CNB66 trifft U-Boot

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An unserem zweiten Tag in den USAđŸ‡ș🇾 wird es Zeit sich um die „Cruising License“ zu kĂŒmmern, die wir benötigen um innerhalb der USA mit escape zu reisen ohne in jedem Hafen erneut einzuklarieren. Vorher ist allerdings noch etwas Wichtiges zu erledigen. Der Skipper ordnet an, dass das Boot komplett gesaugt werden muss. Schliesslich habe ich meine hĂ€uslichen Pflichten wĂ€hrend der Passage grob vernachlĂ€ssigt😜.

Am spĂ€ten Vormittag machen wir uns dann auf nach Norfolk, wo wir die Cruising License im BĂŒro der Customs and Border Protection beantragen können. Volker schlĂ€gt vor mit dem Dingi zu fahren und escape vor Anker liegen zu lassen. Er sagt die etwas ĂŒber 11 Meilen wĂŒrden wir locker in 20 Minuten zurĂŒcklegen. Schon möglich aber spĂ€testens nach 5 Minuten wĂ€re die Ehekrise dađŸ€Ł. Der James River ist breit und durch die vielen Schnellboote, MilitĂ€r- und Frachtschiffe gibt es hier auch Wellen, so dass es im Dingi Ă€usserst ungemĂŒtlich wird. Wir entscheiden unsere Beziehung nicht zu gefĂ€hrden und gehen Anker auf, um mit escape entspannt Richtung Norfolk zu schippern.

Route vom Ankerplatz Mill Creek in Hampton (schwarz-weisse-Flagge) ĂŒber den James River zum Ankerplatz im Elizabeth River zwischen Norfolk und Portsmouth( roter Punkt)

Sobald wir unterwegs sind hören wir auf Funk Kanal 16 ab, wie es sich gehört. Allerdings ist es oft undeutlich und ich verstehe nicht alles. Auf einmal höre ich etwas von einem U-Boot, dass auf dem James River Richtung Hampton fĂ€hrt. Ich melde das dem Skipper. Der hat das U-Boot bereits gesichtet. WowđŸ˜Č, so etwas bekommt man nicht so hĂ€ufig zu sehen. Das denkt der U-Boot KapitĂ€n sicher auch als er unsere schöne escape sieht😉. Leider konnten wir kein besseres Foto machen, da permanent die Durchsage kommt, dass alle Boote 500 Yards Abstand vom U-Boot halten sollen.

escape passiert ein U-Boot

Norfolk und Portsmouth sind bedeutende StĂŒtzpunkte fĂŒr die amerikanische Navy. Man sieht Kriegsschiffe der unterschiedlichsten Art. Zwischendrin patrouillieren Schnellboote des MilitĂ€rs.

Das Krankenhausschiff, das vor kurzem noch in New York war um beim Kampf gegen die Corona-Pandemie zu unterstĂŒtzen, liegt jetzt ebenfalls wieder hier in Norfolk. Auch wenn ich mich normalerweise weniger fĂŒr militĂ€rische Dinge interessiere, ist diese geballte PrĂ€senz doch beeindruckend.

Vom James River biegen wir in den Elizabeth River ein. Am zivilen Dock liegen einige momentan stillgelegte Kreuzfahrtschiffe 🛳.

Vor der Innenstadt von Norfolk gibt es ein ausgewiesenes Ankerfeld⚓ im Fluss. Wir ankern und fahren mit dem Dingi Richtung Norfolk. Das BĂŒro des Zolls, liegt direkt hinter der Waterside Marina, wo wir das Beiboot festmachen. Allerdings kostet das 9$. Das ist ganz schön ĂŒbertrieben. Da die Uhr aber schon 15:00h zeigt und wir das mit der Cruising License endlich erledigen möchten, akzeptieren wir notgedrungen.

