Herbsttörn in der Chesapeake Bay Teil 2: Virginia

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Wir liegen an unserem Ankerplatz im St- Mary’s River und warten auf bessere Sicht. Tatsächlich Im Laufe des Vormittags lichtet sich der Nebel an unserem Ankerplatz im St. Mary’s River. Langsam fahren wir den Fluss hinunter. Danach biegen wir in den Potomac ein und fahren weiter in die Chesapeake Bay.

Die SY Flora, die einige Meilen weiter nördlich unterwegs ist, hat gerade auf Facebook gepostet, dass sie einen Fisch gefangen haben. Dies bringt den Skipper auf die Idee endlich mal wieder die Angel auszuwerfen. Vielleicht haben wir heute Glück?

Wir fahren den ganzen Tag unter Motor. Zwischendrin kommt immer wieder dichter Nebel auf. Wir schalten den Radar ein und geben Schallsignale. Ursprünglich wollten wir den Great Wicomico River bis nach Horn Harbor hochfahren, wo wir im Juni schon gewesen sind. Bei dem Nebel macht eine Flussfahrt allerdings keinen Spass. Daher ankern wir in der ersten Bucht nahe der Mündung des Great Wicomico River. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang klar es auf.

Der Skipper meint: „Jetzt im Herbst sind die Sonnenuntergänge nicht mehr so spektakulär wie im Sommer“. Als hätte das da oben jemand gehört beginnt am Himmel ein Feuerwerk aus Farben.

Wir bleiben draussen bis es ganz dunkel ist. Da wir leider keinen Fisch gefangen haben, gibt es heute Abend Pasta.

Am nächsten Morgen haben wir nicht nur Sonne sondern endlich auch ein bisschen Wind. Seit unserem Aufbruch in Annapolis sind wir mangels Wind nur unter Motor gefahren. Heute können wir endlich wieder segeln. Bei 7 bis 8 Knoten Wind laufen wir nur 4-6 Knoten Geschwindigkeit. Für den Skipper ist das viel zu langweilig. Aber ich mag es gemütlich. Das Wasser der Chesapeake Bay glitzert in der Sonne. Ein Segeltag ganz nach meinem Geschmack😍.

Der Skipper probiert noch einmal sein Anglerglück.

Als wir uns Deltaville nähern findet dort gerade eine Regatta statt. Auch die Teilnehmer der Regatta kämpfen mit dem Schwachwind.

Wir ankern in der Fishing Bay in Deltaville, einem beliebten Treffpunkt für Liveaboards. Hier liegt die Schweizer Yacht San Giulio in der Marina, mit der wir vor ein paar Tagen per Email Kontakt hatten. Die Crew, Antje und Beat, überlegen ob sie sich auch den Salty Dawgs anschliessen sollen. Die beiden leihen uns netterweise ihre Fahrräder, so dass wir noch eine kleine Erkundungstour machen können. Da wir auch heute wieder kein Anglerglück hatten, suchen wir uns ein Restaurant zum Abendessen. Wir haben Glück. Gerade rechtzeitig vor dem einsetzenden Starkregen sind wir wieder zurück auf escape.

Am nächsten Morgen ist schlechtes Wetter. Es regnet und ist kalt. Aber wir haben auch Segelwind. Der Skipper gibt das Motto aus: „Besser bei schlechtem Wetter segeln als bei gutem Wetter motoren“. Also segeln wir nach Hampton, wo sich die Salty Dawgs zur Abfahrt in den Süden sammeln. Während der Skipper es sich unter Deck gemütlich macht, halte ich draussen Wache.

In der Bluewater Marina in Hampton füllen wir erst einmal unseren Tank, danach verholen wir uns an unseren Liegeplatz. Der Kreis schliesst sich. Vor fünf Monaten sind wir hier in Hampton in der Chesapeake Bay angekommen. Jetzt machen wir uns dort zur Abfahrt bereit.

Hier noch einmal unsere beiden Ankerplätze in Virginia: links der Great Wicomico River und rechts die Fishing Bay in Deltaville.

Relevante Links

SY Flora

SY San Giulio

Salty Dawg Sailing Association

Bluewater Marina Hampton, VA

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