„Savoir vivre“ in Antigua

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Endlich liegen wir in der Marina in Nelsons Dockyard in Antigua. Diejenigen, die den Skipper kennen oder unseren Blog schon etwas länger verfolgen, können sich denken was jetzt auf dem Programm steht: Putzen, Putzen und noch einmal putzen🙄.

Der Skipper ist nicht zu bremsen, kaum zu glauben, dass er eine Woche nicht richtig gegessen oder geschlafen hat.

Aber auch ich leiste meinen Teil. Während der Skipper draussen alles auf Vordermann bringt, bin ich für den Innenraum zuständig. Nach dem Frühstück werde ich unter Deck eingesperrt und erst wieder ‚rausgelassen nachdem mein Tagespensum erledigt ist😉.

Als die SY Flora ankommt, springen wir ins Beiboot, um sie zu begrüssen. Während Ralf den Anker klar macht steht Wiebke am Steuer. Sie ist meine persönliche Heldin dieser Passage. Während ich leidend auf der Bank lag, ist sie nicht nur aktiv gesegelt sondern hat auch noch aufwendige Mahlzeiten gekocht. Heute morgen habe ich gelesen, dass sie an Tag 7 der Passage Hähnchen mit Rosenkohl und Kartoffeln gekocht hat, wow 🤩.

Am nächsten Tag sind wir morgens um 6.30h mit den Jungs von North Sails verabredet. Als der Wecker klingelt, dreht sich Volker noch einmal um und meint: „Das hier ist Karibik, die kommen nicht pünktlich.“ Weit gefehlt, Andrew, der Eigentümer des North Sails Lofts ist Brite. Er steht mit seinem Team schon eine Viertelstunde vor dem verabredeten Zeitpunkt am Steg.

Schnell muss der Skipper das Sonnensegel abbauen. Das Grossegel hat einen kleinen Riss, darum muss es runter. Und weil wir schon einmal dabei sind gehen auch die beiden Vorsegel zur Inspektion ins North Sails Loft. Schliesslich wurden die Segel in der letzten Woche extrem beansprucht.

Aber wir lassen es uns auch gutgehen. Dafür ist Nelson’s Dockyard ein idealer Ort. Französisches Boot, französisches Brot: wir frühstücken jeden Morgen stilecht mit frischen Croissants 🥐 und Baguette 🥖. Entweder Eric, von der Brasserie D’Antigua bringt sie vorbei…

..oder wir fahren mit dem Beiboot in sein Lokal, das praktischerweise direkt gegenüber von unserem Liegeplatz ist.

Dadurch, dass Eric und Isabelle 7 Tage die Woche von morgens bis abends geöffnet haben wird escape’s Küche in diesen Tagen sehr geschont. Wir lassen uns verwöhnen.

Die Salty Dawgs haben ein tolles Veranstaltungsprogramm organisiert. Da wir direkt nach der Passage alle COVID-frei sind ist Geselligkeit jetzt erlaubt. An einem Abennd sind wir im North Sails Loft zu Gast.

An einem anderen Tag treffen wir uns bei Live-Music, Cocktails und leckerem Essen in Catherine’s Cafe am Strand. Nachdem wir im letzten halben Jahr COVID-bedingt extrem wenig soziale Kontakte hatten, ist es schön wieder unbeschwert mit anderen Seglern plaudern zu können.

Und wenn es mal keine Veranstaltung gibt, gehen wir beide eben alleine zum Sundowner🍹🍻. Ich finde das habe ich mir verdient😊.

Als an einem Nachmittag ein heftiger Squall durchzieht kommen einige der Boote ins Schlingern. Nicht alle Anker halten. Der Bug des Nachbarbootes (hier vorne im Bild) ist nur noch einige Zentimeter von escape’s Seite entfernt. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass die Ketch, die dahinter liegt, schon mit dem Heck komplett an den Steg gedrückt ist. Glücklicherweise kommen die meisten mit dem Schrecken davon. Auch escape nimmt keinen Schaden.

Es wird nicht langweilig in Nelson’s Dockyard. Langsam füllt sich die Marina mit Megayachten, deren Ankunft wir von unserem Liegeplatz aus perfekt beobachten können. (Hier die berühmte J-Class Hanuman).

Wir lernen einige der gefiederten Bewohner des Dockyard kennen.

Man kann sich vorstellen, dass der Skipper es nicht mag, wenn diese Gesellen es sich auf seinem Beiboot gemütlich machen.

Nachdem ich ich in den ersten Tagen noch sehr schlapp gefühlt habe, kann ich nun auch wieder sportliche Aktivitäten in Angriff nehmen. Rund um Englisch Harbour gibt es tolle Wanderwege. Mehr dazu in einem der nächsten Blogbeiträge.

Relevante Links

North Sails Antigua

Brasserie d’Antigua

Catherine’s Cafe Antigua

SY Hanuman

5 Kommentare

  1. Hi Annemarie und Volker, ja, das kann man wohl sagen, den Sundowner hast Du Dir verdient. Volker aber auch, echt tough, was er da durchgezogen hat. Besonders die Tauchaktion und der schnelle Aufbruch zum Ziel danach waren beeindruckend. Ging’s vielleicht doch ein wenig um eine Wettfahrt dabei?
    Den Post zur Überfahrt haben wir auch mit großem Interesse gelesen. Tut uns leid, dass es Dich erwischt hat, Annemarie. Aus dem FatJax-Video sind die Segelbedingungen ja ganz gut zu erkennen. Tough. 6 Tage mehr oder weniger gegenan, stimmt das? Und – wie habt Ihr das mit dem Ausguck gehen gemacht, wenn Du so seekrank warst? Hat Volker 6 Tage lang nicht geschlafen? Oder konntest Du nachts zumindest Wache gehen, und der Autopilot hat gesteuert? Wie auch immer, wir denken, ihr habt da einen superharten Törn hingelegt. Gut, dass ihr so ein großes und sicheres Schiff habt.
    Viel Spaß beim Relaxen in Antigua. Wir hoffen, dass wir es bald schaffen, nach Grenada und in’s Wasser zu kommen, aber es gibt einige Hürden. Man wird sehen. Wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen!

    Ganz liebe Grüße,

    Alfred und Petra

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Petra und Alfred, Ja das mit dem Wache gehen war so eine Sache. Manchmal wenn es ging habe ich Wache gemacht und Volker konnte ein paar Stunden schlafen. In anderen Nächten wo es bei mir gar nicht ging hat er immer nur halbstundenweise geschlafen und zwischendurch Ausguck gemacht. Es war auch tagelang kein anderes Schiff in der Nähe. Wir drücken Euch ganz fest die Daumen, das ihr bald wieder zu Milena Bonatti kommt und endlich wieder segeln könnt. Vielleicht klappt es ja mit einem Wiedersehen später in der Saison. Ganz liebe Grüße Annemarie und Volker

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