Blick von der Waterside Marina in Norfolk auf den Elisabeth River und das gegenĂŒberliegende Portsmouth

Der Skipper hĂ€lt Ankerwache, das heisst er trinkt sich auf der einzigen geöffneten Terrasse im Hafen ein BierđŸș , wĂ€hrend ich mich zum ZollbĂŒro begebe. Das GebĂ€ude ist imposant.

GebÀude des US-Zolls in Norfolk

Als ich oben bin stelle ich fest, dass das BĂŒro fĂŒr die Yachten ĂŒber einen Seiteneingang unterhalb der Treppe zu erreichen ist. Es dauert eine Weile bis alle Formulare ausgefĂŒllt sind. Ganz wichtig: Die 19 Dollar GebĂŒhr fĂŒr die Cruising License muss man in bar genau passend haben. Letztendlich funktioniert aber alles problemlos. Perfekt 👌. Jetzt ist auch die letzte HĂŒrde genommen und wir können ein halbes Jahr lang mit escape die USA bereisen. đŸ˜Šâ›”ïž
Der Officer erklĂ€rt mir noch wie das durch die Cruising License vereinfachte Meldeverfahren funktioniert: Sobald wir in eine neue Region kommen, die zu einem anderen Einreisehafen gehört, mĂŒssen wir uns telefonisch im dortigen ZollbĂŒro melden.

Als ich zum Hafen zurĂŒckkomme ist Volker nicht mehr dort. WĂ€hrend er in der Hafenbar sass und noch ein Foto von seiner Ankerwache an Freunde und Familie geschickt hat, stellte er auf einmal fest, dass escape nicht mehr am gleichen Standort lag 😼. So schnell ist er noch nie ins Dingi gesprungen. GlĂŒcklicherweise ist nichts passiert, er ankert jetzt um. Ich beschliesse mir in der Zwischenzeit Norfolk anzuschauen. Hier gibt es ĂŒberfall Meerjungfrauen.

Leider komme ich nicht dazu, noch mehr von ihnen zu fotografieren, da es anfĂ€ngt in Strömen zu regnen🌧 . In der Innenstadt von Norfolk ist wegen COVID-19 bis auf die ĂŒblichen Fast-Food-LĂ€den alles geschlossen. Ich suche nach einem Supermarkt. Google Maps zeigt an, dass der nĂ€chste Supermarkt fusslĂ€ufig eine halbe Stunde entfernt ist. Das ist mir bei dem schlechten Wetter zu weit, zumal wir noch VorrĂ€te haben. Lediglich etwas frisches Obst🍇 🍈 🍊 🍋 wĂ€re nett gewesen. Ich laufe zurĂŒck zum Hafen, wo Volker, der mittlerweile einen besseren Ankerplatz gefunden hat, mich einsammelt.

Wir geniessen den Ausblick von unserem Ankerplatz und beschliessen am Abend noch die andere Seite des Flusses zu erkunden: das historische StÀdtchen Portsmouth. Mehr dazu im nÀchsten Blogartikel.

Relevante Links

Artikel ĂŒber Hospitalschiff USNS Comfort
https://de.wikipedia.org/wiki/USNS_Comfort_(T-AH-20)
https://news.usni.org/2020/04/27/hospital-ship-comfort-ends-nyc-covid-19-mission-after-treating-182-patients

Norfolk
Wikipedia ĂŒber Norfolk
https://www.visitnorfolk.com

Waterside Marina, Norfolk

Ein Kommentar

  1. Hi Ihr Beiden, ihr seid ja super-aktiv, wir beneiden Euch darum, wie ihr in fremden LĂ€ndern alles auskundschaftet, neue Erfahrungen macht und Abenteuer erlebt. Dem Boot begegnet, Wahnsinn. War der Alte auf der BrĂŒcke? Escape hat sich selbststĂ€ndig gemacht? Oder nur stark geschwoijt?
    Viel Spaß weiterhin bei Euren Abenteuern! Alfred und Petra

    Liken

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