Südstaaten Grandezza in Charleston

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escape liegt im Ashley River vor der Charleston City Marina vor Anker. Schon vom Wasser aus haben wir einen ersten Eindruck von der Schönheit der Stadt bekommen. Auch die Crews der SY Infinity und der SY Vairea, die kurz vor uns hier waren, haben von Charleston geschwärmt. Jetzt sind wir gespannt darauf uns die Perle South Carolinas genauer anzusehen.

Wir starten mit einem Spaziergang an der Battery, wo noch die alten Geschütze zur Verteidigung der Stadt stehen.

Hier kann man einige der beeindruckendsten historischen Häuser Charlestons bewundern.

Genau wie in Savannah besteht auch in Charleston die Möglichkeit die Stadt per Pferdekutsche zu besichtigen. Um die Geruchsbelästigung in Grenzen zu halten gibt es einen speziellen Reinigungsdienst, der hinter den Kutschen herfährt und die Hinterlassenschaften der Pferde beseitigt.

Wir entscheiden uns aber wieder für eine geführte Tour zu Fuss durch die Innenstadt. Sie beginnt beim alten Zollhaus.

Zusammen mit unserem Führer, der die Tour sehr unterhaltsam gestaltet, laufen wir zwei Stunden durch die Innenstadt. Charleston wird wegen seiner v vielen Kirchen auch „Holy City“ genannt („die heilige Stadt“). Dadurch dass es keine Hochhäuser gibt, bestimmen die Kirchtürme das Stadtbild der Innenstadt. Ausserdem herrschte hier in Charleston schon sehr früh religiöse Toleranz, als in anderen Teilen Amerikas noch Menschen für ihre religiöse Überzeugung verfolgt wurden.

Die sogenannte „Rainbow Road“ heisst so, weil die Häuser hier in den verschiedensten Farben gestrichen sind.

Wir sehen den angeblich ältesten Alkoholausschank Amerikas.

Die Stadtführung war ein guter Einstieg. In den darauffolgenden Tagen machen wir viele Streifzüge kreuz und quer durch die Innenstadt.

Dabei sehen wir uns einige der historischen Häuser genauer an. Viele werden als Museen geführt und können besichtigt werden. Den Anfang macht das Edmonston-Alston-Haus, was an der Battery steht. Die ersten beiden Etagen können besichtigt werden. Oben drüber wohnt der Eigentümer. Der nette Herr, der uns herumführt macht noch ein Erinnerungsfoto auf der Veranda, die in Charleston auch „Piazza“ genannt wird (siehe Titelbild oben).

Edmondston-Alston-Haus

Das Heyward-Washington-Haus gehört zum Charleston Museum und wird schon seit 1930 als Museum betrieben. Hier hat George Washington während seines Aufenthaltes in Charleston gewohnt. Seitdem ist sein Name mit dem des Hauses verbunden.

Auch das Joseph-Manigault-Haus gehört zum Charleston Museum.

Im Aiken Rhett-Haus- erfährt man nicht nur etwas über das Leben der ehemaligen Besitzer sondern auch über die Sklaven, die hier gelebt haben.

Aiken-Rhett-House, links ehemalige Sklavenquartiere, mittig Haupthaus, rechts Stallungen und Kutschenhaus

In den Räumen auf der ersten Etage und auf der Piazza fanden früher aufwendige Bälle statt.

Manche von den historischen Häusern werden heute als Hotel oder Gasthaus betrieben wie beispielsweise das- John-Rutledge-House and Inn.

Auch das Gebäude des ehemaligen Sklavenmarktes ist heute ein Museum. Es werden viele Fakten vermittelt. Doch die nüchterne Präsentation auf bunten Schautafeln lässt wenig Emotionen aufkommen. Ich habe das Gefühl das wahre Ausmass der Greuel, die sich hier abgespielt haben nicht wirklich zu erfassen.

Gebäude des ehemaligen Sklavenmarktes, heute Museum

Charleston hat unsere Erwartungen nicht enttäuscht. Es ist eine faszinierende Stadt voller Historie. Dabei ist die Stadt nicht in der Vergangenheit stehengeblieben ist oder lebt nur für den Tourismus. Lebensfreude wird hier groß geschrieben. Der Campus der Universität liegt mitten in der Stadt, für frischen Wind ist gesorgt.

Restaurants
Charleston ist bekannt für seine gute Küche. Hier eine Auswahl, der von uns besuchten Restaurants, die uns gefallen haben. Die Auswahl ist zugegebenermaßen etwas fleischlastig aber irgendwie muß ich den Skipper ja bei Laune halten, dafür dass er Tag für Tag mit mir Sightseeing-Touren unternimmt während escape im Fluß vor Anker liegt😉.

Carmella’s Cafe
Zentral gelegen ist das Carmella’s der perfekte Ort für eine kleine Pause, egal zu welcher Tageszeit, morgens einen Kaffee oder Smoothie, Mittags einen kleinen Snack, Nachmittags einen der leckeren Kuchen oder abends einen Cocktail. Im Carmella’s ist immer etwas los. Während unserer Zeit in Charleston waren wir hier mehrfach zu Gast und wurden nie enttäuscht.

Circa 1886
Dieses Restaurant ist sowohl von der Küche als auch vom Ambiente her etwas ganz Besonderes. Man sitzt im Garten eines historischen Hauses und geniesst Moderene Interpretationen von Klassikern der Südstaaten Küche. Dazu gibt es leckere Cocktails. Das Circa 1886 war eines der besten Restaurants, welches wir in unser bisherigen Zeit in den USA besucht haben.

Halls Chophouse
Den Tipp haben wir von unserem Freund Tim; das Steak in Halls Chophouse ist ihm in nachhaltig guter Erinnerung geblieben. Als ich dort anrufe und einen Tisch reservieren möchte sagt man mir jedoch, dass das Restaurant auf Monate im voraus ausgebucht sind. Als wir an einem Spätnachmittag während unserer Sightseeing-Tour dort vorbeikommen versuchen wir es trotzdem und bekommen tatsächlich einen Tisch.

Grill 225
Das Grill 225 ist ebenfalls ein Steakhaus. Es liegt zentral im Erdgeschoß des Market Pavillon Hotels. Die Atmosphäre hier ist sehr gediegen und das Steak wirklich gut. Auch die Cocktails hier sind besonders, die sogenannten „Nitrotinis“ werden mit flüssigem Stickstoff zubereitet. Außerdem hat das Hotel noch eine Rooftop Bar, von der man einen schönen Ausblick auf die Innenstadt von Charleston hat.

60Bull Cafe
Das 60 Bull ist ein nettes Nachbarschaftscafe, was fussläufig relativ nahe an der Marina liegt, wo wir immer unser Beiboot geparkt haben. Vom Frühstück bis zum Dinner gibt es hier alles. Die Gäste kommen aus den umliegenden Häusern, jeder kennt Jeden. Hier hat man das Gefühl dazuzugehören und ein Stück am Alltag der Bewohner von Charleston teilzuhaben.

Falls Ihr mehr über Charleston wissen möchtet oder vorhabt Charleston zu besuchen hier einige weiterführende Links:

Andere Segelblogger über Charleston
-SY Infinity
-SY Vairea

Unser Walking Tour im historischen Charleston haben wir mit Oyster Point Historic Tours gemacht

Übersichtsartikel von This is my south über Historische Häuser in Charleston

Websites der historischen Häuser, die wir besichtigt haben

Edmondston-Alston-Haus
Heyward-Washington-Haus
Joseph Manigault Haus
Aiken-Rhett-Haus

Website des Sklavenmarkt Museums

6 Kommentare

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