Unsere CNB Familie

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Schon in der Phase als unsere escape noch gebaut wurde, haben wir das Team der Werft des öfteren von der „CNB-Familie“ sprechen hören. Anfangs hat mich dies immer ein wenig belustigt😀. Nach der Bootsübergabe in Bordeaux fand ich diesen Ausdruck gar nicht mehr so unpassend. Während der ganzen Woche und insbesondere bei unserer Bootstaufe, an der auch viele Mitarbeiter von CNB teilnahmen, herrschte wirklich eine familiäre Atmosphäre. Wir haben uns dort sehr wohlgefühlt und ich habe bedauert, dass ich Volker vorher nicht bei seinen Besuchen in der Werft begleitet habe.

Als wir uns Annapolis nähern bekommen wir mehrere nette Emails erst aus Bordeaux, dann aus Annapolis, wo wir jede Art von Unterstützung für unseren Aufenthalt in der Segelhauptstadt der Chesapeake Bay angeboten bekommen. Die Beneteau Gruppe, zu der auch CNB gehört, hat in Annapolis ihr USA Hauptquartier. Am Tag nachdem wir in Annapolis angekommen sind steht plötzlich Fred, der für CNB in den USA zuständig ist, mit seinen beiden süßen Töchtern am Steg und heißt uns und mit einer Flasche Champagner🍾 herzlich willkommen. Was für ein schöner Empfang😊. Er gibt uns viele Tipps, was wir wo finden. Wir verabreden uns für den nächsten Tag zum Abendessen, um die hiesige Spezialität zu probieren: Krabben.

Als wir am nächsten Tag im Restaurant ankommen sieht es nicht gut au. Man muß anderthalb Stunden auf einen Tisch warten. Wie in den meisten Restaurants dieser Art sind Reservierungen hier nicht möglich. Kurzerhand laden Fred und seine Frau Emma uns zu sich nach Hause ein. Die Krabben werden im Restaurant geordert. Dann können wir sie auf der Terrasse im Grünen geniessen.

Als der Tisch komplett mit Packpapier ausgelegt wird staune ich nicht schlecht. Ich lerne, dass dies beim traditionellen amerikanischen Krabbenessen dazugehört. Die Krabben werden in der Mitte des Tisches aufgehäuft, mit den Fingern gegessen und die Schalen können direkt auf dem Packpapier liegen bleiben. Am Ende des Essens wird alles zusammengerollt und ganz einfach entsorgt. Ich tue mich sehr schwer damit, die Krabben von den Schalen zu befreien. Aber glücklicherweise pulen Volker und Fred ab und zu eine für mich mit. Es war vielleicht nicht die beste Idee ausgerechnet heute ein Seidenkleid statt Segelshorts und Polohemd anzuziehen 🤣🤣🤣. Wir haben einen wundervollen Abend mit Emma, Fred und Ihren Töchtern. Wir erfahren viel über das Leben in Amerika im allgemeinen und Annapolis im speziellen. Dabei merken wir gar nicht wie die Zeit vergeht. Die beiden müssen schliesslich am nächsten Morgen arbeiten.

Da escape die erste CNB66 in Annapolis ist und auch nicht so viele deutsche Segler dort auf eigenem Rumpf hinkommen geben wir ein kleines Interview, in dem wir über unsere bisherige Reise erzählen. An einem schönen Nachmittag in der Marina, kommt Paul( auch Beneteau USA) an Bord und dreht ein kleines Video.

Außerdem verabreden wir uns für den nächsten Tag zum Segeln. Nachdem wir 9 Tage in der Marina gelegen haben, die etwas außerhalb von Annapolis liegt, möchten wir jetzt noch einige Tage direkt vor dem Zentrum vor Anker liegen. Das ist eine gute Gelegenheit ein paar Schläge in der Bucht zu segeln und unsere wieder montierten Segel zu testen.

Pünktlich um 13.00h geht es los. Bei zwei zusätzlichen Händen an Bord benötigen wir auch keine Unterstützung beim Ablegen. Wir fahren den South River hinunter.

