Kayak zwischen Superyachten

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Nachdem wir in der letzten Woche die Superyachten im historischen Nelson’s Dockyard bewundert haben, schauen wir jetzt, was hier in Falmouth so alles im Hafen liegt. Unser kleiner Kajak ist dabei das ideale Fortbewegungsmittel um durch den Hafen zu fahren und die Superyachten genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei ergeben sich interessante Perspektiven.

Der Kajak spiegelt sich im Rumpf einer Segelyacht

Hier liegt ein besonderes Schiff vor Anker: die Megayacht Skat. Die knapp 71m lange Yacht wurde in Deutschland in der Lürssen Werft gebaut. Mit ihren knapp 71m Länge, liegt sie auf Platz 190 der weltweit größten Motoryachten. Wenn man unter dem Bug durchfährt wirkt die Yacht besonders gewaltig🤩. Die Meinungen der escape Crew über dieses Boot gehen sehr stark auseinander. Während ich es ziemlich unpassend finde eine Privatyacht wie ein Kriegsschiff zu gestalten gefällt es dem Skipper gar nicht so schlecht. Was meint Ihr?

Auch „alte Bekannte“treffen wir wieder: Die 65m lange Motoryacht Anawa lag gemeinsam mit uns in der Hermitage Bay, jetzt liegt sie im Hafen von Falmouth, dieses Mal mit farblich passendem Helikopter an Bord.

Die Reihe der großen Motoryachten ist beeindruckend.

Abends wird das Ganze noch entsprechend illuminiert.

Gegenüber den riesigen Motoryachten wirken selbst große Segelyachten klein und zierlich. Hier sehen wir die 34m lange Segelyacht Nilaya vor der 110m langen Kaos.

Direkt dahinter liegt die 55m lange Adele, die Platz 51 in der Rangliste der weltweit größten Segelyachten belegt.

Der 93m lange Dreimaster Eos ist Nr. 3 der weltweit größten Segelyachten und damit mit Abstand das grösste Segelboot im Hafen. Bei unserer Kajak Tour ist er uns hauptsächlich durch seine Galionsfigur aufgefallen. Angeblich soll es ein Abbild der Frau des Eigners sein. Das müssen wir uns natürlich aus der Nähe anschauen.

Außerdem liegen hier noch Perseus 3 (60m, Patz 24 weltweit)…

und Drumbeat (53m, Platz 64 weltweit)…

Der absolute Favorit des Skippers ist aber „Ngoni“. Die 58m lange Segelyacht (Platz 31 weltweit) ist komplett schwarz und fällt durch ihr ultra-modernes Design auf. Der Eigner soll bei Auftragserteilung in der Werft gesagt haben: „Baut mir ein Biest“.

Bei so vielen Megayachten wirkt es direkt erfrischend wenn man auch einmal ein kleines Segelbötchen sieht.

Aber Falmouth ist nicht nur etwas für Megayachten. Der ortsansässige Antigua Yacht Club ist sehr aktiv in der Jugendarbeit. Die hier aufgereihten Jollen, werden jeden Tag bewegt.

Und wenn man den Blick ein wenig zur Seite schweifen lässt, sieht man auch wieder, dass man in der Karibik ist😉.

Relevante Links

Ranglisten der weltweit größten Yachten der Zeitschrift „Boote Exklusiv“

Mehr Infos über das Segeln in Antigua inklusive Ankerbuchten, Stränden und Dienstleisterverzeichnis gibt es auf der Website des Antigua & Barbuda Marine Guide

Die beiden Yachthäfen in Falmouth, die in diesem Beitrag zu sehen sind
Antigua Yacht Club Marina
Falmouth Marina

12 Kommentare

  1. Auch wenn ich es mir jetzt mit dem Skipper verscherze: ALLE die Motoryachten finde ich haesslich. Und auch die supermoderne „Ngoni“. Wie ein Segelboot aussehen sollte, zeigt das kleine Segelboot. Das sind noch Linien, fuer die ich mich begeistern kann.

