Ankerplatz⚓️ Annapolis

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Nachdem es uns in Annapolis so gut gefallen hat und wir die Stadt intensiv an Land erkundet haben, möchten wir jetzt noch Annapolis auf dem Wasser erleben. Schliesslich ist man nicht alle Tage in einer Segelhauptstadt zu Gast.

Unser Ankerplatz
Wir liegen im Herzen von Annapolis. Im Norden blicken wir auf die Marine-Akademie, von wo jeden Morgen um 8.00h die amerikanische Nationalhymne ertönt. Im Westen liegt Eastport, mit seinen Marinas.

Morgens trinkt der Skipper immer erst gemütlich seinen Kaffe und geniesst den Ausblick. Danach arbeitet er eine Runde. Gibt es ein besseres „Home-Office“?

Während wir hier vor Anker liegen bekommen wir auch Besuch vom CBP, dem amerikanischen Zoll und Grenzschutz. Das Boot, besetzt mit 6 Polizisten und einem Hund🐕 , macht längsseits fest. Zwei Beamte kommen an Bord. Der Skipper findet es gar nicht lustig, dass sie mit Ihren Kampfstiefeln 🥾 auf dem Teakdeck stehen, er verkneift sich aber einen Kommentar. Die Beamten sind sehr freundlich und wollen eigentlich nur unsere Cruising license sehen und wissen ob wir ordnungsgemäss unsere Ankunft im Staat Maryland gemeldet haben. Diese Frage kann ich bejahen. Unsere erste Station in Maryland war Solomons Island, hier hatten wir uns telefonisch angemeldet. Hilfreich ist auch immer wenn man noch weiß, wie der Officer hieß, mit dem man gesprochen hat, darum schreibe ich mir dies immer auf. Dann sind sie auch schnell wieder weg und wir genießen wieder unser friedliches Leben am Ankerplatz.

Besonders schön wird es wenn die Sonne untergeht und wir das Farbspiel am Himmel beobachten können.

Segeln, Segeln, Segeln
Wie wir feststellen trägt Annapolis den Beinamen“Segelhauptstadt“ nicht zu Unrecht. Während wir vor Anker liegen segeln alle Arten von Booten um uns herum angefangen bei den Kleinsten mit ihren Optis. Jeden Mittwoch sind Regatten. Auch die können wir von unserem Ankerplatz aus beobachten.

Back Creek
Annapolis liegt am Severn River, dieser hat wiederum verschiedene Nebenflüsschen, die die Stadt in unterschiedliche Bereiche einteilen. Einer von ihnen ist der Back Creek. Hier entdecken wir einen SUP Verleih, der auch die speziellen Boards von Hobie verleiht, die quasi eine Kombination aus Stepper und SUP darstellen. Diese wollten wir schon immer einmal ausprobieren. Die eine Stunde , die wir sie gemietet haben, reicht genau aus um den Back Creek zu erkunden.

Nicht nur mir gefällt es auf dem Board.

Spa Creek
Einen anderen Nebenfluss, den Spa Creek, erkunden wir mit dem Dinghy. Hier sehen wir wieder einmal schöne Anwesen am Wasser, der eigene Bootssteg vor dem Haus darf natürlich auch hier nicht fehlen.

Ego Alley
Über die Ego Alley haben wir schon in einem unserer vorherigen Blogposts kurz berichtet: Ein Streifen Wasser im Zentrum von Annapolis. Mit escape passen wir dort leider nicht hinein, aber mit dem Dinghy fahren wir genau wie alle anderen hier auf und ab. Natürlich lassen wir uns es nicht nehmen im Pusser’s Landing einen Drink zu nehmen. Motorboote können hier anlegen und sich 🍹Cocktails und Essen direkt aufs Boot servieren lassen.

Allerdings finden wir es dann doch schade, dass unsere escape nach so vielen Meilen bis hierhin die Ego Alley nicht sehen soll. Also fahren wir wenigstens mit dem Bug einmal bis zum Eingang und drehen dort.

Bootsalltag
Wir haben nicht nur Urlaubstage. Was wäre eine Woche auf dem Boot ohne Reparaturen🤣. Ausgerechnet vor dem langen Wochenende des 4. Juli geht unsere Winsch in der Dinghy Garage kaputt. Das heisst wir können das Beiboot nicht mehr elektrisch in die Garage hinein- und hinausziehen. Der Skipper versucht es zu reparieren. Während an Deck das totale Chaos herrscht sitzt er in der Dinghy Garage. Er baut den Motor aus und nimmt ihn auseinander, leider ohne Erfolg😕.

