Passage von Antigua🇩🇬 nach Puerto RicođŸ‡”đŸ‡·

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Um 5.00h klingelt der Wecker. Heute ist es soweit: Wir segeln von Antigua nach Puerto Rico. Doch so frĂŒh am Morgen ist noch kein Wind, der Skipper dreht sich noch einmal um; ich bearbeite noch einige Emails. Dann gibt es ein ausgiebiges FrĂŒhstĂŒck. Um 8.00h gehen wir Anker auf. Langsam fahren wir aus der Bucht von Falmouth hinaus.

Vier Monate waren wir jetzt in Antigua und Barbuda. Das ist ganz schön lange; vor allem wenn man bedenkt, dass wir ursprĂŒnglich in dieser Saison gar nicht hierher kommen wollten. Wir haben uns hier sehr wohl gefĂŒhlt. Die beiden Inseln haben so viele schöne Ankerbuchten, dass selbst dem Skipper nicht langweilig geworden ist. Danke🙏 Antigua und Barbuda fĂŒr diese tolle Zeit.

Vor der Carlisle Bay setzen wir die Segel. Wir sehen dunkle Wolken ĂŒber der Insel, aber wir haben GlĂŒck, sie erreichen uns nicht mehr.

Auf unserer Backbordseite sehen wir die Insel Montserrat.

Ich sitze am Steuerstand; das ist der Platz auf dem ich nicht seekrank werde. Als ich allerdings spÀter kurz unter Deck gehe merke ich, wie mir sofort unwohl wird. OK, das heisst ich werde wohl diese Passsage Komplett draussen verbringen. Gut dass wir in der Karibik segeln und nicht irgendwo, wo es kÀlter ist.

Wir passieren St. Kitts und Nevis.

Auf der anderen Seite sieht man Saint Barth und Saint Martin. Wie gerne hĂ€tten wir noch einige von diesen Inseln besucht. Doch in Zeiten von COVID ist das schwierig. Einige Inseln sind noch komplett gesperrt, wie Montserrat, andere haben komplizierte COVID-Auflagen. Wieder andere Inseln haben so hohe COVID Zahlen, dass ein Besuch nicht ratsam ist, auch wenn wir sie gerne sehen wĂŒrden. Von daher ist Inselhopping, so wie es bis FrĂŒhjahr letzten Jahres möglich war, im Moment etwas umstĂ€ndlicher.

Bei Sonnenuntergang taucht backbord wieder eine Insel auf. „Das ist Lummerland“ meint der Skipper. Die Silhouette erinnert an die kleine Insel aus „Jim Knopf und Lukas der LokomotivfĂŒhrer. TatsĂ€chlich ist es die Insel „Saba“. Der Anblick von Saba im Abendlicht ist fĂŒr mich das Highlight des Törns.

Danach gibt es Nudeln, anschliessend lege ich mich schlafen (draussen auf der Bank versteht sich). Den grössten Teil der Nachtwache macht der Skipper. Gegen Morgen legt er sich dann einmal hin und ich ĂŒbernehme die Wache. Nachdem er gerade eine Stunde geschlafen hat, sehe ich auf dem Radar ein grosses Signal, was rasch nĂ€her kommt. Da wecke ich ihn lieber. Das ist auch besser so, denn es ist ein Squall(Regensturm). Wir reffen das Grossegel um kein Risiko einzugehen, falls der Wind zu stark auffrischt. Nachdem der Squall vorbei ist legt der Skipper sich noch einmal hin.

Unser heutiges Ziel ist Culebra, eine kleine Insel an der Ostseite von Puerto Rico. Als wir am frĂŒhen Morgen an den US Virgin Islands vorbeikommen haben wir Handy-Empfang. Ich gehe meine Nachrichten durch und sehe eine Warnmeldung fĂŒr die KĂŒste von Puerto Rico und Culebra😼 . Von „gefĂ€hrlichen Bedingungen“ und bis zu 5m hohen Wellen ist dort die Rede. Kein Wunder, dass mir schon wieder flau im Magen ist. Escape schaukelt in den Wellen. Also lege ich mich noch eine Weile auf meine Bank um das Ganze abzuwettern.

Wirklich gefĂ€hrlich ist es allerdings nicht, das gilt wohl nur fĂŒr kleine Boote, mit denen man mal eben zum Fischen oder Baden rausfĂ€hrt. Der Skipper navigiert konzentriert. Um die Passage durch die vorgelagerten Riffe entspannter anzugehen, haben wir die Segel schon weggerollt.

Dann sehen wir auch schon Culebra voraus. Die Einfahrt in die Bucht von Ensenada Honda ist gut betont.

Einige Yachten liegen hinter dem Riff, diesen Ankerplatz kennen wir aus dem Blog der SY Flora.

Wir aber fahren hinein in die große Bucht, um direkt vor dem einzigen Ort der Insel zu ankern.Nach 25 Stunden und 236 Seemeilen ist es geschafft. Wir sind in Puerto Rico angekommen. Der Skipper hat eine gute Passage gesegelt, escape ist bestens gelaufen. Ich bin erleichtert 😅 😌.

Jetzt mĂŒssen wir nur noch einklarieren. Dank den Blogs der SY Flora und der SY Invia sind wir bestens vorbereitet. Außerdem hatte mir die Crew der San Giulio noch einmal alle Formulare per Mail geschickt, so dass ich nur noch die Bootsdaten Ă€ndern und alles ausdrucken musste. Wir fahren mit dem Beiboot an Land und laufen quer durch den Ort zum Flughafen. Es dauert eine Weile, da der diensthabende Beamte gerade Mittagspause hat und dann doch noch ein paar Formulare mehr ausgefĂŒllt werden mĂŒssen. Aber letztlich klappt alles problemlos. Jetzt sind wir offiziell in Puerto Rico eingereist. Mal sehen was uns hier erwartet.

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