Regenfahrt Von Annapolis nach Baltimore

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Zurück in Annapolis kümmern wir uns als erstes um den Schaden an escape. Müssen wir das Boot aus dem Wasser nehmen, um den Schaden zu beheben? Das würde unsere Weiterreise erheblich verzögern. Wir erkundigen uns, wo es hier einen Travellift gibt, der escape aus dem Wasser heben könnte. Doch das ist gar nicht so einfach. In Annapolis gibt e zwar viele Möglichkeiten Boote aus dem Wasser zu nehmen, aber das Problem ist die Wassertiefe im Travellift.

Eines Morgens gehe ich durch den Hafen und treffe unseren Freund Paul von Beneteau Amerika, der letztes Jahr das Video über uns gemacht hat. Wir unterhalten uns eine Weile. Als er von unserem Problem hört, ruft er kurzerhand einen Freund an, der eine Yachtservice-Firma betreibt und uns möglicherweise helfen kann. Kurze Zeit später ist Mark von True North Yachting bei uns an Bord. Er ist guter Dinge, dass die Arbeiten erledigt werden können während escape im Wasser bleibt. Kurze Zeit später ist ein Team auf einem Floß bei uns im Hafen und bearbeitet escapes Bug. Nach mehreren Arbeitsgängen mit Schleifen Gelcoat und Farbe ist escapes Bug wieder wie neu. Das Team hat schnell und sorgfältig gearbeitet. Der Skipper ist zufrieden. Manchmal kann das Leben so einfach sein😊.

In den restlichen Tage erledigen wir noch einige kleine Arbeiten am und im Boot. Dann wird Proviant gebunkert. Zum Abschluss gibt es noch einen Besuch im Liquor Store. Dort gibt es hitzige Diskussionen darüber, welche Mengen an Bier, Wein und Gin benötigt werden. Unsere Meinungen gehen hier sehr stark auseinander😉.

Dann ist es soweit: Nach insgesamt zwei Monaten in Annapolis geht escape wieder auf Tour. Ich bin um sechs Uhr wach. Auch der Skipper ist früh auf. Nach einem schnellen Frühstück wird abgedockt, ein kurzer Funkkontakt mit der Spa Creek Brücke, dann wird sie geöffnet.

Während ich das Steuer übernehme, macht der Skipper Fender und Leinen weg. Wir fahren hinaus in die Chesapeake Bay und nehmen Kurs auf die weithin sichtbare Bay Bridge. Es ist immer wieder schön hier hindurch zu fahren.

Nachdem wir die Brücke passiert haben, fahre ich das Boot in den Wind. Der Skipper setzt die Segel. Doch wir haben ein Problem. Bei 5 Knoten Wind macht escape Gerde mal 1,5 Knoten Fahrt(weniger als 3km pro Stunde). Also, alles wieder zurück, wir rollen die Segel wieder ein. Trotzdem war es wichtig diese Aktion einmal durchzuführen um sicherzustellen, dass nach der langen Liegezeit alles funktioniert.

Mittlerweile wird es um uns herum immer dunkler. Es fängt an zu schütten. Nach kurzer Zeit ist es überall nass. Ich verkrieche mich unter die Sprayhood, den einzigen trockenen Platz an Deck. So motoren wir Richtung Baltimore.

In Baltimore fahren wir lange durch den Industriehafen; zwischenzeitlich ist die Sicht so schlecht, dass wir entgegenkommende Boote kaum sehen können. Jetzt verstehe ich, warum unsere Stegnachbarn, die in Baltimore wohnen, ihr Boot in Annapolis liegen haben. Die Fahrt durch den industriellen Teil des Hafens dauert so lange, da ist man schneller mit dem Auto die Strecke von Baltimore nach Annapolis gefahren.

Endlich haben wir die Marina erreicht. Sie antwortet direkt auf meinen Funkspruch, am Dock werden wir freundlich begrüßt. Wir liegen am großen Transit-Dock, direkt vor dem Swimmingpool. Sobald escape gut festgemacht ist, hat der Skipper eine neue Aufgabe. Der Code Zero, unser Leichtwindsegel, muss angeschlagen werden. Der zugehörige Furler, zum Ein- und Ausrollen des Segels wird am Bugsprit befestigt. Dann wir das Segel aus seinem Platz im Vorschiff hochgezogen. Jetzt können wir hoffentlich auch bei wenig Wind besser segeln,.

Von unserer Marina ist man zu Fuß schnell in der historische Innenstadt von Baltimore. Dort gibt es eine Reihe netter Pubs mit Terrassen.

Von Annapolis bis Baltimore, haben wir 27 Meilen zurückgelegt.

Aber warum sind wir eigentlich nach Baltimore gefahren anstatt den kürzesten Weg hinaus aus der Chesapeake Bay nach Norden zu nehmen? Wir nehmen hier in Baltimore einen Gast an Bord, aber dazu mehr im nächsten Blogartikel.

Relevante Links

Das Video von Paul über den ersten Teil unserer Reise findet Ihr hier.

Die Truppe von True North Yachting hat den Schaden an escape’s Bug schnell und kompetent repariert.

Die Anchorage Marina Baltimore ist attraktiv für Fahrtensegler. Sie hat eine aktive Liveaboard-Community Wenn man länger bleiben möchte, gibt es günstige Monatsraten und das Boot liegt hier im Norden der Chesapeake Bay gut geschützt.

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