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  2. einfach unglaublich was man da zu sehen bekommt ! Nach oben keine Grenzen
    Kann man als Besitzer sowas überhaupt steuern oder benötigt man da geschultes Personal ? Sorry wenn ich so blöd frage aber kann mir überhaupt keine Vorstellung machen !
    Gleichzeitig denke ich wie ungerecht die Welt doch ist ! Es gibt Menschen die lassen sich so eine Jacht bauen für unendlich viel Geld und auf der Welt verhungern Kinder ! Da werde ich schon manchmal emotional ! Luxus ja aber es muss doch Grenzen geben !
    Es muss doch keine Rangliste geben wo sich die Besitzer versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen so nach dem Beispiel bin ich in der Weltrangliste Platz 1 oder 5 oder 100 !
    Kreuzfahrtschiffe stehen in der Kritik wegen dem Umweltschutz und ein paar Personen bewegen solch ein Schiff ! Das steht in keinem Verhältnis !
    Die Bilder die du hier zeigst sind auf jeden Fall beeindruckend ob nun meine Meinung zu dem Ganzen zutrifft oder nicht !!! Danke fürs zeigen !!

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    1. Hallo Manni,

      danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich bin froh dass Du eine kritische Note ergänzt hast. Bei mir ist es manchmal so, dass mich der Anblick dieser riesigen Schiffe so beeindruckt, dass ich vergesse die Sinnfrage zu stellen. Ich stimme Dir zu, dass die Daseinsberechtigung solcher Schiffe fragwürdig ist und die Ökobilanz bei den meisten sicherlich verheerend. Aber der Trend zum Bau immer größerer Megayachten ist in den letzten Jahren ungebrochen. Wenn man dem Ganzen etwas Positives abgewinnen möchte, dann ist es die Tatsache, dass einige dieser Projekte in Deutschland gebaut werden und somit Arbeitsplätze im Schiffsbau erhalten oder sogar geschaffen werden.

      Was Deine Frage zum Personal betrifft: Es ist so dass diese Yachten kleine Unternehmen sind. Beispielsweise hat die Anawa des lateinamerikanischen Unternehmers 26 Leute Crew. Da sind neben dem Kapitän und seinen Bootsleuten auch viele Hausangestellte dabei, die mit Putzen und Kochen beschäftigt sind. Die 110m lange Kaos hat sogar eine Crewstärke von 40 Personen. Da sind dann sehr wahrscheinlich auch der Hubschrauberpilot, eigene Mechaniker bzw. Ingenieure und der Fitnesstrainer dabei. Wobei ich mir vorstellen kann, dass es für junge Leute gar kein schlechter Job ist eine Zeit lang auf so einem Schiff zu arbeiten. Man sieht die schönsten Plätze der Welt und wenn der Eigner gerade nicht an Bord ist überarbeitet man sich auch nicht (zumindest sieht das hier so aus😉). Der Kapitän eines solchen Schiffes muss übrigens ähnliche Qualifikationen haben wie der Kapitän eines Kreuzfahrtschiffes und bezieht auch ei entsprechendes Gehalt. Der Eigner steht dann höchstens daneben…

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      1. so jetzt muss ich mich bedanken für die ausführliche Erklärung. Klar man kann über sowas diskutieren ob es sein muss oder auch nicht für einen einzelnen Menschen oder deren Familie. Ich frage mich immer wie ich handeln würde wenn ich soviel kohle hätte ? Es ist immer leicht zu reden und zu kritisieren wenn man eh nicht in die Sitiuation kommt. Ich weiß es wirklich nicht !
        Klar hängen da Arbeitsplätze dran vom planen, konstruieren, bedienen ect. Die eine legen großen Wert auf ein Schiff, die anderen auf das Auto oder Flugzeug. Die meisten Besitzer solcher Schiffe wahrscheinlich auf alle drei !!!!
        was mich stören würde bei solch einer Jacht, dass ich sie nicht selbst bedienen kann. Das gleiche wie in einem Flugzeug, auch da brauch ich den Piloten. Das heisst ich bin immer von anderen abhängig. Einen tollen Sportwagen ect. den kann ich immer noch selbst fahren !!!!!!
        Also danke und tolle Fotos !

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        1. Da gebe ich Dir vollkommen Recht, lieber Manni. Ich wollte nie ein Segelboot, das eine Crew erfordert, sondern ich habe immer nur eines gechartert, das ich it ein paar Freunden selber segeln konnte.

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