Zurück in Annapolis

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Bei unserem ersten Besuch haben wir uns in Annapolis verliebt. Hier wird „Segeln“ gelebt. Darum haben wir uns die Stadt ausgesucht um escape wieder in Bestform zu bringen und unsere weitere Reise in den Süden vorzubereiten. Unsere Marina, das South Annapolis Yacht Center ist hierfür die perfekte Basis. Die Marina liegt in Eastport, wo die meisten Dienstleister für die Boots-Industrie ansässig sind. Gleichzeitig gibt es viele gute Restaurants und man ist schnell zu Fuss über die Brücke in der Innenstadt.

escape im South Annapolis Yacht Center

Wie immer sobald wir im Hafen liegen frönt der Skipper seinem Putzwahn. Während er sich draussen austobt, mache ich die Wäsche und unterziehe den kompletten Innenbereich einer Grundreinigung, sozusagen „Frühjahrsputz im Herbst“.

Wir benötigen auch die Hilfe einiger externer Service-Firmen, was sich nicht immer einfach gestaltet. Wenn man irgendwo anruft bekommt man erst einmal zu hören: „Wir sind komplett ausgebucht, in den nächsten zwei Wochen geht gar nichts“. Irgendwie geht es dann aber doch nicht zuletzt durch die tatkräftige Unterstützung unserer CNB -Familie. Der Generator und der Motor werden gewartet, die Klimaanlage bekommt ein Update, ich bringe zwei der aufblasbaren Fender zur Reparatur.

Natürlich braucht man bei der ganzen Arbeit auch entsprechende Erholungspausen, die jeder auf seine Weise geniesst😃.

Zur Freude des Skippers hat der Liquor Store auf der anderen Seite der Brücke (Mills Fine Wine and Spirits) nicht nur guten Wein sondern auch Kölsch.

Washington
Ein Highlight ist unser Tagesausflug nach Washington. Ralf und Wiebke von der SY Flora wohnen für ein paar Tage in Washington bei Greg und Michael, die in den Wochen davor auf der Flora mitgefahren sind. Da es von Annapolis nur eine knappe Stunde Fahrt bis Washington ist, lassen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen die vier zu besuchen und folgen ihrer Einladung. Dank Michaels kundiger Führung bekommen wir an dem einem Tag einen guten Überblick über die Stadt und das Leben in Amerika. Zum Abschluss gibt es noch ein feines Abendbrot, mit allerlei Köstlichkeiten denn die beiden sind echte Feinschmecker.

Vorbereitungen
In Annapolis stellen wir auch die Weichen für unsere Weiterfahrt. Nachdem wir im Frühjahr so gute Erfahrungen mit den „Salty Dawgs“ gemacht haben, melde ich uns für die Herbst-Rally an. Zur Auswahl stehen verschiedene Ziele: Antigua, die US Virgin Islands und die Bahamas. Für uns ist klar, dass es auf die Bahamas geht, da wir hier noch nicht waren und ausserdem der Törn dorthin deutlich kürzer ist. Bis in die Bahamas dauert es ungefähr 4 Tage, die Strecke nach Antigua ist doppelt so lang.

Sobald ich mich offiziell angemeldet habe bekommen wir eine Fülle von Informationen. Besonders die Vorgehensweise bzgl COVID ist aufwendig. Wir müssen diverse Formulare ausfüllen, mehrere COVID-Selbsttest bestellen und durchführen, vor der Abfahrt ist Quarantäne angesagt um sicherzustellen, das niemand während der Passage an COVID erkrankt. Ich habe also genug Papierkram und Lesestoff zur Beschäftigung.

Vor einer längeren Überfahrt steht natürlich auch wieder ein Riggcheck an. An einem windstillen Nachmittag ziehe ich den Skipper in den Mast, um zum kontrollieren, ob da oben alles in Ordnung ist.

Kulinarisches
Natürlich testen wir während unsres Aufenthaltes auch wieder ausgiebig die lokale Gastronomie. Nach wie vor gibt es in der Innenstadt das sogenannte“Dining under the stars“, wo Strassen gesperrt werden, damit die Lokale Tische auf die Strasse stellen können.

Auf der West Street geniessen wird bei Luna Blu leckere Pasta, während nebenan eine Live Band spielt. Es ist viel los, die Stadt ist tatsächlich voller als im Sommer. Das liegt unter anderem daran, dass die Militärakademie jetzt wieder geöffnet hat (mehr Restaurant-tripps siehe unten).

Live Music auf der West Street

Zugvögel
Während wir im Hafen liegen kommen täglich neue Yachten an. Bei der Unterhaltung mit unseren verschiedenen Stegnachbarn erfahren wir, dass die meisten auf dem Weg von Neuengland nach Florida sind. Sie haben den Sommer in Newport verbracht und ziehen für den Winter in den Süden. Dabei wohnen sie im Gegensatz zur uns aber nicht komplett auf ihrem Boot sondern haben mindestens in einer der Destinationen noch ein Haus.

