Perfektes Passatsegeln von Barbuda nach Jolly Harbour, Antigua

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5 Tage liegen wir jetzt vor dem weissen Traumstrand vor Barbuda. Wenn es nach mir ginge, müssten wir hier auch nicht so schnell wieder weg. Nachdem wir in Codrington ein bisschen frisches Obst und Gemüse bekommen haben, besteht auch keine Notwendigkeit diesen Ankerplatz im Paradies zu verlassen.

Unser Ankerplatz in der Low Bay vor der Lagune von Codrington

Aber der Skipper wird langsam unruhig. Er möchte segeln. Schliesslich ist escape ein Segelboot, kein Hausboot.

Schweren Herzens kehren wir dem Traumstrand den Rücken

Unser Ziel ist Jolly Harbour an der Westseite von Antigua.

Sobald wir weit genug vom Strand und den Riffen weg sind setzen wir die Segel. Die Bedingungen sind ideal, wir haben wahren Wind aus 90 Grad. Bei 15 Knoten Wind haben wir stets über 10 Knoten Geschwindigkeit, das ist Passatsegeln vom Feinsten.

Blauer Himmel, mit einigen weissen Schäfchenwölkchen, türkis-blaues Wasser und angenehme karibische Temperaturen, segeln kann so schön sein🤩😍🤩😍.

Der Skipper sagt zu mir: „Siehst Du wie schön wir segeln; ist genau das Gleiche wie während unserer Passage von den USA nach hier.“ 🤣🤣🤣 Klar, ganz bestimmt, das hat so viel gemeinsam wie eine Achterbahn mit einem Kinderkarussell.

Auch Antigua präsentiert sich viel freundlicher als bei unsere ersten Ansteuerung vor 5 Wochen. Die Sonne scheint, die grünen Hügel kontrastieren zum Blau des Wassers. Vor uns segelt „La Rive Nord“, die auch mit den Salty Dawgs aus der Chesapeake Bay gekommen ist.

La rive Nord segelt Richtung Jolly Harbour

Chuck, der Skipper von La Rive Nord, schickt mir später dieses Foto von escape unter Segeln.

Wir passieren die winzige Insel Sandy Island.

Dann holen wir rechtzeitig vor Jolly Harbour die Segel ein. Hier ist es sehr flach. Während ich ihm kontinuierlich die Tiefen ansage, taste der Skipper sich langsam vorwärts. Wir können nur weit draussen vor der Hafeneinfahrt ankern.

Unser Ankerplatz in Jolly Harbour

Mit dem Beiboot fahren wir in die Marina. Bis zum Dinghy-Dock sind es 1,5 Seemeilen. Für den Skipper ist das eine Geduldsprobe, denn es gibt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 5 Knoten. Mir zuliebe hält er sie ein. Als uns allerdings ein anderes Beiboot überholt, wird er sauer😠. „Warum muss ich so langsam fahren wenn die anderen hier ‚rumheizen“ ?

In Jolly Harbour wirkt alles ein wenig ausgestorben, so als hätte der „fröhliche Hafen“ seine besten Zeiten schon hinter sich. Aber das kann natürlich auch an Corona liegen. Zum ersten Mal seit 2 Wochen gehen wir in eine Bar und danach in ein Restaurant.

Am nächsten morgen frühstücken wir im „Petals Cafe“. Dies ist absolut empfehlenswert, alles wird frisch zubereitet. Allerdings muss man etwas Zeit mitbringen, aber davon haben wir ja genug.

Danach nutzen wir noch die Gelegenheit um einzukaufen. Jolly Harbour ist zum Proviantieren für Yachten besonders gut geeignet, denn der große Supermarkt ist direkt gegenüber dem Dinghy-Dock.

Als wir abends beim Sundowner sitzen werden wir uns wieder einmal bewusst wie gut es uns geht. In Deutschland ist Lockdown. Wir dagegen sitzen hier in der Karibik unter freiem Himmel und geniessen unser Blauwasser-Leben.

Danke, dass wir so leben dürfen☺️ 🙏

Relevante Links

Blog von La Rive Nord

Petals Cafe, Jolly Harbour Marina

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