Sightseeing in New York

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Ende September sind wir wieder in New York. Im Gegensatz zu unserem ersten Besuch Mitte Juli hat sich die Stadt nach den schlimmen Monaten der Pandemie im Frühjahr und dem strengen Lockdown wieder ein Stück geöffnet. Im Moment sind die COVID-Zahlen in New York nicht höher als in Deutschland; aber es wird noch lange dauern bis die Stadt zur Normalität zurückkehrt. Auch jetzt ist beispielsweise Essen im Restaurant nur draussen erlaubt, Supermärkte zählen ihre Besucher. Vieles hat auch noch geschlossen. Überall sieht man Schilder, dass es freie Wohnungen gibt. Die Pandemie hat eine beträchtliche Anzahl von Einwohnern aus der Stadt vertrieben. Den Menschen fehlt das Geld um die teuren Wohnungen in New York weiterhin bezahlen zu können, weil durch die Pandemie die Einkünfte beispielsweise im Kulturbetrieb oder im Tourismussektor weggebrochen sind. Auch aus Angst vor Ansteckung sind die New Yorker aus aufs Land geflohen.

Unser Ankerplatz: Central Park querab
escape liegt vor dem 79th Street Boat Basin. Normalerweise liegen dort Bojen, die zur Marina gehören, aber in diesem Jahr ist alles anders. Gegen eine Gebühr von 26 Dollar kann man hier⚓️ und mit dem Dinghy in der bewachten Marina anlanden. Sehr wahrscheinlich gibt es wenig Möglichkeiten so günstig und gleichzeitig so komfortabel im Herzen von New York zu wohnen wie auf unserer escape😃. Die Lage ist perfekt. Direkt am Ufer liegt der kleine Riverside Park, in dem wir den Leuten beim Joggen oder Fahrradfahren zuschauen können. Ein Stück weiter drinnen liegt dann direkt der Central Park.

Als ich die obigen Fotos von unserem Ankerplatz mache sehe ich die Crew des Katamarans vor uns aufgeregt winken. Ihr Dinghy hat sich losgerissen und treibt den Fluss hinunter😲 . Schnell springt der Skipper in unser Beiboot und fährt hinterher. Die Strömung im Hudson River ist stark. In der kurzen Zeit ist das Dinghy ganz schön weit abgetrieben. Die Crew des Katamarans Plan B freut sich als sie ihr Beiboot unversehrt zurückerhalten. Es war korrekt angebunden aber durch die starke Strömung ist die Leine durchgescheuert. Zum Dank bekommen wir eine Flasche Rotwein, die schon von Südafrika nach New York gesegelt ist. So haben auch die 50% der Crew, die nicht an der Rettungsaktion beteiligt waren, etwas davon🍷😄.

Sightseeing
Wir überlegen welche Aktivitäten in Zeiten von COVID gefahrlos möglich sind. Im Juli haben wir uns Ground Zero und die Südspitze von New York angeschaut. Auch jetzt beschränken wir uns auf alles, was draussen stattfindet. Im Internet recherchiere ich die besten Spaziergänge und Outdoor- Aktivitäten von New York und plane so unsere Tage (Links siehe unten).

The Highline
Als erstes machen wir einen Spaziergang auf der Highline, einer stillgelegten Eisenbahntrasse, die in einen Park umgewandelt wurde. Aufgrund von COVID hat man diverse Vorsichtsmassnahmen getroffen. Wir benötigen einen Termin; das Ticket müssen wir vorher online kaufen. Der Weg darf ausschliesslich in eine Richtung gegangen werden und nur an einem bestimmten Eingang begonnen und an wenigen definierten Ausgängen verlassen werden. Das letzte Stück ist noch komplett gesperrt. Aber auch so ist die Highline ein Erlebnis. Durch die erhöhte Ebene erhält man ungewöhnliche Einblicke in das Leben im Big Apple.

Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein; an einer Stelle gibt es ein Panoramafenster mit Blick auf den Verkehr unter der Highline.

Zaha Hadid Haus
Auch das einzige New Yorker Gebäude der 2016 verstorbenen Stararchitektin Zaha Hadid liegt direkt an der Highline. Es fällt durch seine ungewöhnliche Form sofort auf. Allerdings fragen wir uns warum die Leute, die in den unteren Etagen wohnen so viel Geld für eine Wohnung bezahlen, in die alle Spaziergänger der Highline hineinschauen können.

