Sightseeing auf Great Inagua, Bahamas

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Nachdem wir uns den Leuchtturm angeschaut haben, fahren wir mit unserem Leihwagen weiter ins Innere der Insel. Great Inagua hat zwei Besonderheiten: Flamingos und Salz. Die Salzfabrik ist der Hauptarbeitgeber der Insel. Ein großer Teil der Insel ist daher mit aktiven oder ehemaligen Salinen bedeckt, was ein ganz besonderes Landschaftsbild ergibt.

Während wir zwischen den Salinen herfahren sehen wir sie: die Flamingos🦩. Sie sind zwar weit weg, aber es sind sehr viele. Auf der ganzen Insel sollen 60.000 Flamingos leben.

Auf einmal sehen wir ein bunt bemaltes Schild: „Lake Vari“. Unsere Neugier ist geweckt. Wir folgen dem Schild und entdecken eine zauberhafte Strandbar an einer Lagune. Einer der Stände trägt sogar unseren Namen😄. Leider ist jedoch alles verlassen. Gerne würden wir hier einen Drink nehmen, aber es steht nirgendwo ob und wann die Bar wieder aufmacht.

Wir fahren weiter und kommen wieder ans Meer. Nach wie vor faszinieren uns die vielen verschiedenen Farben des Wassers.

Dann ist es Zeit zurückzufahren. Im Hafen sind wir mit einem einheimischen Führer verabredet, der uns noch mehr von der Insel zeigen möchte. Mittels Google Maps suchen wir unseren Weg zurück durch die Salinen. Das Problem ist nur, dass die Wege, die wir auf Google Maps sehen, teilweise gesperrt sind. Auf einmal steht man vor einem Erdwall, den wir auch mit dem SUV nicht bezwingen können. Wir fahren einen riesigen Umweg und schaffen es gerade noch rechtzeitig. Das Mittagessen fällt daher aus.

Unser Reiseführer Collin fährt zuerst mit uns zur Salzfabrik. Auch er hat früher dort gearbeitet. An einem Salzfeld halten wir an.

Bei der Salzgewinnung hier in Inagua wartet man nicht bis die Salinen von selbst komplett ausgetrocknet sind. Der Salzgehalt des Wassers wird gemessen und wenn er hoch genug ist wird das restliche Wasser abgepumpt. Je nachdem, wo gerade Wasser gepumpt wurde, sieht es so aus wie auf einem der beiden unteren Bilder.

Wir fahren lange durch die Mangroven-Landschaft.

Jetzt sind wir im Norden der Insel im Inagua National Park.

Irgendwann sehen wir wieder eine grosse Lagune, wo viele Wasservögel unterwegs sind.

Und auch die Flamingos sind hier. Ein wunderschöner Anblick.

Dank der Ortskundigkeit unseres Führers kommen wir relativ nahe heran. Jetzt ist wieder der Moment wo ich mir ein grösseres Teleobjektiv wünsche.

Die Flamingos sind sehr scheu, wenn man Ihnen zu nahe kommt schreiten sie grazil in die entgegengesetzte Richtung.

Oder sie fliegen direkt ein Stück weiter in die hinterste Ecke der Lagune.

Zum Abschluss unserer Inseltour fahren wir noch zu einem kleinen Strand, wo wir auch mit escape ankern könnten, falls wir innerhalb von Great Inagua noch einmal den Liegeplatz wechseln wollen.

Als er uns am Hafen wieder aussteigen lässt, fragt unser Führer, was wir heute noch vorhaben. Ich erkläre ihm, dass wir gerne etwas essen würden. Ausserdem frage ich ihn nach dieser schönen Strandbar, die wir heute mittag gesehen haben, Lake Vari. Wie das so ist auf Great Inagua ruft er mal eben die Inhaberin von Lake Vari an und fragt, ob sie heute abend aufmacht. Wir haben Glück, sie ist gerade unterwegs dorthin. Collin bestellt für uns die lokale Spezialität: Conch Friitters (Muschelpuffer).

Als wir dort ankommen begrüßt uns die Inhaberin herzlich. Wir sind die ersten Gäste. Sie bereitet gerade unsere Conch Fritters vor. Es ist so wunderschön hier. Ein Sehnsuchtsort, von dem man als Reisender träumt: einsam und zugleich einladend, zufällig gefunden, ohne dass es schon überall beschrieben, fotografiert und getaggt wurde. Wir sitzen auf dem Deck und geniessen die letzte Abendsonne, während wir mit der Besitzerin plaudern. Ihr Vater ist Bauunternehmer. Sie. hat das Ganze hier selber gebaut und mit viel Liebe dekoriert. Auch in Europa ist sie schon gewesen. „Ich rate meinen Landsleuten so viel wie möglich zu reisen, damit sie wissen wie schön wir es hier haben“ erzählt sie uns. Ihre hausgemachten Conch Fritters (in Fett ausgebackene mit Muschelfleisch gefüllte Teigbällchen) sind so lecker, dass wir gleich eine zweite Portion bestellen. Hier möchte ich nicht mehr weg.

Aber als die Sonne über der Lagune untergeht machen wir uns auf den Rückweg. Schade, dass wir nicht noch einmal hierher kommen können. Lake Vari wird mir immer als ein besonderer Ort im Gedächtnis bleiben.

Fazit
Für viele Segler ist Great Inagua nur ein schneller Stopp zum Einklarieren. Aber es lohnt sich hier zu verweilen. Die Einwohner der Insel sind die freundlichsten Menschen, die ich je getroffen habe, und es gibt Einiges zu sehen.

Relevante Links

Blog der SY Vairea über die Inseltour auf Great Inagua

Bahamas Tourism über Great Inagua

Wikivoyage über Great Inagua

14 Kommentare

  1. Ihr habt das, was wir uns wünschen. Blauer Himmel und schönes Wetter. Hier regnet es und damit jede Lust auf eine Radtour vergeht, stürmt es obendrein noch. Hört sich nicht so ganz „prickelnd“ an.
    Homor ist, wenn man trotzdem lacht.

    Gefällt 1 Person

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