Schwesterntreffen – Zwei CNB66 in Jolly Harbour

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Von der Werft aus nehmen wir Kurs auf Jolly Harbour. Als wir zum ersten Mal in Jolly Harbour waren, haben wir weit draußen geankert, denn hier ist es sehr flach. Doch unser Schwesterschiff „Gigi of Lymington“ liegt drinnen im Hafen. Von daher wissen wir, dass die Tiefe passen sollte.

Ich funke den Hafen an, um das Boot entsprechend vorzubereiten. Ich bekomme die Information, dass, wenn wir mit dem Heck nach hinten anlegen, unser Dock backbord(links) sei. Das heisst ich bereite die Leinen und Fender an dieser Seite vor. Auf die Nachfrage wo unser Liegeplatz genau ist, bekomme ich die Anweisung auf das gelbe Haus zuzuhalten. Das Problem ist, hier in der Karibik gibt es viele gelbe Häuser. Ich verstehe überhaupt nicht wo wir hin sollen🙄. Glücklicherweise behält der Skipper den Überblick. Er hat sich vorher angeschaut wo Gigi liegt und steuert escape nun dorthin. Der Blick auf den Tiefenmesser sagt uns, dass wir nur noch wenig Wasser unter dem Kiel haben. Wird es passen? Ja, denn schliesslich ist Gigi vor einigen Tagen hier hinein gefahren.

Kurz bevor wir am Harbour Dock ankommen fällt dem Hafenmitarbeiter ein, dass er sich vertan hat und wir nicht auf der Backbord- sondern auf der Steuerbordseite anlegen. Das bedeutet ich muss in letzter Minute alle Leinen und Fender auf die andere Seite bewegen. Das ist nichts für meine schwachen Nerven. Schimpfend mache ich mich ans Werk. Zu allem Übel verheddert sich eine der langen Festmacherleinen in den Schoten der Segel, während ich sie auf die andere Seite bugsiere. Der Skipper hält das Boot auf Position. Glücklicherweise ist sehr wenig Wind. Schliesslich habe ich es geschafft, das Anlegen an sich geht dann problemlos😅.

Da liegen sie nun: escape und Ihre Schwester Gigi, die ein Jahr älter ist. Gigi ist Baunummer 7; escape ist Baunummer 11. Heute ist der Skipper froh, dass ich ihm damals als es um die Bootsausstattung ging zum Carbonmast geraten habe. Ich wusste, dass er sich gar nicht wohl gefühlt hätte, wenn eine andere CNB66 mit einem längeren Mast neben ihm gelegen hätte😉. So ist es umgekehrt. Der Aluminiummast von Gigi ist etwas kürzer als der von escape.

Die Crew der Gigi kommt zum Sundowner. In den nächsten Tagen haben wir Zeit uns intensiv auszutauschen. Insbesondere die beiden Skipper fachsimpeln viel. Außerdem nutzen wir den Hafenaufenthalt auch wieder zum Großreinemachen. Sämtlicher Dreck der Werft muss entfernt werden. Da ist der Skipper sehr genau. Zuerst reinigt er den Motorraum, wobei er wieder einmal tief in die Eingeweide von escape eintaucht. Solange er diese Arbeiten regelmässig macht, ist gewährleistet dass er nicht viel Gewicht zunimmt, denn sonst würde er dort nicht mehr hineinpassen.

Danach bin ich an der Reihe und muss das komplette Boot innen reinigen. Insbesondere der Fussboden muss mehrfach gewischt werden um sämtliche Ölflecken und Ähnliches zu entfernen. Ansonsten geht es hier recht beschaulich zu. Die Restaurants haben nach wie vor geschlossen, bzw. nur zur Essensabholung geöffnet. Mit dem Dinghy machen wir eine kleine Hafenrundfahrt.

Draußen liegt die Emily Morgan mit Anna und Bones Black vor Anker, die wir erst kürzlich in Falmouth getroffen haben. Auch Markus Bocks ist momentan dort an Bord. Er lackiert hier in Jolly Harbour seine Swan „Montana“ neu. Während sie an Land steht darf er nicht an Bord wohnen. Wir sehen ihn in der Hitze schuften, doch es hat sich gelohnt. Als die Farbe aufgetragen ist erstrahlt Montana in neuem Glanz.

Ein Highlight für mich sind die Pelikane, die oft direkt vor escape sitzen; mal einer alleine, mal im Grüppchen.

Hier in Jolly Harbour treffen wir eine wichtige Entscheidung. Wir legen den Zeitpunkt für die Weiterfahrt fest. In einer Woche soll es Richtung Puerto Rico gehen. Wir melden uns für den obligatorischen COVID Test an, den man braucht um in Puerto Rico einzureisen. Seit langer Zeit haben wir wieder einen konkreten Reiseplan.

Relevante Links

Jolly Harbour Marina

Yacht Emily Morgan von Anna und Bones Black

Swan Montana von Markus Bocks

5 Kommentare

  1. ja das anlegen , ich nenne es mal einparken muss gelernt sein. Mit dem Auto geht das wohl wesentlich einfacher ! Nein klar es bedarf einfach an „Können“ keine Frage. Ja Corona begleitet uns um die Welt und ich denke da kann man hinschippern wo man möchte ! Es umspannt den ganzen Globus !

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