Strassenkunst in Santurce, San Juan, Puerto Rico

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An unserem letzten Tag in San Juan möchten wir uns noch einige Stadtviertel außerhalb de Altstadt anschauen. Zuerst fahren wir nach Condado, dem Hotelviertel am Strand, was sich an die Altstadt anschliesst. In allen Reiseführern ist es als sehenswert beschrieben. Doch wir können dem Viertel nichts abgewinnen. Es besteht nur aus Fast Food Restaurants und Hotel-Hochhäusern, die so aussehen als hätten sie Ihre beste Zeit hinter sich. Der Strand ist sehr schmal und an den meisten Stellen wegen der Hotels nicht zugänglich. Es gibt keine Strandpromenade oder Ähnliches. Die Jugendstilvillen aus den Anfängen des Tourismus, die es hier geben soll, sehen wir nicht. Das ganze ist so wenig interessant, dass selbst ich, die sonst wirklich alles fotografiert, kein einziges Foto mache.

Aber San Juan hat noch mehr zu bieten. Unser nächstes Ziel ist Santurce, das aufstrebende Viertel für Kunst, Kultur, Gastronomie und Nachtleben. Im Moment ist uns erst einmal die Gastronomie wichtig. Heute morgen haben wir spontan beschlossen statt eines Frühstücks noch eimal die tolle Eisdiele in der Altstadt aufzusuchen. Jetzt haben wir Hunger. Der Skipper entdeckt in der Nähe des Kunstmuseums ein offenes Restaurant. Es entpuppt sich als wahrer Glücksgriff, denn es ist ein authentisches französisches Bistro. Wir sind begeistert. Dazu muss man wissen, dass die Puerto Ricanische Küche größtenteils darin besteht, dass man einfach alles in die Fritteuse wirft. Das ist nicht nur ungesund, sondern auf die Dauer auch sehr eintönig. Um so mehr geniessen wir die feine französische Küche im Bistro de Paris.

Frisch gestärkt geht es danach zum schräg gegenüber liegenden Kunstmuseum. Die Dame am Eingang ist verwundert, dass wir uns nur den Skulpturengarten ansehen möchten, nicht die ganze Ausstellung. Aber das Viertel hat noch so viel mehr zu bieten und heute Abend wollen wir zurück in unserer Marina sein.

Der Eintritt zum Skulpturengarten ist frei. Wir drehen eine kurze Runde, dann fahren wir mit dem Auto weiter zum nächsten Stopp.

Santurce ist bekannt für seine Strassenkunst. Da es sehr weitläufig ist, habe ich vorher im Internet geschaut, wo man diese finden kann. Wir werden nicht enttäuscht.

Bunte Häuser und grossflächige Strassenkunst wechseln sich ab.

Das Viertel erinnert uns an manchen Stellen an unsere heimisches Wohnviertel in Köln-Ehrenfeld. Hier gibt es auch viele Bars und Clubs, die natürlich am Sonntagnachmittag geschlossen haben. Abends ist hier sicher Einiges los. Aus Gründen der Vorsicht bzgl. COVID ist es uns aber so ganz recht.

Sogar die Werbung für eine Autowerkstatt ist als Wandbild gestaltet.

Zum Abschluss statten wir dem Museum für zeitgenössische Kunst noch einen Besuch ab. Es hat derzeit zwar so gut wie keine Exponate, doch das Gebäude an sich ist schon einen Besuch wert.

Anschließend geht es zurück in die Marina an die Ostseite der Insel. San Juan war wirklich eine tolle Stadt. Wir sind froh, dass wir uns die Zeit für die Besichtigung genommen haben. Morgen soll es dann zur Abwechslung noch einmal in den Regenwald gehen.

Relevante Links

Französisches Restaurant Bistro de Paris

10 Things to Do in Santurce, Puerto Rico, Hello Little Home

6 Kommentare

  1. Sehr eindrucksvolle Graffiti hast du da eingefangen. Ich liebe es, wenn sich die Kunstwerke über die ganze Wand erstrecken. Bestimmt konntet ihr die Kamera gar nicht aus der Hand legen 😉

    Die Küche besteht hauptsächlich aus Frittiertem? Ist nichts anderes zu bekommen, was man frisch kochen kann oder liegt es an den Vorlieben der Bewohner?

    Liebe Grüße
    Kasia

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo Kasia, was das Obst und Gemüse betrifft bekommt man es im Supermarkt schon. Da der Skipper aufgrund der Maus aber ein Einkaufsverbot verhängt hat(er wollte sie aushungern) haben wir nicht an Bord gekocht. Und in den Restaurants ist es tatsächlich so, dass man kaum Gemüse oder Salate auf der Karte findet. Einen lustige Anekdote noch: In der Vitrine des Hafenestaurants gibt es täglich wirklich frischen Fisch. Als wir den bestellt haben, sagte man uns sie würden den nur frittiert zubereiten, alles andere würde zu lange dauern. Und tatsächlich war dieser feine Fisch dann als er serviert wurde von einer dicken Panade überzogen(wie ein Wiener Schnitzel🤣🤣🤣🤣).

      Gefällt 1 Person

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