Das heißt aber nicht, dass er sich nicht zu helfen wüsste. Schliesslich möchte er nicht 4 Tage auf sein Dinghy verzichten und es auch nicht permanent draußen lassen. Mit Hilfe der Winsch für die Großschot wird eine Ersatzkonstruktion gebaut, die erstaunlich gut funktioniert.

Time to say Goodbye
Mittlerweile schreiben wir den 4. Juli 2020. Die offiziellen Feiern zum amerikanischen Unabhängigkeitstag sind in Annapolis zwar abgesagt worden. Trotzdem wird hier viel gefeiert. Es ist deutlich lauter und voller als an den Tagen vorher. Das sehen wir mit Bedenken, denn schliesslich ist COVID nach wie vor ein großes Thema in Amerika. Es ist erschreckend zu sehen, wie sich die Leute weniger und weniger an die Vorsichtsmassnahmen wie Abstand und Masken😷 tragen halten. Der Skipper und ich führen jeden Tag Diskussionen darüber ob es wohl vertretbar ist in die Stadt zu gehen oder lieber an Bord von escape zu bleiben. Besonders erschreckend ist ein Restaurant, was von außen wirklich sehr gut aussieht. Dort gibt es Tische draußen am Wasser. Als ich frage ob wir dort essen können meint die Mitarbeiterin des Restaurants, dort würden sie jetzt kein Abendessen mehr servieren. Dabei ist es erst 7.30h und hier am Wasser gibt es auch keine Anwohner die man hätte stören können. Sie würde uns gerne einen Tisch drinnen anbieten. Die haben wohl noch nichts von Übertragungsrisiken in geschlossenen Räumen gehört? Nein Danke, hier wollen wir nicht essen. Dabei hat man doch in Annapolis extra das „Dining under the Stars“ ins Leben gerufen um allen Restaurants zu ermöglichen Tische im Freien aufzustellen. Für uns wird es wird Zeit weiterzuziehen.

Bevor wir weiterfahren treffen wir noch Wiebke und Ralf von der SY Flora, die gerade in Annapolis eingelaufen ist. Seit den US Virgin Islands haben wir sie nicht mehr gesehen. Sie kommen zu uns an Bord. Während draußen ein Gewitter tobt haben wir uns viel zu erzählen von den Törns der letzten anderthalb Monate.

Am nächsten Morgen drehen wir noch eine letzte Runde im Hafen und dann geht weiter Richtung Norden.

COVID Update
Da uns immer wieder besorgte Rückfragen aus der Heimat erreichen hier ein Update bezüglich COVID: Ich verfolge regelmässig die Statistiken der NEW YORK TIMES zu COVID. Man kann erkennen, dass die Infektionszahlen in Maryland von Mitte bis Ende Juni auf relativ stabilem Niveau waren. Nach dem 4. Juli gingen die Neuinfektionen , wie in vielen anderen Gegenden der USA, auch in Maryland wieder in die Höhe. Mittlerweile ist es so, dass Maryland als Hochrisikostaat eingestuft wird und wir von dort beispielsweise nicht mehr New York einreisen dürften. Wir haben noch rechtzeitig den Absprung geschafft. Den Bewohnern von Annapolis wünschen wir , dass sie das Problem bald wieder in den Griff bekommen. „Don’t give up the ship“.

Ankerplot
Zum Schluss noch etwas für die Segler: Unser Ankerplot während der einen Woche in Annapolis war perfekt👌 . So wünscht man sich das.

Relevante Links

Restaurant und Bar Pusser’s Landing

Coronavirus Daten der News York Times für Maryland

4 Kommentare

  1. Was für ein Schwachsinn sind denn diese Stepper-SUPs??? Wieso macht man sich denn freiwillig so zum Affen?? Das war Volker hoffentlich zu peinlich!!

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  2. Danke für die vielen Infos zur Ostküste und auch die kritische Auseinandersetzung mit Covid-19. Schön, dass es Euch gut geht. Um es mit Obama zu sagen: Stay safe!

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  3. Was liebste Anneli ist denn ein Ankerplot???
    Du wirst immer besser in Stil u Bild, es ist schön, dass man auf diese Weise an eurem Abenteuer teilnehmen kann.
    Gute Weiterreise❣️

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