Da zwei erfahrene Segler an Bord sind kann ich mich in aller Ruhe dem Fotografieren widmen, die Wasservögel beobachten und die Anwesen am Fluß bewundern.

Als wir an der Flußmündung ankommen setzt Volker das Großsegel. Die drei Jungs haben Spaß😀👍⛵️

Beim Segeln in der Chesapeake Bay gibt es immer etwas zu schauen, Pelikane sieht man relativ selten.

Als wir wieder Richtung Annapolis segeln sehen wir dunkle Wolken am Himmel. Diesem Wetter können wir wohl nicht mehr entkommen.

Während ich im Trockenen sitze, übernehmen die Männer das Ankermanöver. Dabei werden sie ganz schön naß, was der guten Stimmung aber keinen Abbruch tut.

Der Ankerplatz ist perfekt. Ich muß gestehen, wenn wir nicht zwei Einheimische dabei gehabt hätten, wäre ich mir nicht sicher gewesen ob man hier, so nahe vor der Hafen-Einfahrt und der Naval- Akademie ankern darf. Hier möchten wir einige Tage bleiben und uns das Treiben auf dem Wasser vor Annapolis beobachten.

escape am Ankerplatz in Annapolis, Foto von Paul Fenn, Group Beneteau USA

Während wir hier vor Anker liegen haben wir immer mal wieder Kontakt mit der CNB Familie aus Annapolis. Ab und zu schaut jemand vorbei um „hallo“ zu sagen. Als ausgerechnet am Abend vor dem langen Feiertagswochenende die Winsch in der Dinghy-Garage kaputt geht, klemmt sich Fred sofort ans Telefon um schnellstmöglich Ersatz zu beschaffen. Nach dem Wochenende können wir sie in seinem Büro abholen, wo auch immer ein leckerer Espresso☕️ für uns bereitsteht. Schön ein Teil der CNB Familie zu sein😊.

Relevante Links
https://de.cnb-yachts.com/the-cnb-family/cnb-family
https://www.beneteau.com/us

Photo Credits:
Einige der Fotos aus diesem Artikel stammen von Fred Signat, Beneteau USA

2 Kommentare

  1. Liebe Annemarie, lieber Volker,
    Ihr hattet ja mal um Feedback gebeten, wie „man“ die Posts empfindet angesichts der Nachrichten, die hier in Deutschland aus USA gemeldet werden. Was mich wirklich wundert, ist, dass ihr die Corona-Situation in USA nicht reflektiert. Ich habe mal geschaut: Maryland ist ganz gut mit Niedersachsen vergleichbar. Die Zahl der gemeldeten Infizierten ist in Maryland um ca. Faktor 7 höher! Bei einer Dunkelziffer von 3 bis 10 kann man davon ausgehen, dass statistisch ca. Jeder Zehnte in Maryland infiziert ist.
    Wo seid ihr jetzt? Manchmal wünsche ich mir auch aktuellere Posts. Und dann die Vorwahlkampfzeit. Merkt ihr davon nichts? Gibt es Trump-Fans? Was hier sehr, sehr sauer aufstoßen könnte? Spannend natürlich auch die aktuelle Rassismus-Debatte und die durch Harris sicherlich stärker aufkommende Feminismus-Diskussion.
    Trotzdem ist es natürlich toll, was ihr erlebt und unter anderen Umständen eine phantastische Segelreise. Aber vor dem aktuellen Hintergrund wirken die Posts auf mich befremdlich. Sorry, musste ich mal loswerden. Ich liebe Euch trotzdem.
    Alfred

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    1. Hallo Alfred,

      vielen Dank für Dein offenes Feedback, was ich sehr schätze. Es ist richtig, dass die Blogbeiträge manchmal nicht aktuell genug sind. Das liegt daran, dass wir seit wir in den USA sind, oft nur ein oder zwei Nächte an einem Ort gewesen sind und extrem viel gesehen haben. Da ich keinen Ort auslassen möchte und auch die chronologische Reihenfolge beibehalten möchte, bin ich leider etwas hinterher. Hinzu kommt, dass wir an manchen Ankerplätzen nur eine sehr schwache Internet Verbindung hatten, so dass Arbeiten am Blog nicht möglich war.

