escape beim Raketenstart in Port Canaveral

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Wir liegen im Inlet von Fort Pierce vor Anker. Nachts um 2:00h schrillt plötzlich der Ankeralarm. Wenn wir vor Anker liegen stellt der Skipper mittels Smartphone-App nachts immer einen Ankeralarm ein, der losgeht sobald das Boot den markierten Kreis verlässt. Mit dem Anker ist alles in Ordnung. Aber der Skipper meint, dass wir auch gleich losfahren können, wenn wir schon einmal wach sind. Im Internet haben wir gesehen, dass heute in Cape Canaveral eine Space X Rakete startet. Wenn wir jetzt losfahren könnten wir noch pünktlich zum Start dort sein. Ehrlich gesagt bin ich der Meinung, dass die Rakete auch gut ohne mich starten kann. Ich würde lieber wieder ins Bett gehen. Aber was tut man nicht alles um seinen Mann glücklich zu machen😉. Also ‚raus aus der Koje, warme Sachen anziehen und los geht’s. Die Ausfahrt aus dem Inlet ist sehr wellig, ähnlich wie in den Cuts der Bahamas. Sobald wir auf dem offenen Atlantik sind setzen wir Kurs Richtung Norden. Der Skipper geht Wache, ich schlafe noch eine Runde.

Gegen 11:00h kommen wir in der Marina in Port Canaveral an. Das Anlegemanöver klappt problemlos. Sobald escape gut festgemacht ist schaut der Skipper auf Google Maps, wie er möglichst nahe an den Startplatz der Rakete kommt. Mit dem Dinghy macht er sich auf den Weg. Ich dagegen bleibe lieber auf escape im Hafen. Schliesslich wirbt die Marina damit, dass man vom Liegeplatz aus die Raketenstarts sehen kann. Hier habe ich es deutlich bequemer.

Der Skipper ist schnell wieder da. Der Schleusenwärter hat ihn nicht durchfahren lassen, weil er keine Schwimmweste dabei hatte. In Amerika wird die Schwimmwestenpflicht vor allem auf Kleinstbooten sehr ernst genommen. Schnell schnappt er sich eine Schwimmweste und ist wieder weg. Diesmal darf er in die Schleuse einfahren.

Er fährt über 10 Seeeilen(18,5 km) in den Fluss hinein bis ihn die Polizei stoppt. Weiter geht es nciht. Er muss sich bei den anderen Zuschauerbooten einreihen.

Zuschauerboote-warten-auf-den-Raketenstart

Von dort hat er tatsächlich einen sehr guten Blick auf den Start der Rakete. Auch ich kann den Start von der Marina aus sehen und vor allem hören. Unvorstellbar wie laut so eine Rakete ist.

Den Rest des Tages lassen wir es ruhig angehen. Abends gehen wir zu einem Restaurant mit Live Musik am Wasser und geniessen den Sonnenuntergang.

Am nächsten Tag besuchen wir das Kennedy Space Center. Von der SY Infinity, die einige Wochen vor uns hier war, haben wir schon gehört, dass sich ein Besuch lohnt.

Eingang des Kennedy Space Center in Port Canaveral

In der Tat gibt es Einiges zu sehen. Besonders beeindruckend finde ich den Raketengarten und die Ausstellung über die Space Shuttle Missionen. Unter anderem kann man hier die Live-Simulation eines Space-Shuttle Starts erleben. Die fand ich allerdings harmlos, eine Dinghy-Fahrt mit dem Skipper ist schlimmer. 🤣🤣🤣

Mission Control Raum

Wir bleiben bis das Space Center schliesst, leider schaffen wir es nicht alles zu sehen.

Fazit
Port Canaveral war ursprünglich keines der von uns favorisierten Ziele. Wir hatten uns gar nicht damit beschäftigt. Erst durch andere Segler sind wir auf die Idee gekommen dort einen Stopp zu machen und zu schauen, ob vielleicht sogar eine Rakete startet, während wir in der Gegend sind. Aber es hat sich wirklich gelohnt und war wieder einmal etwas ganz anderes, was man sonst bei einem Segeltörn nicht erlebt.

Praxistipp
Einen Besuch des Kennedy Space Center sollte man unbedingt vorher mittels Recherche auf der zugehörigen Internet-Seite planen. Wir konnten die Apollo Ausstellung nicht besichtigten, weil wir die zugehörigen Busticktes nicht rechtzeitig reserviert hatten. Auch ist es empfehlenswert genügend Zeit für einen Besuch einzuplanen. Wir waren erst mittags dort und konnten deswegen nicht alles anschauen.

Relevante Links

Ocean Club Marina Port Canaveral

Blogbeitrag der SY Infinty über Port Canaveral

Webseite des Kennedy Space Center

14 Kommentare

  1. IHR HABT EINE RAKETE BEIM START GESEHEN? Boah, ich bin sowas von begeistert! Ich glaube, ich wäre sogar nachts um zwei mit dem Skipper auf sein Kleinstboot gestiegen, um den besten Platz zu finden. Das ist etwas wirklich einmaliges, nicht immer hat man das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Insofern hattet ihr ein tolles Erlebnis, schön… 🙂

    Liebe Grüße
    Kasia

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  2. Herzlichen Dank für das Teilhaben lassen an Euren Erlebnissen. Da wir uns auch nächstes Jahr auf den Weg machen wollen sind Eure Berichte und Tipps sehr hilfreich. Euch weiterhin viel Freude und tolle Erlebnisse.
    Sybille&Mathias (momentan auf Samos)

    Gefällt 1 Person

    1. Vielen Dank für das Feedback, falls Euch etwas bestimmtes interessiert lasst es uns wissen. Falls Ihr auch einen Blog habt könnt Ihr ihn gerne in den Kommentaren verlinken. Beste Grüße nach Griechenland Annemarie

      Gefällt mir

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