Inseltour auf Antigua

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escape liegt nach wie vor sicher vertäut in Nelsons’s Dockyard. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um uns Antigua näher anzuschauen. Ich gehe zu einer der lokalen Mietwagenfirmen in Falmouth. Als ich meinen Wunsch äussere, für den nächsten Tag ein Auto zu mieten, erklärt man mir, dass man für eine Mietdauer von einem Tag keine Reservierungen entgegennimmt. Aber ich könnte ja am nächsten Morgen kommen und wenn ich Glück hätte, bekäme ich dann ein Auto. Ich bin baff. Als ich nachfrage, was es damit auf sich hat, erklärt man mir, schliesslich könne ja noch jemand kommen, der das Auto für eine ganze Woche mietet. Darum können sie es mir jetzt noch nicht zusagen. Wenn ich mir allerdings den überfüllten Parkplatz der Mietwagenfirma ansehe, sieht es kaum so aus als würden bis morgen alle Autos vermietet werden. Dann rät man mir noch, ich könne es ja nebenan versuchen. So viel Geschäftssinn macht mich sprachlos. Aber hier denkt man eben gross, man macht lieber gar kein Geschäft als ein kleines.🤣.

Ich versuche es beim nächsten Verleiher. Dort habe ich mehr Glück. Ich reserviere einen Wrangler Jeep. Gemeinsam mit Wiebke und Ralf von der SY Flora machen wir uns am nächsten Morgen auf den Weg. Ich bin froh, dass die beiden mit dabei sind, so muss der Skipper sein Tempo ein bisschen anpassen und ich habe vielleicht Gelegenheit, das ein oder andere Sightseeing-Ziel mit mehr Muße zu geniessen.😉

Von Falmouth (A) fahren wir zunächst nach Westen. Der Fig Tree Drive (B) ist laut Reiseführer Antiguas landschaftlich schönste Strasse, darum fahren wir dort zuerst hin. Wir werden nicht enttäuscht. Durch üppige Vegetation fahren wir in die Carlisle Bay(C). Dort machen wir einen kleinen Stopp am Strand.

Als wir weiterfahren bietet sich auf der nächsten Anhöhe der Ausblick auf eine weitere schöne Bucht.

Unser nächstes Ziel ist der Mount Obama(D). Als Barack Obama in den USA Präsident geworden ist, hat Antigua kurzerhand seinen höchsten Berg (402m) nach ihm benannt. Das hört sich interessant an, diesen Berg -oder vielleicht besser Hügel- wollen wir uns näher anschauen. Der Weg nach oben ist abenteuerlich. Gut dass wir einen Geländewagen haben.

Als wir oben ankommen bin ich etwas enttäuscht. Was ich nicht wusste: dort oben ist eine Telekommunikationsstation. Der Gipfel ist nicht wirklich zugänglich. Es gibt keine Aussichtsplattform oder Ähnliches. Schade. Aber Volker schafft es trotzdem ein paar schöne Fotos zu schießen. Immerhin waren wir jetzt auf dem höchsten Berg Antiguas. 😄

Und von hier oben können die beiden Skipper natürlich wunderbar die umliegenden Ankerbuchten überblicken.

Wieder unten angekommen, fahren wir über Falmouth zu unserem nächsten Programmpunkt: der Esel-Pflegestation (E). (Dazu mehr im nächsten Blogbeitrag).

Danach geht es weiter zu Betty’s Hope(F), einer ehemaligen Plantage und Rum-Destillerie. Im Gegensatz zu dem, was wir auf anderen Karibikinseln gehen haben, stehen hier nur noch Ruinen.

Einzig die beiden Windmühlen sind noch erhalten.

Danach ist es Zeit für eine Pause. Wir fahren zu einer weiteren traumhaften Bucht, mit langem weißem Sandstrand und türkisfarbenem Wasser, der Long Bay(G). Hier gibt es ein italienisches Restaurant, in dem wir Mittagspause machen.

Long Bay, Foto SY Flora

Kurz hinter der Long Bay liegt ein weiterer Sightseeing-Punkt: die „Devil’s Bridge(Teufelsbrücke, H). Hier hat das Meer eine interessante Felsformation gestaltet. Man vergleiche, die beiden Fotos vom Skipper,. die kurz hintereinander gemacht wurden.

Als nächstes Ziel steht Parham(I) auf meiner Liste. Ich habe gelesen, dass Parham, gegründet 1632, die älteste Stadt Antiguas ist. Das hört sich interessant an. Ich gehe davon aus, dass es hier einige sehenswerte Überreste der Kolonialzeit gibt. Als wir dort hinkommen, finden wir aber nichts in dieser Art. Parham hat keinen wirklichen Ortskern, das einzige Überbleibsel aus der Kolonialzeit ist die Kirche. Diese ist allerdings geschlossen. Für jemanden, der aus Europa kommt, sieht sie auch nicht aus, wie das architektonische Meisterwerk, als das sie in einem meiner Reiseführer bezeichnet wurde.

Macht nichts, fahren wir also direkt weiter in Antiguas aktuelle Hauptstadt „St. John’s“. Für eine Sightseeing Tour hier fehlt uns allerdings die Zeit. Es wird schon dunkel. Lieber nutzen wir die Gelegenheit, dass wir einen fahrbaren Untersatz haben, um unsere Vorräte aufzufüllen. Wir fahren in den mit Abstand am besten sortierten Supermarkt der Insel, um uns mit frischem Obst und Gemüse einzudecken.

Als wir dort ankommen dudeln Weihnachtslieder. Am Eingang gibt es eine riesige Abteilung mit Weihnachtsdekoration. Ich würde hier gerne etwas mitnehmen um escape weihnachtlich zu dekorieren. Dem Skipper ist das ein Graus. Für solchen Kitsch hat er nichts übrig. Er verbietet mir jeglichen Einkauf und droht damit alles über Bord zu werfen🤣. Schnell scheucht er mich weiter zur Obst- und Gemüse-Abteilung.

Auch als ich zwei Flaschen Weißwein in den Einkaufswagen packe ist er nicht begeister. Allerdings gehen ihm hier die Argumente aus, da er bereits mehrere Kästen Bier und eine Flasche Gin in den Wagen gepackt hat. Schliesslich müssen wir vorbereitet sein für die nächsten Sundowner🍻🍹 🍷.

Danach fahren wir auf kürzestem Weg zurück nach Falmouth.

Fazit
Es ist immer wieder lohnenswert, sich eine Destination auch auf dem Landweg anzuschauen. Manchmal kommt das bei uns als Seglern etwas zu kurz. Ich nehme mir vor, mich in Zukunft öfter aufzuraffen und Sightseeing Touren an Land zu planen.

Relevante Links

SY Flora

Wikipedia über Mount Obama

Wikipedia über Parham

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