Weiter nordwärts: Von Massachusetts nach Maine

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Von Plymouth, MA nach Gloucester, MA, 47 Seemeilen
Plymouth, Massachusetts, das wir gestern wetterbedingt angelaufen haben ist nur ein kurzer Zwischenstopp auf dem Weg nach Maine. An Land gehen dürfen wir ohnehin nicht. Rhode Island, der Staat in dem wir uns zuletzt aufgehalten haben, ist von den anderen Neuengland-Staaten als Risikogebiet eingestuft worden. Das bedeutet, wenn man von Rhode Island nach Massachusetts einreist, muss man entweder einen negativen Corona-Test vorweisen oder 14 Tage Quarantäne einhalten. Also fahren wir aus der Bucht von Plymouth wieder hinaus auf den Atlantik. Wir setzen die Segeln und weiter geht es Richtung Norden.

Im Laufe des Vormittags verziehen sich die Wolken und wir haben richtig schönes Wetter. Da macht das Segeln doppelt Spaß😊⛵️.

Unsere Tagesetappe führt uns heute nach Gloucester, welches ebenfalls in Massachusetts liegt. Der Hafen liegt in einer großen Bucht, die durch einen Wellenbrecher gut geschützt ist. Während die See draußen noch etwas unruhig ist wird das Wasser glatt, sobald man den Wellenbrecher passiert hat. Im warmen Abendlicht präsentiert sich Gloucester von seiner schönsten Seite. Schade, dass wir auch heute nicht an Land gehen dürfen. Aber wir nehmen uns vor, auf der Rückreise hier einen Stopp einzulegen, um uns das historische Örtchen näher anzuschauen.

Wir fahren einmal in den inneren Hafen hinein, doch dort gibt es keinen Ankerplatz für uns. Kein Problem, wir drehen wieder um und ankern in der großen Bucht hinter dem Wellenbrecher.

Von Gloucester, MA, nach Portland, ME, 73 Seemeilen
Am nächsten Tag sind wir schon um 7.15h wieder unterwegs, um sicherzustellen, dass wir bei ausreichend Tageslicht in Portland ankommen. Man merkt, dass wir uns Maine, das für seine Lobsterfischer weltweit bekannt ist, nähern. Die Dichte der Fischerbojen nimmt zu. Obwohl wir auf dem offenen Meer unterwegs sind, muss immer einer kontinuierlich Ausschau halten, damit wir den kleinen, bunten Plastikkegeln ausweichen. An der Boje hängen die langen Leinen mit den Lobsterkörben. Wenn die in die Schraube des Motors kämen, wäre das extrem unangenehm.

Unser heutiges Ziel ist Portland, die Hauptstadt des US-Bundesstaates Maine. Portland hat ungefähr 66.000 Einwohner und damit knapp 100.000 weniger als Volkers Heimatstadt Solingen. Als wir uns dem Hafen nähern sehen wir genau wie gestern in Gloucester einige alte Schoner, die für Tasgesausflüge mit Touristen genutzt werden. Das ist schön anzuschauen auch wenn der Skipper Wegerecht gewähren muss.

Zuerst drehen wir wieder eine Runde durch den Hafen um uns vor Ort ein Bild von möglichen Ankerplätze zu machen. Am Ende ankern wir 2,3, Seemeilen außerhalb von Portland vor der kleinen Insel Peaks Island. Hier haben wir zwar eine etwas längere Fahrt mit dem Beiboot in die Stadt, dafür liegen wir ruhig und haben den perfekten Blick auf die Bucht und die umliegenden Inseln.

Dieses Panorama lassen wir in aller Ruhe auf uns wirken während die Sonne langsam untergeht.

Während wir unseren Sundowner geniessen ist das Funkgerät noch an. Wenn man unterwegs ist, sollte man Kanal 16 abhören um Notrufe oder wichtige Nachrichten der Coastguard zu hören. Für private Nachrichten beispielsweise nicht notfallbedingte Kommunikation zwischen Booten darf dieser Kanal nicht genutzt werden. Um diese Zeit ist es meist still im Funk, doch plötzlich schreit jemand : „Es ist eine Schande, dass die Leute sich nicht schämen mit Trump-Flaggen an ihre Booten herumzufahren“. 🤣🤣🤣

Hier noch einmal unsere Route der letzten zwei Tage:

Wir sind im nördlichsten Bundesstaat unserer Reise angekommen. Das Segeln in Maine wird überall als besonderes Erlebnis beschrieben: Riesige Gezeitenunterschiede, eine raue aber wunderschöne Landschaft, unzählige Inseln jeglicher Grösse, kleine malerische Ortschaften und Unmengen von Lobster. Doch bevor sich uns diese Welt erschliesst müssen wir einen negativen COVID-Test vorweisen. Das werden wir morgen angehen.

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