Aussichtsplattform „The Edge“
An unserem Ausgang der Highline liegt das neue Viertel „Hudson Yards“, mit dem Wolkenkratzer 30 Hudson Yards, der über eine spektakuläre 350m hohe Aussichtsplattform verfügt. Die Plattform, mit dem Namen „The Edge“ ragt aus dem Gebäude hinaus uns ist weithin sichtbar. Wir schauen sie uns allerdings nur von unten an. Eine längere Aufzugfahrt möchte ich ich Zeiten von COVID lieber vermeiden.

The Vessel
Stattdessen klettern wir auf „The Vessel“, ein ebenfalls in den Hudson Yards liegendes begehbares Kunstwerk. Hier steigen wir bis ganz nach oben und geniessen die Aussicht auf die Umgebung und den spektakulären Blick nach innen. Dort oben ist es ganz schön windig🌬 😄.

Greenwich Village
Als nächstes steht ein Spaziergang in Greenwich Village auf dem Programm. Nach den vielen Wolkenkratzern ist es schön die klassischen New Yorker Häuser mit den typischen Feuertreppen zu sehen. Hier gibt es viel Grün, nette kleine Restaurants und Cafés.

Fahrradtour im Central Park
Da der Central Park, nur ein paar Blocks von unserer Marina entfernt ist, bietet er sich als Ausflugsziel an. Wir mieten ein Fahrrad und radeln einen halben Tag lang kreuz und quer durch den Park.

Rockefeller Center
Über die 5th Avenue spazieren wir zum Rockefeller Center.

Einige Blocks weiter finden wir in einem Terrassenrestaurant zwischen Wolkenkratzern einen Tisch zum Abendessen.

East Village
Am nächsten Morgen beginnen wir unseren Stadtrundgang im East Village. Hier gibt es viele Cafés, die speziell für ihr Brunch bekannt sind. Das East Village erinnert uns ein bischen an unser zu Hause in Köln-Ehrenfeld.

SOHO
Danach geht es weiter über das neue Trendviertel NOLITA(North of Little Italy) ins schicke SOHO(South of Houston Street), wo wir durch die Geschäfte bummeln und dem Skipper ein hippes Outfit verpassen.

Zum Abschluss geht es dann noch nach Tribeca (Triangle below Canal Street). Erst schauen wir uns den Sonnenuntergang über dem Hudosn River an, dann gibt ein Original „New York Steak,.

Intrepid Sea, Air & Space Museum
Für unseren letzten Tag in New York hat sich der Skipper einen besonderen Programmpunkt ausgesucht: das Intrepid Sea, Air & Space Museum. Schon bei unserer Ankunft haben wir den riesigen Flugzeugträger „Intrepid“ am Dock im Hudson River liegen sehen. Auch in dieses Museum darf man nur mit Voranmeldung und Termin. Dadurch ist es entsprechend leer und man Platz genug für „Social Distancing“.

Die Tour durch das Innere des Schiffs ist beeindruckend auch wenn man sich nicht speziell für militärische Dinge interessiert. Mich faszinieren besonders die riesigen Ankerwinschen.

An Deck sind verschiedenste Flugzeuge ausgestellt.

New York Streetart

Nicht nur an den Bäumen im Central Park sieht man, dass es Herbst wird. Auch wenn das New Yorker Stadtleben eine willkommene Abwechslung für die escape Crew war, ist es nach einige Tagen Zeit weiterzuziehen. Wir haben für Anfang Oktober in Annapolis einen Platz in der Marina reserviert. Bis dahin müssen wir noch einige Meilen zurücklegen.⛵️

Relevante Links

Websites mit Spaziergängen in New York
https://ny.curbed.com/maps/new-york-nature-walks-architecture-warm-weather
https://www.travelandleisure.com/trip-ideas/city-vacations/best-scenic-places-to-go-on-a-walk-in-new-york-city
https://fitt.co/new-york-city/articles/walks-nyc

Englische Wikipedia über das 79th Street Boat Basin
Offizielle website der Stadt New York für das 79th Street Boat Basin

Offizielle Seite der „Highline“
Deutsche Wikipedia über die Highline

„Die Presse“ über das Zaha Hadid Haus
Deutschsprachiges Magazin „New York aktuell“ über das Zaha Hadid Haus

Berliner Morgenpost über „The Edge“
Erfahrungsbericht über „The Edge“

Erfahrungsbericht über „The Vessel“

Intrepid Sea, Air & Space Museum

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