Hafenaufenthalt in Connecticut

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Nachdem wir bisher auf der New Yorker Seite des Long Island Sound gesegelt sind, setzen wir jetzt nach Connecticut über. In Westbrook haben wir einen Hafenplatz reserviert, um escape wieder auf Vordermann zu bringen. Unsere Mademoiselle hat sich eine Beauty- und Wellnessbehandlung verdient.

Als wir in die Marina hineinfahren fragen wir uns ob sie wirklich tief genug ist. Natürlich haben wir bei der Reservierung Tiefgang ud Größe angegeben, aber hier sieht alles sehr eng und flach aus. Mehrmals frage ich über Funk nach, wo unser Liegeplatz denn genau sein soll und ob die Tiefe wirklich passt.

Die jungen Leute vom Hafenteam bleiben entspannt, der Skipper navigiert um eine sehr enge Flachstelle herum und biegt dann genau gegenüber in den Liegeplatz ein. Es ist eng aber letztendlich passt alles; wir liegen gut😅.

Die Marina, die zur Safe Harbor Gruppe gehört, ist schön angelegt. Es gibt Grünanlagen mit Blumen, Grills und Picknicktischen. Hier auf der anderen Seite des Long Island Sound ist alles etwas bodenständiger und etwas gemächlicher , aber nicht unbedingt schlechter.

Zum Abendessen fahren wir mit dem Dinghy zu Bill’s Seafood Restaurant, das man uns im Hafen empfohlen hat. Wir müssen uns anstellen und eine halbe Stunde auf einen Tisch warten aber es lohnt sich. Wir bekommen einen Tisch direkt am Wasser und das Essen ist lecker. Das Restaurant ist „Cash Only“. Das muss man sich im kreditkartenliebenden Amerika erst einmal leisten können😀. Wer kein Bargeld dabei hat, kann es am Geldautomaten im Restaurant direkt holen.

Am nächsten Tag haben wir einen Termin um escape aus dem Wasser zu holen. Nach den vielen Meilen wollen wir uns vergewissern, dass alles in Ordnung ist und das Unterwasserschiff reinigen lassen. Obwohl der Travellift, der escape aus dem Wasser heben soll, für 70 Tonnen geeignet ist (escape wiegt etwas weniger als 4o Tonnen) ist das Ganze eine sehr enge Sache. Beim Einfahren in das Becken des Travellifts sind zwischen Bordwand und Beton nur Zentimeter. Nichts für meine schwachen Nerven😲.

Ich habe nicht nur vorher die Maße von escape durchgegeben sondern auch Fotos von escape geschickt, als wir sie das letzte Mal aus dem Wasser geholt haben. Aber habe ich ernsthaft geglaubt dass sich das vorher jemand ansieht?🤣🤣🤣 Jetzt höre ich nur: „Oh so ein großes Boot🤔“

Nach einigem Hin und Her und intensiver Mitwirkung des Skippers klappt alles. escape wird hinausgehoben und an Land gefahren.

Das Unterwasserschiff ist in gutem Zustand. Das Antifouling, welches wir in Martinique erneuert haben sieht noch gut aus. Lediglich eine gründliche Reinigung ist erforderlich. Während das Team der Werft escape mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet hilft der Skipper tatkräftig mit und schabt den Muschelbewuchs vom Propeller und aus den Borddurchlässen. Am Ende ist der Propeller sauber, aber der Skipper nicht mehr😂.

Auch die Bordwand wird gereinigt. Der gelbliche Belag an escapes Bug, der unter Seglern liebevoll „das Lächeln der Chesapeake Bay“ 😀genannt wird, verschwindet. Sobald alles sauber ist geht es zurück ins Wasser. Das geht diese Mal sehr schnell. Gegen 15:00h sind wir schon wieder zurück an unserem Liegeplatz.

Am nächsten Tag geht es weiter mit den Reinigungsarbeiten: das Deck, der Ankerkasten und auch unser Dinghy werden gründlich gereinigt.

escape ist wieder strahlend weiß und sieht aus wie neu, so mag der Skipper das😀.

Jetzt kann es weiter gehen. Vorher prüft der Skipper die Tide. Bei der flachen Stelle vor unserem Liegeplatz empfiehlt es sich bei Flut auszulaufen.

Glücklicherweise sind die Gezeiten morgen günstig für Langschläfer. Die Abfahrt wird auf 11.30h festgesetzt. Dann geht es wieder hinaus in den Long Island Sound.

Relevante Links

Safe Harbor Pilots Point Marina, Westbrook, CT

Bill’s Seafood Restaurant, Westbrook CT

4 Kommentare

  1. Hallo Ihr zwei Beiden,
    es ist so toll, durch die Berichte ein Stück weit auf Eurer Reise mit segeln zu können. Ich liebe die Mischung aus Reiseerfahrungen, Empfehlungen für Restaurants und Bildern. Vielen Dank dafür und weiterhin eine gute Reise…

    Aber bevor ich es vergesse, darf ich fragen, was Euch zu dieser Weltreise bewogen hat?

    Passt gut auf Euch auf und allseits eine Handarbeit Wasser unter dem Kiel…

    Carmen

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Carmen, vielen Dank für Dein Feedback. Seit wir mit dem Segeln angefangen haben, haben wir immer schon die Reisen anderer Weltumsegler verfolgt und wollten das auch irgendwann machen. Dabei stand für meinen Mann das Segeln im Vordergrund, für mich mehr das Kennenlernen neuer Länder. Hier ergänzen wir uns also gut. 😊 Mit der Zeit sind die Pläne dann konkreter geworden, wir wollten nicht bis zur Rente warten. Als wir dann beschlossen haben escape zu kaufen, haben wir den Auslieferungstermin als Startpunkt für unser neues Leben gesetzt. Liebe Grüße😘

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