Lieblingsreiseerinnerungen: Bhutan

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Der Reiseblog „wanderlustig“ hat zu einer Foto Challenge aufgerufen. Dabei geht es darum, Fotos von den schönsten Reiseerlebnissen zu veröffentlichen und zu erzählen, warum gerade diese Reise so besonders war. Da mache ich gerne mit.

Vielleicht bringt es auch etwas Abwechslung in den Blog, wenn ich einmal über etwas anderes schreibe als Segeln und Strände, zumal dies ja auch ein Reiseblog sein soll und kein reiner Segeblog. Schon vor unserer Zeit auf escape hat uns regelmässig das Fernweh gepackt. Damals wurde der Grundstein für unser heutiges Leben gelegt. Bei unseren Urlaubsreisen haben wir gemerkt, wie wichtig uns das gemeinsame Entdecken von neuen Zielen ist. Mit den Jahren wurde der Wunsch immer stärker, dies zum gemeinsamen Lebensmittelpunkt zu machen.

Wir haben viele schöne Reisen gemacht, aber wenn wir ein besonderes Reiseerlebnis benennen sollen, so wie es hier gefragt ist, dann war das definitiv unsere Reise nach Bhutan im Mai 2012. Zum einen war der Anlass dieser Reise ein ganz besondererer: wir hatten diese Reise zu unserem 10jährigen Zusammensein geplant. Zum anderen ist Bhutan, das kleine Land im Himalaya, völlig anders als alle anderen Länder dieser Welt.

Zur Erinnerung: Bhutan ist das Land, welches das Bruttonationalglück zum Staatsziel erhoben hat. Dabei ist das Königreich bemüht die traditionelle Lebensweise der Bewohner zu bewahren. Westliche Kleidung, Schnellrestaurants, Mobiltelefone oder WIFi gab es dort noch nicht, als wir das Land besucht haben. Bhutan ist tief verwurzelt im Buddhismus, der den interessierten Besucher mit offenen Armen empfängt.

Reisen auf eigene Faust ist in Bhutan nicht erlaubt. Wer Bhutan bereist ist immer mit einem vom Staat beauftragten Reiseführer unterwegs. Das mag am Anfang seltsam anmuten; es hat uns aber nicht gestört. Im Gegenteil, durch das teilweise festgelegte Programm setzen wir uns deutlich intensiver mit der Kultur und Religion auseinander als wir es alleine wahrscheinlich getan hätten.

Auf unserer Rundreise besuchen wir die beiden Städte Thimbu und Paro, einsame Dörfer, und religiöse Stätten aller Art. Ein besonderes Highlight sind die jahrhundertealten buddhistischen Klöster(Dzong genannt). Ihr Anblick ist schon von weitem spektakulär.

Dabei bekommen wir auch viele Einblicke ins aktive Klosterleben. Dies besteht nicht nur aus Beten und Arbeiten, wir stellen fest dass zumindest die jüngeren Mönche ein Faible für Fußball haben.

Die Landschaft in Bhutan ist einzigartig, immer wieder gibt es Ausblicke auf die schneebedeckten Berge des Himalaya.

An dem Tag als wir unser zehnjährige zusammensein feiern organisiert unser Reiseführer noch eine besondere Überraschung. Ein buddhistischer Mönch zelebriert eine speziell Segnung nur für uns beide.

Es stellt sich die Frage wie lange Bhutan noch seine traditionelle Lebensweise bewahren kann. Irgendwann möchte ich dort noch einmal hin, um zum sehen wie sich das Land verändert hat. Doch da Bhutan weit weg vom Meer liegt, steht das momentan nicht auf der Agenda😉.

Wie hat Euch dieser Artikel gefallen? Möchtet ihr mehr Beiträge dieser Art lesen oder eher nicht? Wir freuen uns auf Euer Feedback.

Relevante Links

Hier noch einmal der Link zum Foto- und Reiseblog von Wanderlustig

Die Webseite „Urlaubstracker“ mit einer sehr guten Zusammenfassung über Bhutan

Die deutsche Wikipedia über das Bruttonationalglück

10 Kommentare

  1. Sehr schöne Bilder und Erinnerungen. Bhutan, das Land mit dem Glücks-Innlandsprodukt 😉 stand fest auf meiner Liste der Länder, die ich gerne bereisen möchte. Leider habe ich das nicht mehr geschafft, doch vielleicht bekomme ich noch die Gelegenheit. Bhutan öffnet sich nur langsam und möchte keinen Massentourismus, soweit ich gelesen habe. Ich bin wirklich gespannt auf das Land.

    Liebe Grüße
    Kasia

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    1. Hallo Kasia, schön dass Dir der Beitrag gefällt. Ich wünsche Dir, dass es in naher Zukunft klappt mit der Reise nach Bhutan. Das Land ist wirklich einzigartig. Auch wenn man kein besonders spiritueller oder religiöser Mensch ist, zieht einen die besondere Atmosphäre dort in ihren Bann.

      Gefällt 1 Person

      1. Liebe Anne,
        auch ich bin nicht besonders spirituell angehaucht, aber an manche Dinge glaube ich, bzw. sie berühren mich. Wenn ich in einem Tempel gesegnet werde, dann mache ich die Bänder wochenlang nicht ab vom Handgelenk. Ich glaube an die Absicht der Menschen dahinter. Und eine von Grund auf zufriedene Gesellschaft hat sicher viel mit der inneren Haltung zu tun. Da kann Bhutan wirklich inspirieren.

        Liebe Grüße
        Kasia

        Gefällt 1 Person

  2. Wunderschön und beeindruckend. Und es erinnert daran, was diese Welt alles für verschiedene Ansätze und Perspektiven bereithält. Bruttonationalglück ist ein herausragendes Beispiel dafür.
    Und ja, das Leben besteht nicht NUR aus Segeln 😊

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