Flussfahrt auf dem Patuxent River

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Nach einer Woche Hafenidylle auf Solomons Island wird es Zeit weiterzuziehen. Mit Ausnahme des erzwungenen Stopps während des Lockdowns auf Martinique, waren wir seit den kanarischen Inseln nirgendwo so lange an einem Ort.

Heute möchten wir den Patuxent River erkunden. Bei der Ausfahrt aus dem Hafen ist Konzentration gefragt, denn vorne, wo die Entenkolonie liegt, ist es extrem flach.

Während der Ausfahrt aus dem Hafen, hat man noch einmal einen schönen Blick auf Solomons Island.

Vor uns liegt jetzt die Governor Thomas Johnson Memorial Bridge. Die Brücke ist 140 Fuß (43m) hoch. Der Mast unserer CNB66 ist 31m hoch, es sollte also passen.

Trotzdem bietet so eine Brücken-Durchfahrt immer eine spannende Perspektive. Um im Fluß jederzeit manövrierfähig zu sein haben wir nur die Genua draussen, da wir diese jederzeit schnell einrollen können.

Es sind 12 Knoten Wind. Escape segelt gemütlich den Fluß hinauf. Wir haben kein konkretes Ziel sondern möchten einfach ein bisschen die Gegend erkunden.

Für den Skipper ist das alles ein bisschen langsam. Aber er schlägt sich tapfer. Seine Geduld wird belohnt. Der Wind nimmt zu und wir bekommen sogar ein bisschen Lage bei unserer Flusskreuzfahrt.

Dann wird es Zeit einen Ankerplatz zu suchen. Vom Patuxent River biegen wir in einen kleinen Nebenfluss, den Saint Leonard Creek ein.

Auch hier gibt es wieder die schönen Wassergrundstücke mit stattlichen Häusern.

An einem Haus lässt gerade jemand seine Jolle zu Wasser. Das Kajüt-Segelboot liegt daneben am privaten Bootssteg. Es hat doch etwas wenn man in seinen Garten gehen kann um sich zu überlegen mit welchem seiner Boote man als nächstes eine eine Spritztour machen soll.

Allerdings sind nicht alle Anwesen sind wirklich geschmackvoll…

Nachdem escape sicher vor Anker liegt, machen wie noch unsere übliche Dinghy Tour.

Danach sitzen wir an Deck und geniessen die Ruhe an unserem Ankerplatz, wo wir das einzige Boot sind.

Der Sonnenuntergang ist wieder einmal spektakulär.

So schön der Ankerplatz auch ist am nächsten Morgen geht es weiter. Wir schreiben Dienstag den 16. Juni 2020. Heute vor drei Wochen sind wir in der Chesapeake Bay angekommen und dann langsam die Westseite der Bucht hochgefahren. Es wird Zeit, dass wir weiter Richtung Norden fahren und uns auch einmal die Ostseite der Bucht anschauen. Der Skipper macht Druck. Heute stehen 40 Seemeilen auf dem Programm. Um 10.00h gehen wir Anker auf. Zunächst geht es den gleichen Weg zurück, den wir gestern gekommen sind. Im Fluss segeln wir wieder nur mit Genua. Nach der Brücke wird das Gross gesetzt. Ab jetzt müssen wir die ganze Zeit hoch am Wind segeln, darum wechseln wir von der Genua auf die Selbstwendefock. Mit wahrem Wind aus 50 Grad segeln wir nördlich die Chesapeake Bay hoch. Die Windstärke variiert zwischen 11(Windstärke 4) und 22 Knoten(Windstärke 6). Gleichzeitig dreht der Wind auch immer etwas, so dass der Skipper fast die ganze Zeit von Hand steuert und nicht wie sonst den Autopiloten arbeiten lässt. Er ist ganz in seinem Element. Ich dagegen fühle mich leicht unwohl und kämpfe mit den Problemen der Schwerkraft bei 40 Grad Krängung(Neigung des Bootes zur Seite).

Gut dass das Ende absehbar ist. Ich freue mich auf unseren Ankerplatz in Oxford. Ob der Ort wohl so schön ist wie überall gesagt wird?

Hier noch einmal unsere Route zum Nachverfolgen (Achtung keine exakte Darstellung unseres Kurses)

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