Flussfahrt nach Jacksonville, FL

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Von Port Canaveral geht es weiter nach Jacksonville, ganz im Norden Floridas. 170 Seemeilen haben wir vor uns. Das bedeutet Nachtfahrt. Das Ablegen in der Marina klappt mittlerweile auch ohne Hilfe gut (zumindest bei Schwachwind). Der Skipper hält das Boot mit dem Bugstrahlruder auf Position, während ich die beiden letzten Leinen löse. Wir fahren am Industriehafen und am Kreuzfahrtterminal vorbei. Doch obwohl man hier wirklich keine unberührte Natur sieht, können wir viele Tiere beobachten. Ich habe noch nie so viele Pelikane auf einem Fleck gesehen, wie hier vor dem Kreuzfahrtterminal. Auch Delfine🐬 sehen wir mehrfach. Leider gibt es kein Foto davon. Während der Skipper Leinen und Fender verstaut bin ich damit beschäftigt escape durch den vielbefahrenen Kanal zu steuern.

Draußen auf dem offenen Meer setzen wir Segel. Zunächst segeln wir so hart am Wind wie möglich, um Cape Canaveral zu passieren. Danach können wir abfallen und haben deutlich weniger Lage. 50% der Crew empfinden das als angenehm, die anderen 50% finden es langweilig😉.

Gemütlich segeln wir Richtung Norden. Die Nacht verläuft erfreulich unspektakulär. Der Skipper geht zuerst Wache. Später in der Nacht, als er müde wird löse ich ihn ab. Wie so oft ist der Sonnenaufgang ein echtes Highlight. Vor allem ich bin froh, wenn ich wieder sehen kann, wie es vor unserem Bug auf dem Meer aussieht.

Das besondere an unserem Törn in Jacksonville ist, dass wir noch ein grosses Stück den Fluss hochfahren müssen um Jacksonville zu erreichen. Der Skipper hat den Törn so geplant, dass wir mit der Flut in den Fluss hineinfahren, um nicht gegen die Strömung motoren zu müssen.

Hier unsere Route im Detail:

Das Timing ist gut, bei einlaufendem Wasser fahren wir in den St. Johns River hinein. Ich finde Flussfahrten toll, weil es immer so viel zu sehen gibt:

Die lokale Fischereiflotte,

eine grosse Station der Küstenwache (Coast Guard),

Kriegsschiffe,

Schleppverbände verschiedenster Art,

und ab und zu auch einige Häuser, wie üblich mit eigener Steganlage davor.

Insgesamt ist die Bebauung aber eher industriell geprägt, ganz anders als in Fort Lauderdale, wo sich die Luxusvillen am Wasser drängelten.

Auch ein Yachttransporter begegnet uns.

Auf einmal glaube ich im Funk unseren Bootsnamen zu hören. Während ich noch überlege, ob ich mich verhört habe tönt es wieder: „escape, escape“. Schnell schnappe ich mir das Funkgerät und antworte. Die Barkasse hinter uns fragt freundlich, ob sie uns auf Backbord überholen darf. Sehr nett 😊, gut dass ich vorher noch einmal in den Revierführer geschaut und dann den Funk auf Kanal 13 umgestellt habe. Hier geben die Berufsschifffe durch, wann sie wo herfahren um Begegnungen an Engstellen zu vermeiden.

Die Barkasse, die uns vorher angefunkt hat nähert sich von hinten

Auch ein entgegenkommender Schleppverband meldet sich über Funk. Hier ist Einiges los.

Wir haben uns die ganze Zeit gefragt warum es ihn Jacksonville wohl eine „Napoleon-Bonaparte-Brücke“ gibt. Wir nehmen an, dass die Form seines Hutes ausschlaggebend für die Namenswahl war.

Nachdem wir die Brücke passiert haben, kommt einer der Ankerplätze, die sich der Skipper vorher ausgeguckt hatte. Allerdings gefällt es ihm hier nicht. Die Stadt ist noch weit weg. Wir sehen überall nur Industrieanlagen. Vor uns kommen zwei weitere Brücken. Ich frage mich, ob sie hoch genug für uns sind. Schnell checkt der Skipper noch einmal die Brückenhöhen. Es sollte passen. Also fahren wir weiter in Richtung des Stadtzentrums von Jacksonville.