      Mit der Corona-Situation beschäftigen wir uns schon intensiv. Wir sehen uns die Zahlen an und meiden die Gebiete in denen gerade zu viele Fälle gemeldet werden. Die ersten Orte in Virginia, die wir besucht haben, hatten nicht wesentlich höhere Infiziertenzahlen als Deutschland. In Maryland sind sie Zahlen höher. Allerdings muß man hier auch beachten, dass die Zahlen beispielsweise in Annapolis(Ann Arundel County) deutlich niedriger sind als in Maryland insgesamt. Über die Dunkelziffer kann man nur spekulieren. In Maryland gibt es kostenlose un komplizierte Drive In Teststationen, die für jeden Einwohner Marylands zugänglich sind. Von daher glaube ich nicht ,dass die Dunkelziffer hier so hoch ist wie Du annimmst. Als wir in Annapolis waren, waren die Zahlen dort deutlich niedriger als aktuell, es schien so als hätte man das Ganze gut im Griff. Nach den Feiern zum 4. Juli sind die Zahlen dann wieder hochgegangen(siehe nächster Blogpost).

      Über Politik werde ich in meinem Blog wenig schreiben, da ich mich als nicht ausreichend qualifiziert ansehe hierzu meine Meinung in der Öffentlichkeit kundzutun. Gerade merke ich, dass ich sehr wenig über die amerikanische Politik weiss. Ich lese aktuell viel darüber, das Schreiben möchte ich denen überlassen, die sich damit auskennen. Wenn wir uns hier mit Leuten unterhalten dann ist Politik auch normalerweise kein Thema sondern Segeln oder die Region, die wir gerade bereisen.

      Ich möchte in meinem Blog nur über die Dinge schreiben, die ich selbst erlebe. Für andere Themen sind Nachrichtenredaktionen die bessere Quelle. Rassismus ist sicherlich ein großes Problem aber wir sind damit auf unserer Reise nicht konfrontiert worden und haben auch nicht mit Menschen gesprochen, die uns darüber berichtet hätten.

      Vieles hier stellt sich anders dar als man es vielleicht in den deutschen Medien wahrnimmt. Natürlich ist es ist für die Medien uninteressant darüber zu berichten, wie die Amerikaner trotz COVID und politischer Spannungen ihr normales Leben leben. Amerika ist ein riesiges Land. Dort wo wir uns befinden, in den kleinen Örtchen an der Küste, läuft vieles normal mit den durch COVID bedingten Einschränkungen, die es aber mittlerweile überall auf der Welt gibt. Wir Europäer neigen dazu Amerika als Ganzes zu betrachten. Aber Amerika ist riesig und hat unterschiedliche Regionen mit ganz verschiedenen Charakteristika. Ich merke, dass man dem Land nicht gerecht wird wenn man es als Ganzes betrachtet.

      Mein Blog soll auch dazu dienen andere bezüglich einer möglichen Reise in die USA zu informieren und inspirieren. Falls nächstes oder übernächstes Jahr jemand eine Reise in die USA plant ist bis dahin COVID hoffentlich Geschichte, die politische Situation wird vielleicht eine andere sein. Aber die schönen Ankerplätze und die mehrere 100 Jahre alten, malerischen Küstenstädtchen wird es noch geben und sicherlich auch das ein oder andere Restaurant, was wir besucht haben. Von daher möchte ich auch in Zukunft diese Information in den Vordergrund stellen, damit die Beiträge auch nach einiger Zeit noch einen gewissen Informationswert haben.

      Du siehst ich habe mich mit Deinem Feedback auseinandergesetzt

      Liebe Grüße Annemarie

      Annemarie

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