Wandern in der Halfmoon Bay

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escape steht seit einer Woche an Land. Es ist Sonntag, der einzige Tag an dem Volker nicht zur Arbeit in die Werft fährt. Also nutzen wir die Gelegenheit für einen kleinen Ausflug. Die Halfmoon Bay liegt nur 15 Autominuten von unserem Hotel entfernt. Mit dem Boot kommt man wegen der vorgelagerten Riffe nicht hinein, da trifft es sich gut, dass wir diese Bucht jetzt während unseres Landaufenthaltes erkunden können. 

An der Westseite der Bucht gibt es einen kleinen Weg, der auf die Landzunge führt. Überall sind kleine Aussichtsplattformen aus Holz aufgestellt, um den Ausblick auf die wunderschöne Bucht zu geniessen.

Wir gehen weiter nach oben, einen kleinen Pfad entlang.

Das Gestrüpp wird immer dichter. Man erkennt keinen markierten Weg mehr.

Es wird steiler. Gefühlt sind überall Dornen😬. Was als harmloser Sonntagsspaziergang begann, wird zur stacheligen Kletterapartie. Der Skipper schlägt sich durch das Unterholz, ich stapfe schimpfend hinterher. Falls Euch das bekannt vorkommt: ja es ist meistens so, dass wir beim Wandern zwischenzeitlich den Weg nicht mehr finden. Von daher ist es schon gut, dass wir nicht in abgelegenen Gebieten wandern und immer nur kurze Strecken machen.

Die Mühe lohnt sich. Als wir auf eine kleine Lichtung am Abgrund kommen haben wir einen spektakulären Ausblick über die Bucht.

Während ich Fotos mache wird Volker ganz nervös. „Geh einen Schritt zurück, das ist viel zu gefährlich“ ruft er. Er meint ich stehe zu nah am Abgrund . Als ich stehenbleibe reißt er mich vom Abgrund weg. Jetzt weiss er, wie ich mich fühle wenn er bei starkem Seegang auf dem Verdeck herumturnt. Das empfinde ich als deutlich gefährlicher als hier ein paar Fotos zu machen.  

Wir wandern weiter, wieder verliert sich der Weg, wieder geht’s durch stacheliges Gestrüpp. An der Spitze der Landzunge bietet sich noch einmal ein grandioser Ausblick.

Ein Stück weiter sehen wir eine Felsbrücke. Da will ich hin. „Kommt nicht in Frage“ sagt der Skipper. „Stell Dir vor Du stürzt ab“.

Doch so leicht lasse ich mich nicht davon abbringen. Ich bin den ganzen Weg bis hier oben geklettert, jetzt möchte ich mir dieses einmalige Fotomotiv nicht entgehen lassen. Unsere Ozeanpassage auf dem Weg hier nach Antigua war aus meiner Sicht deutlich gefährlicher als ein kleiner Spaziergang auf diesem Felspfad. Die Wahrnehmung von Risiken ist eben sehr subjektiv. Der Skipper gibt sich geschlagen. Ich bekomme mein Erinnerungsfoto.

Auf einmal hören wir Stimmen. Wir sehen eine Gruppe Wanderer, die offenbar von der entgegengesetzten Seite hinauf gekommen ist. Ok, diesen Weg nehmen wir für den Rückweg. Es kann nur besser werden.

Wir klettern den Weg hinunter, er ist tatsächlich deutlich angenehmer zu gehen. Schnell sind wir wieder unten am türkisfarbenem Wasser der Halfmoon Bay.

Am Stand werden Sonnenliegen vermietet, dahinter ist ein kleines Restaurant. Es ist also alles da. was man für einen entspannten Strandtag braucht.

Wir trinken nur kurz etwas, dann gehen wir zurück ins Hotel. Das heisst witzigerweise genauso wie unser Boot.

Wir lassen den Sonntag entspannt ausklingen. Volker hat morgen wieder einen anstrengenden Arbeitstag vor sich.

Relevante Links

Travel US News über Halfmoon Bay, Antigua

6 Kommentare

  1. Aus einem Spaziergang wurde eine Überlebens-Challenge 🙂 Wenn ich deine Bilder sehe, hat es sich gelohnt. Besonders die Aufnahme auf der Brücke. Sehr cool…

    Liebe Grüße
    Kasia

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