Landgang in New York in Zeiten von COVID

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Nachdem wir nun schon einige Tage in New York vor Anker liegen überlegen wir uns ob und wie wir die Stadt besuchen können. Der offizielle Lockdown in New York ist vorbei, die Zahlen der COVID-Neuinfektionen sind stark zurückgegangen. Daher können wir es wagen mit etwas Vorsicht einen Spaziergang zu machen. Wir lassen escape unter der Obhut von Lady Liberty zurück und fahren mit dem Beiboot zur North Cove Marina.

Die Marina, die direkt beim Ground Zero Memorial liegt, wirkt ausgestorben. Ursprünglich hatten wir vor mit escape hier zu liegen und so eine Zeit lang in New York zu wohnen. Aber in Zeiten von COVID ist alles anders. Da ist uns die Abgeschiedenheit am Ankerplatz deutlich lieber und die Aussicht ist sowieso besser.

Es ist schon merkwürdig in einem komplett leeren Shopping Center zu stehen. Direkt dahinter liegt Ground Zero.

Wir schauen uns die Gedenkstätte zum 11. September an. Als wir das letzte Mal in New York waren, war hier noch eine Baustelle. Es sind kaum Besucher hier. Die wenigen Menschen, die unterwegs sind, verhalten sich sehr umsichtig. Man achtet darauf Abstandsregeln einzuhalten. Alle tragen eine Maske. Die Geschäftigkeit und Hektik, die sonst in New York allgegenwärtig war, ist kaum zu spüren. Man merkt, dass die Stadt sich verändert hat.

Auch wir sind vorsichtig und beschränken uns auf die Ansicht von außen, geschlossene Räume meiden wir lieber.

Was auffällt ist die bunte Strassenkunst, mit vielen positiven Motiven. Offenbar haben die New Yorker das Erlebte mit Kreativität verarbeitet.

Vom Ground Zero gehen wir hinunter an die Südspitze Manhattans zum Battery Park. An einem Kiosk im Park holen wir uns etwas zu trinken. Die Dame die uns die Getränke gibt ist extrem vorsichtig.

Während die Sonne untergeht gehen wir am Wasser entlang zur Marina zurück.

Die Außenplätze der Restaurants und Cafés rund um die Marina sind jetzt belebt. Wir halten uns aber an unseren Vorsatz und gehen nicht essen. Ein Restaurantbesuch stellt aus unserer Sicht doch ein höheres Risiko dar, als eine Flasche Wasser am Kiosk. Also nehmen wir unser Dinghy und fahren zurück zu escape.

Wir wünschen den New Yorkern, dass sie diese Krise überwinden und die Stadt irgendwann wieder zu ihrem alten Lebensgefühl zurückfindet. Im Moment sieht es allerdings nicht gut aus. Wie das ZDF-Auslandsjournal aktuell berichtet, müssen immer mehr New Yorker die Stadt verlassen, weil Ihnen ohne Besucher das Einkommen fehlt, um die hohen Mieten zu bezahlen.

Relevante Links

Coronavirus-Zahlen für New York aus der New York Times

North Cove Marina, New York

ZDF Auslandsjournal vom 3.9. über New York

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