Auf einigen Silos sehen wir interessante Strassenkunst.

Nach der zweiten Brücke finden wir einen Ankerplatz mit Blick auf die Skyline von Jacksonville.

Und als krönenden Abschluss gibt es am Abend noch ein Feuerwerk.

Fazit:
Insgesamt hat unsere Fahrt auf dem St. Johns River über zwei Stunden gedauert. So eine Flusskreuzfahrt unter Motor ist natürlich nichts für passionierte Segler. Ich persönlich finde solche Touren total interessant, weil man viel von der Gegend sieht. Die Begegnungen und Kommunikation mit den Frachtschiffen sorgen für zusätzliche Spannung. Naturgemäss sehen das nicht alle Mitglieder der escape Crew so😉. Was meint Ihr?

10 Kommentare

  1. Hallihallo,

    ich finde es toll, dass ihr euch so unkompliziert impfen lassen konntet – rein das Zeug und fertig. Dass da immer so viel rumdiskutiert wird… Klar, die Spike-Proteine, die durch die mRNA-Impfung im Körper gebildet werden, sind hoch toxisch und verursachen Blutverklumpungen, was widerum zu Thrombosen, Lungenembolien, Herzmuskelentzündungen, Rückenmarks- oder Knochenmarksentzündungen, Infarkte, Schlaganfälle oder zu permanenten Behinderungen führt (in den Tierversuchen sind sämtliche Tiere an den Impfungen gestorben), aber haben nicht ALLE Medikamente ein paar Nebenwirkungen? Dr. Robert Malone (Erfinder des mRNA-Impfstoffs) sagt zwar, dass Menschen, die die Pfizer- bzw Moderna-Impfstoffe eingenommen haben, einem größeren Risiko ausgesetzt sind, (schwer) an Corona zu erkranken als jemand der nicht geimpft ist, aber der scheint keine Ahnung zu haben. Zwar war das bei der Spanischen Grippe so, dass zum allergrößten Teil die Geimpften alle gestorben sind, aber das ist doch GESCHICHTE!!

    https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/sonstige-informationen/weitere-informationen/spanische-grippe?fbclid=IwAR2RTpFqXjIxIZIDWlPmAxMGtjRsHZnsNlzUWM-KmKWWoojJ1UN0mPTF7mg

    Wie hat Herr Wieler gesagt: „Lieber ein paar Nebenwirkungen als diese verdammte Krankheit!“ Außerdem soll man zum Wohle der öffentlichen Gesundheit schließlich NICHTS HINTERFRAGEN! Zwar sollen Medikamente wie Hydroxychloroquin, Ivermectin und Chlordioxid sehr gut helfen, aber warum auf die allerneuste Technologie verzichten? Das ist doch die Zukunft, oder etwa nicht?

    Also, alles richtig gemacht! Und DANKE, dass auch ihr Teil dieser globalen experimentellen Studie seid, denn nur damit können wir sehen, was die Impfungen beim Menschen anrichten. Viel Spaß weiterhin auf eurer Reise, auf dass ihr noch weit kommt trotz der möglicherweise erschwerenden Maßnahmen; ihr seid ja jetzt SAFE 🙂

    Liebe Grüße
    René Dachwitz

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  2. Liebe Annemarie,

    dass die Schiffe so freundlich miteinander kommunizieren, hätte ich nicht gedacht. Oder dass sie überhaupt miteinander kommunizieren 😉 Das ist irgendwie tatsächlich sehr nett, da hast du Recht. Ich kann mir vorstellen, dass es auf dem offenen Meer irgendwann eintönig sein kann, deshalb bietet so eine Flusskreuzfahrt Abwechslung 😉 Die Streetart (oder muss man hier sagen: Silo-Art?) ist sehr gelungen.