Der Skipper hilft beim Anlegen einer Motoryacht

Proviantierung
In den letzten Tagen steht Proviantieren auf dem Programm. Alle Segler, die schon auf den Bahamas waren, haben uns geraten, so viel wie möglich einzukaufen, da die Einkaufsmöglichkeiten dort sehr eingeschränkt sind. Wir ziehen von einem Supermarkt zum Nächsten. Natürlich gibt es in amerikanischen Supermärkten eine riesige Auswahl an Lebensmitteln, aber es gibt nicht unbedingt die Dinge, die man für Langfahrt auf einem Segelboot benötigt. Beispielsweise gibt es sehr wenig Konserven oder Eingemachtes. Stattdessen gibt es eine riesige Auswahl an Tiefkühlkost; der Patz im Gefrierfach auf escape ist jedoch limitiert. Auch nach ungekühlt haltbarem Orangensaft müssen wir lange suchen.

Bye bye
Nach zweieinhalb Wochen ist es Zeit Abschied zu nehmen. Selten sind wir so herzlich verabschiedet worden wie hier in Annapolis. Von allen Stegen schallen Abschiedsworte und freundliche Wünsche herüber. Der Skipper der Flaneur, die Volker vom Mast aus fotografiert hat, springt ins Beiboot und reicht uns noch eine Flasche Rotwein herüber. Und Fred von CNB America ist extra mit seiner ganzen Familie gekommen um uns „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Toll!😊😍😊😍

Als wir vor der Brücke liegen stellen wir fest, dass sie nicht wie gedacht um 18.30h aufmacht sondern erst um 19:00h. Also liegen wir in Warteposition im Spa Creek und schauen auf die Lichter von Annapolis. Dies nutzt die Crew des Motorbootes von gegenüber um mit dem Dinghy vorbeizufahren und eine Jazzversion von „Muss I denn, muss I denn…“ zu spielen. Wow🤩.

Nachdem wir unter der Brücke durchgefahren sind ankern wir ein letzte Mal in der Bucht, vor der Militärakademie. Morgen früh geht es dann die Chesapeake Bay hinunter Richtung Süden.

Relevante Links

South Annapolis Centre

Mills Fine Wine and Spirits, Annapolis

Salty Dawg Sailing Association

Restaurants in der Innenstadt, die uns gut gefallen haben:
Italienisches Restaurant Luna Blu, mit leckerer Pasta und grossen Portionen
Gehobene italienische Küche in der Osteria 177
Bei Harry Browne’s direkt am State Circle gibt es feine internationale Küche in gediegenem Ambiente
Natürlich waren wir auch wieder im Irish Pub Galway Bay, mit Live Music

Unsere Restaurant-Favoriten in Eastport
Im Ruth’s CHRIS Steakhouse hat der Skipper eines der besten Steaks seines Lebens gegessen, das Essen dort war so gut, dass wir am letzten Abend noch einmal hingegangen sind
Bei O’Learys Seafood gibt es leckeren Fisch, hier habe ich endlich die berühmten Soft Shell Crabs probiert,
Das Boatyard Restaurant hat eine umfangreiche Speisekarte und ist zu Recht bei den Einheimischen sehr beliebt
Im Blackwall Hitch haben mir besonders die grossenSalatteller gefallen
Im Restaurant Vin909 haben wir selber nie gegessen. Das lag aber nur daran, dass es dort immer so voll war, dass wir mindestens anderthalb Stunden auf einen Tisch hätten warten müssen. Die Crew der Flaneur, die in der Marina auf ihrem Boot wohnt, sagt es ist das beste Restaurant in Eastport



6 Kommentare

    1. Hallo Pit, danke dass Du mich darauf aufmerksam gemacht hast, dein Kommentar war tatsächlich im Spam Ordner. Sorry da habe ich ewig nicht mehr reingeschaut. Ich habe ihn jetzt zurückgeholt. Aber irgendwie ist das Bild verloren gegangen. Auf jeden Fall bist Du ja gut versorgt da unten in Texas wenn Du vor Ort gebrautes deutsches Bier hast. Liebe Grüsse und schönes Wochenende🍻.

      Gefällt 1 Person

      1. Es passiert bei WP schon mal [haengt von den Einstellungen ab], dass Kommentare mit Links drin als Spam behandelt werden. Leider bekommt der Eigner des Blogs darueber keine Benachrichtigung. 😦
        Hier ist der Link nochmal. [https://wp.me/p4uPk8-2M0] Einmal sehen, ob der Kommentar jetzt durchkommt, und dann auch mit Link.

        Gefällt 1 Person

        1. Hallo Pit, Kommentar ist jetzt nicht im Spamordner gelandet, aber der Link funktioniert immer noch nicht. ich habe noch einmal in meinen Einstellungen geschaut, aber theoretisch sind Kommentare mit bis zu 2 links erlaubt. Wunder der Technik🤔

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  1. Dein Skipper muss mal nach hier kommen. Die „Altstadt Brewery“ hier vor Ort hat einen Braumeister aus Bayern und sie brauen nach dem deutschen Reinhaitsgebot, u.A, auch Koelsch. Und das ist wirklich trinkbar. Ich ziehe allerdings deren Alt vor. Das, mit einem kleinen Schuss alkoholfreiem Malzier, erinnert mich an meine Jugendzeit in Krefeld, an das dortige „Alt (mit) Schuss“.
    Das Alt ist im den untersten beiden Bildern [https://wp.me/p4uPk8-2M0].

    Gefällt 1 Person

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