantwortet geduldig alle meine Fragen zum weiteren Procedere. Ich bekomme die Bestätigung unserer offiziellen Einklarierung(Bestätigung und Genehmigung der Einreise) heute Abend noch per Mail zugeschickt. Morgen soll ich mich dann beim zuständigen Büro in Norfolk melden, die dann die Cruising License ausstellen.

Toll, alles hat geklapp👌. Jetzt sind wir offiziell und legal in den USA🇺🇸 und Dank unseres Visums können wir jetzt 6 Monate hier bleiben. Jetzt habe auch ich einen kleinen Teil zum Gelingen des Törns beigetragen😊😊😊. Nachdem ich noch eine Weile damit verbringe unsere warme Bettwäsche zu suchen, die wir ein halbes Jahr lang nicht gebraucht haben, fallen wir erschöpft ins Bett.

An unserem ersten Morgen vor Anker in den USA kommt der Skipper und sagt: „Lass uns Segel setzen. Mir ist es zu kalt hier; wir segeln nach Grenada🤣🤣🤣. Es ist nicht nur kalt sondern auch grau und nebelig.

escape vor Anker, Mill Creek, Hampton,VA

Aber warten wir erst einmal mal ab was der Tag so bringt. Vielleicht lichtet sich der Nebel. Ich telefoniere noch mit dem Zoll in Norfolk. Wir benötigen noch die „Cruising license“, die uns ermöglicht uns mit escape innerhalb der USA frei zu bewegen. Es hört sich so an als ob das kein größeres Problem wäre. Wir können sie in den nächsten Tagen ohne Termin im Zollbüro in Norfolk abholen.

Das heisst heute haben wir erst einmal frei. Da escape sicher vor Anker liegt, beschliessen wir die Gegend mit dem Dingi zu erkunden. Zuerst drehen wir eine kleine Runde durch unsere Ankerbucht. Es gibt einen Fischerhafen und eine Marina, die für uns allerdings deutlich zur klein wäre.

Danach fahren wir den Hampton River hinauf. Mittlerweile hat sich der Nebel gelichtet und bei strahlendem Sonnenschein fahren wir in den ersten Nebenarm des Hampton River ein, den Sunset Creek. Hier gibt es beeindruckende Wohnhäuser mit perfekt gepflegten Gärten und eigenem Bootsanleger davor. Hier lässt es sich leben.

Ein Objekt hat es uns besonders angetan. Zum Haus gehören 3 Boote: eine Motoryacht, eine Segelyacht und ein Speedboot. Nein es sind sogar 4 Boote. Die Motoryacht hat noch einen Tender, der größer ist als der von escape. Selbstverständlich sind alle Boote perfekt gepflegt. Seht selbst…

Auch Wasservögel bekommt man zu sehen.

Wir fahren am Ortskern von Hampton vorbei, weiter den Fluss hinauf. Das Bild setzt sich fort. Auch hier gibt es wieder schöne Villen(„stately homes“ wie die Amerikaner sagen) direkt am Wasser. Alles wirkt sehr idyllisch. Wir geniessen unsere Tour. Es scheint so als wäre die Entscheidung in die USA zu segeln die Richtige gewesen.

Am Ende der Flüsschen, wo keine Bebauung mehr ist sieht man wunderschöne Natur.

Ursprünglich wollten wir mit escape nach der Passage in der Bluewater Yacht Center Marina liegen. Leider haben sie auf unsere Emails nicht reagiert und so sind wir erst einmal vor Anker gegangen. Jetzt schauen wir uns die Marina an und gehen dort Mittagessen. Aussen-Gastronomie hat hier in Virginia seit ein Paar Tagen wieder geöffnet. Wir probieren die lokale Spezialität: „CrabCakes“, eine Art Frikadelle aus Krabbenfleisch, die in der Tat sehr lecker schmeckt.

Danach erkunden wir noch die Altstadt von Hampton. Hampton ist für amerikanische Begriffe sehr alt. Es wurde 1610 gegründet und war eine der ersten englischsprachigen Siedlungen in den USA. Die Altstadt ist schön restauriert und die Gebäude und Strassen sind anhand von Tafeln gut beschrieben. Allerdings wirkt es alles etwas ausgestorben. Es ist eben doch noch nicht alles bei Alten. Die meisten Restaurants und Geschäfte haben noch geschlossen. Im Normalbetrieb sieht es hier sicherlich ganz anders aus.

Als wir wieder zum Dingi zurückgehen finden wir eine Mikrobrauerei mit Tischen direkt am Wasser, von der wir schon im Revierführer gelesen haben. Da fällt uns ein, dass wir noch nicht auf unsere gelungene Passage angestossen haben. Das holen wir jetzt nach. Zur besonderen Freude des Skippers gibt es hier sogar ein selbstgebrautes Kölsch. Es schmeckt nicht wirklich wie Kölsch, aber es ist ein leckeres Bier 🍺. Vor allem ist es das erste Fassbier seit mehreren Monaten für den Skipper. Ich probiere lieber den Apfel-Beeren-Wein, lecker 😋. So gefällt uns Amerika 😊😊😊 🇺🇸

Relevante Links

Bluewater Yacht Center, Marina in Hampton, VA

Offizielle Besucher Websites der Stadt Hampton
https://www.visithampton.com
https://www.downtownhampton.com

Wikipedia über Hampton, VA

Microbrauerei mit Craft Beer in Hampton, VA
https://www.bullislandbrewing.com

3 Kommentare

  1. Ist dem Skipper der Rasierer ins Wasser gefallen ? Was ist denn das für eine Zucht und Ordnung an Bord ? Zur Leseempfehlung kann ich noch Patrick O´Brians Aubrey&Maturin Serie empfehlen. Gruß, Andreas

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