Sightseeing in den Hamptons

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Morgens um Viertel nach Acht brechen wir zu unserer Sightseeing-Tour auf. Wir haben uns entschlossen ein Auto zu mieten und escape einen Tag vor Anker liegen zu lassen. Nach zwei Tagen hier am Ankerplatz in Sag Harbor wissen wir, dass wir sicher liegen. Wir fahren mit dem Beiboot zum Dinghy Dock und nehmen von dort ein Uber (Taxi, welches man per Smartphone-App bestellt) zum regionalen Flughafen, wo wir den Leihwagen übernehmen. Die Station ist allerdings COVID-bedingt geschlossen. Wir müssen warten bis der Leihwagen gebracht wird.

East Hampton Airport
Der Skipper freut sich😊, dass wir statt des von mir gemieteten Standard-Autos einen Ford Mustang Cabrio ohne Aufpreis bekommen. Aber auch damit sind wir für die hiesigen Verhältnisse noch untermotorisiert. Im Trend liegen hier in den Hamptons andere Verkehrsmittel. Die Leute fliegen mit dem Privatjet oder Hubschrauber 🚁 nach New York. Das ist interessant zu beobachten. Umweltfreundlich ist es allerdings nicht, wenn eine Person mal eben vom Helikopter abgeholt wird.

Der Leuchtturm von Montauk
Als Erstes fahren wir nach Montauk, das am äussersten Zipfel von Long Island liegt. Darum wird es auch schlicht als „das Ende“ bezeichnet. Der Leuchtturm von Montauk ist der älteste im Staat New York und der viertälteste der Vereinigten Staaten. Der Bau wurde 1792 von Präsident George Washington in Auftrag gegeben um dieses Seegebiet sicherer zu machen und die wirtschaftliche Bedeutung des Hafens von New York voranzutreiben. Ausserdem gibt es hier ein Denkmal für die Fischer, die in den vergangenen Jahrhunderten bei der Ausübung ihres Berufes Ihr Leben lassen mussten.

Im Hafen von Montauk
Danach fahren wir in den Hafen. Während unserer Atlantikpassage von den US Virgin Islands in die Chesapeake Bay habe ich das Buch „Ein Fleck im Meer“ gelesen, das die wahre Geschichte eines Seenotfalls der Fischer aus Montauk erzählt. Jetzt schauen wir uns diesen Fischerhafen an.

Tatsächlich liegt auch das Lobster-Fischerboot hier, von dem das Buch erzählt: die Anna Mary.

Gegenüber vom Fischerhafen liegen einige kleine Geschäfte und Restaurants. Wir nehmen einen Drink „to go“ im „Frozen Anchor“

Weingut Wölffer Estate
Über Long Island hatte ich schon Einiges gehört und gelesen. Allerdings wusste ich bis jetzt nicht, dass hier auch Wein angebaut wird. Das möchte ich mir ansehen und natürlich auch den Wein🍷 probieren. Während die meisten Weingüter auf dem nördlichen Zinken der Gabel liegen gibt es hier auf der Südseite das Wölffer Estate, was ganz in der Nähe unseres Ausgangsortes liegt.

Auch hier gibt es COVID-bedingte Einschränkungen. Wein-Verkostungen gibt es nur mit vorheriger Reservierung, die wir natürlich nicht haben. Aber dafür hat das findige Weingut sich etwas einfallen lassen: Auf dem Parkplatz hat man ein Rosé Drive-In aufgebaut. Das gefällt mir🤩. Schnell werden einige Flaschen in den Kofferraum unseres Ford Mustang geladen. Der Skipper kommt ebenfalls auf seine Kosten, denn hier gibt es nicht nur Wein sondern auch einen Pink-Gin, perfekt👌

In den Dünen von Long Island
Danach fahren wir weiter Richtung Westen (also in Richtung New York) , wir kommen durch East Hampton, Bridgehampton und Hampton Bays, alles schöne kleine Örtchen mit historischen Häusern und edlen Villen ohne Bausünden. Jetzt möchten wir uns die berühmten Strände von Long Island anschauen. Am Cooper’s Beach möchte man uns 50 US$ Parkgebühr abnehmen. Dies erscheint uns für einen kurzen Strandspaziergang etwas hoch🤣🤣🤣. Der Parkwächter lässt nicht mit sich reden. Wir fahren ein Stück weiter auf einen für Anwohner reservierten Parkplatz, der aber komplett leer ist, und gehen von dort aus an den Strand. Offiziell ist der Zugang zu den Stränden in den USA frei. Indem man keine oder nur überteuerte Parkmöglichkeiten anbietet, hat man eine Möglichkeit gefunden die Besucherzahl stark zu limitieren, so dass die Bewohner der exklusiven Gemeinden der Hamptons den Strand mehr oder weniger für sich haben.

Der Strand ist wirklich wunderschön und scheint endlos lang. Die Bewohner der Villen haben jeweils eigene Treppen, die von ihren Häusern über die Dünen zum Strand führen.

Nach einem kurzen Mittagessen auf der Terrasse des Rumba Restaurants fahren wir die Dune Road entlang. Wie der Name schon sagt verläuft diese auf einer großen Düne. Hier liegen einige der aufwendigsten Strandvillen von Long Island.

Rückweg
Wir machen uns langsam auf den Rückweg. Dabei besuchen wir noch kurz die Stadt, an der Long Island sich gabelt: Riverhead. Im Vergleich zu den Orten, die wir im Laufe des Tages gesehen haben, erscheint uns das kleine Städtchen allerdings weniger besonders.

Wir kommen an einer weiteren offiziellen Sehenswürdigkeit der Hamptons vorbei: The Big Duck😉. Früher war hier einmal ein Fast Food Restaurant, jetzt ist es ein Souvenir Shop.

Zum Abschluss beschliessen wir, noch einen Spaziergang durch Southampton zu machen, wo wir heute Mittag schon durchgefahren sind.

Als wir an einem Immobilienmakler vorbeikommen fragen wir uns was für ein Anwesen am exklusiven Sandstrand der Hamptons wohl aufgerufen wird. Wir finden eine Villa mit Tennisplatz und Pool für unfassbare 53 Millionen Dollar😲😲😲.

Tauschen wollten wir jedoch nicht. In der Luxusvilla würde es dem Skipper schnell langweilig und beim Tennis würde er haushoch gegen mich verlieren. Beides wäre für die Stimmung im Hause nicht gut😂😂. Strand und Meerblick haben wir jeden Tag mindestens genauso schön. Wir sind glücklich und zufrieden als wir mit dem letzten Tageslicht zu unserem schwimmenden zu Hause zurückkehren😍.

Relevante Links

East Hampton Airport

Weingut Wölffer Estate

Restaurant Rumba, Hampton Bay

Immobilienmakler aus den Hamptons

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