    Liebe Grüße
    Kasia

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  3. Liebe Annemarie,
    in Jacksonville waren wir in2005. Damals haben wir eine ausgedehnte Tour in den Suedosten der USA [Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida] gemacht, zum Sightseeing und zum Radeln. Mary hat naemlich den Plan, in jedem Bundesstaat der USA mindestens 10 Meilen zu radeln. In Florida war es auf dem Tallahassee-St. Marks Trail [wunderschoen] und auf dem Jacksonville-Baldwin Trail [da hat uns aber die schwuele Hitze so zu schaffen gemacht, dass wir nach kurzer Zeit umgekehrt sind]. Zum Sightseeing haben wir uns da St. Augustin angesehen.
    Was Flussfahrten mit dem Segelboot angeht: da habe ich so gut wie keine Erfahrung, ausser einmal die Elbe runter von Brunsbuettel aus auf die Nordsee. Ich erinnere mich aber, dass ich durchaus schon mal [in der Ostesse] enge und flache Passagen ausgesucht habe. Eigentlich seltsam, wenn es nicht unbedint noetig ist, aber ich fand es reizvoll. Lange Strecken geradeaus segeln kan ja schliesslich jeder, oder? 😀 Aber ernsthaft: meistens war es auch kuerzer.
    Zum „hoch am Wind gegenan knueppeln“: das machen bekanntlich nur Regattasegler und Charterer. 😉
    Weiterhin noch Mast- und Schotbruch, und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel.
    Liebe Gruesse,
    Pit

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    1. Hallo Pit, das ist ja eine tolle Idee in jedem Bundesstaat der USA zu radeln. Wie viele fehlen Euch denn noch? St. Augustin hätten wir uns gerne angesehen ich glaube da habe ich in Deinem Blog schon einmal etwas drüber gelesen. Aber das war für uns mit dem Boot zu flach.

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      1. Hallo Annemarie,
        Mary hat 29, und ich habe 27. Falls wir, wie bisher geplant, im Oktober in Nevada sein werden, kann ich einen Staat aufholen. Da war Mary naemlich schon einmal ohne mich. Jetzt warten wir mal die Covid-Entwicklung ab um zu sehen, ob wir uns trauen.
        South Carolina hat sie aus einem anderen Grund voraus. Wir waren zusammen da, und auf dem Trail ist Mary schon vorausgefahren, weil ich mich noch fertig machen musste und sie ohnehin auch langsamer radelt als ich. Aber … als ich losfahren wollte, habe ich gemerkt, dass Mary die Autoschluessel hatte, ich also den Wagen nicht abschliessen konnte. Und auch die Fenster konnte ich nicht schliessen. Das war mir dann doch zu riskant. Und als ich dann die Schluessel hatte [Mary hatte sie unterwegs einem anderen Radler, der in meine Richtung fuhr, mitgegeben], da habe ich mich wegen eines aufkommenden Gewitters auch noch mehr auf den Trail getraut. So muessen wir dann eben auch noch einmal nach South Carolina.
        Es wird mit dem Plan uebrigen simmer schwierige, denn alle Bundesstaaten in der Naehe haben wir schon „abgegrast“, und so werden die Entfernungen immer weiter – bei diesem Riesenland. So werden wir dann wohl mehr und mehr Raeder leihen muessen, wie wir es schon auf unserer letzten Tour in St. George in Utah getan haben.
        Liebe Gruesse,
        Pit

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  4. Liebe Annemarie, lieber Volker! Schön, dass ihr es soweit geschafft habt! Die Freude und das Unbehagen bei den Flussfahrten kann ich gut nachvollziehen. Man sieht tolle Dinge und es ist abwechslungsreich. Gleichzeitig bedeutet es auch ziemlichen Stress für den Skipper. Autopilot ist nicht, Untiefen müssen beobachtet werden. Das Spannendste sind die Brücken. Passt man drunter oder nicht. Wir freuen uns auch immer wieder aufs Meer und aufs Segeln. Dafür ist das Boot einfach gemacht. Sonst könnte man auch gleich ein Motorboot kaufen😏. Viel Spaß und alles Gute für die Hurrikansaison. Wir hoffen, Elsa hat euch nicht erwischt. LG

    Gefällt 2 Personen

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