Great Bird Island: Kleine Insel mit großem Entdeckerpotential

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Nachdem wir das neue Jahr auf Great Bird Island begonnen haben, möchten wir noch eine Weile dort bleiben. Auch wenn sie „Great“ in ihrem Namen hat, ist die unbewohnte Insel mit 20 Hektar eher klein. Aber es gibt viel zu entdecken. Sogar dem Skipper wird es nicht langweilig😉.

Mit dem Kajak fahren wir von unserem Ankerplatz zur Insel. Jedes Mal wenn wir an den Eingang der Bucht kommen bewundere ich den schönen Kakteengarten, den Mutter Natur hier angelegt hat.

Die Strände
In der bestens geschützen Bucht liegt der South Beach. Dort ziehen wir den Kajak auf den Strand und gehen auf Tour.

South Beach, Great Bird Island, Antigua

Der South Beach ist wirklich ein malerisches Fleckchen Erde, besonders wenn man ihn ganz für sich alleine hat…

South Beach, Great bird Island, Antigua

…oder sich mit Freunden (hier Wiebke und Ralf von der SY Flora) trifft…

Wiebke, Volker und Ralf

…um den Sonnenuntergang zu zelebrieren.

In nur 5 Minuten hat man die Insel einmal in der Mitte gequert und kommt zum wildromantischen North Beach.

North Beach, Great Bird Island

Auf der Höhe
Wenn man vom Anlandeplatz am South Beach ein kurzes Stück nach oben klettert, erreicht man den höchsten Punkt der Insel. Der Rundumblick ist wunderschön. Man sieht über die ganze Insel und die umliegende Bucht. Wie gemalt liegen die vielen kleinen Inseln im türkisblauen Wasser.

Um diesen Ausblick aus verschiedenen Perspektiven zu geniessen, wandern wir auf der Höhe entlang.

An der Vegetation kann man die vorherrschende Windrichtung erkennen.

Hier schaut man von oben auf den South Beach…

… und ein Stückchen weiter auf den North Beach.

Je tiefer die Sonne steht um so schöner wird der Ausblick. Ich kann mich immer nur schwer losreißen wenn wir hier oben sind. Jedes Mal wenn wir mit unserem Kayak unten anlanden, nötige ich den Skipper noch einmal kurz hinaufzusteigen.

Im Dschungel
Auf der anderen Seite der Insel gibt es einen kleinen Pfad, der durch das Dickicht führt. Auch bei dieser kleinen Wanderung haben wir viel Spass. Die Dichte und Vielfalt der Pflanzen ist beeindruckend. Besonders angetan haben es mir die riesigen Kakteen.

Die Tierwelt
Als Naturschutzgebiet beherbergt Great Bird Island verschiedenste lokale Tierarten. Die hier lebende Schlangenart bekommen wir leider nicht zu Gesicht. Aber dafür sehen wir viele Vögel und wieder die weißen Schmetterlinge, die wir in Antigua schon so oft bewundern konnten. Manchmal verirren sie sich sogar bis zu unserem Boot.

Hier sehe ich auch zum ersten Mal Tropikvögel, die durch ihre extrem verlängerten Schwanzfedern auffallen. Zugegebenermaßen habe ich von dieser Vogelart vorher noch nie etwas gehört, aber dank Ralf von der SY Flora weiß ich jetzt was da über unseren Köpfen fliegt.

Während wir am Strand unseren Sundwoner trinken beobachten wir diesen kleinen Kerl, wie er ein paar Liegestütze macht.

Inseln Rundum
Die vielen kleinen umliegenden Inseln, die wir von oben gesehen haben, sind ideal um sie mit dem Kajak zu erkunden.

Die Entdeckung der Langsamkeit
Eine ganze Woche bleiben wir an unserem Ankerplatz vor Great Bird Island. Was für ein Unterschied zum vergangenen Jahr! Zum vorigen Jahreswechsel haben wir 6 Inseln in 5 Tagen besucht. Bedingt durch die Pandemie und die damit verbundenen Reisebeschränkungen ist so etwas jetzt nicht mehr ansatzweise möglich. Aber ich muß zugeben mir gefällt es so besser. Früher hätten wir nie alle Facetten einer so kleinen Insel wie Great Bird Island gesehen. Nach einer, maximal zwei Nächten. wären wir weitergezogen. Bei mir bleibt dann immer das Gefühl dem besuchten Ort nicht gerecht zu werden, weil man ihm so wenig Aufmerksamkeit widmet. Naturgemäß sehen 50% der Crew das komplett anders, aber die sind ja gerade ausgebremst😉.

escape ankert vor Great Bird Island

Die Reise nach Great Bird Island können übrigens auch Nicht-Segler machen. Es gibt verschiedene kleine Ausflugsboote, die Touren von der Hauptinsel nach Great Bird Island anbieten.

Relevante Links

Die deutsche Wikipedia über Tropikvögel

8 Kommentare

  1. „Die Entdeckung der Langsamkeit“ – So habe ich unsere Reise mit dem Narrowboat durch England im Jahr 2011, ueber die ich gerade gebloggt habe [https://wp.me/p4uPk8-3gc], betitelt. Damals waren uebrigens Crew UND Skipper von der Langsamkeit begeistert. 😉
    Ganz fantastische Fotos von einer grossartigen Gegend. Ich kann mich nicht satt sehen.
    LG,
    Pit

    Gefällt 1 Person

  2. Das ist traumhaft. Da bist du wohl im Paradies gelandet… Es gibt von mir übrigens auch so ein Bild, wo ich in Namibia vor so einer Riesenkaktee stehe… 🙂 Die Dinger wackeln so, wenn man die antippt…
    Kann man da auch schnorcheln?

    Liebe Grüße
    Kasia

    Gefällt 1 Person

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