Schiffswracks und Seenotrettung in Nantucket

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Wir liegen an der Boje in Nantucket. Schon im letzten Jahr haben wir Einiges gesehen, von der grauen Lady der See. Doch es gibt etwas, was wir noch nicht kennen: Das Shipwreck & Lifsesaving Museum (Schiffswrack- und Seenotrettungsmuseum). Also mieten wir ein Fahrrad und los geht’s.

Das Museum ist in einem der typischen grau-weißen-Holzhäuser untergebracht und liegt mitten im Grünen, mit Blick auf das Marschland von Nantucket.

Wir werden freundlich empfangen und bekommen eine kleine Führung. Rund um Nantucket gibt es viele Untiefen, die in den Zeiten vor den elektronischen Seekarten eine große Gefahr für Schiffe darstellten. Besonders schwierig wurde es, wenn noch die gefürchteten Nord-Ost-Stürme oder der hier häufige Nebel dazu kamen. Über 700 Wracks liegen in den Gewässern rund um Nantucket😮. Dementsprechend wichtig war es, mit den bescheidenen Mitteln der damaligen Zeit eine Rettung für die Schiffbrüchigen zu organisieren. Unvorstellbar, wie die Männer in ihren kleinen Ruderbooten bis zu 15 Seemeilen(27km) in Sturm und Kälte hinaus fuhren um den gestrandeten Schiffen zur Hilfe zu kommen.

Rettung-Ruderboot, Shipwreck & Lifesaving Museum, Nantucket
Foto: Shipwreck & Lifesaving Museum Nantucket

Die Schwimmwesten waren damals aus Kork.

Shipwreck & Lifesaving Museum Nantucket

Mit Hilfe eines Rettungsrings an einem Seil wurde die Besatzung des gestrandeten Schiffes auf das Ruderboot abgelassen, bei Sturm und Wellen sicherlich ein schwieriges Unterfangen. Die nächste Herausforderung war, nach Beendigung der Rettungsaktion die Küste wieder heil zu erreichen. Dazu mussten sich die geretteten Seeleute flach auf den Boden des Rettungsbootes legen, um die Ruderer nicht zu behindern.

Shipwreck & Lifesaving Museum Nantucket

Im Museum schauen wir uns einige Kurzfilme an, in denen die Dramatik solcher Situationen anschaulich dargestellt wird. Wieder einmal werde ich mir bewusst, welche Gefahren mit dem Reisen auf See verbunden sind, auch wenn wir dank der heutigen Technik natürlich ganz andere Möglichkeiten haben.

Fazit: Ein Besuch im Shipwreck & Lifesaving Museum ist absolut empfehlenswert. Seefahrtsgeschichte wird hier so lebendig dargestellt, dass auch bei Nicht-Seglern keine Langeweile aufkommt.

Zurück im Hauptort fahren wir beim Leuchtturm vorbei.

Zum Abschluss drehen wir noch eine Runde über die Cliff Road im Norden des Ortes. Die ist anstrengender als gedacht, zumindest für 50% der Crew😉. Als wir das Fahrrad zurückgeben merke ich, dass ich mich für heute genug bewegt habe 🚴‍♂️ 💪.

In den nächsten Tagen machen wir noch den ein oder anderen Spaziergang durch Nantucket. Immer wieder gibt es Neues zu entdecken.

Hier hat jemand seine Liebe zur Region auf seiner Auto-Lackierung zum Ausdruck gebracht.🤩

Restauranttip
Nantucket ist voll, obwohl die Hauptsaison schon vorbei ist. Ein Restaurant, in dem es uns besonders gut gefällt, ist das Bistro Languedoc. Hier haben sie trotz vollen Terminkalenders noch einen Tisch für uns gefunden. Das Essen ist ausgezeichnet. Zum ersten Mal seit Langem habe ich meinen heiß geliebten Rotkohl gegessen😋 und den leckeren Nachtisch kann ich mir auch nicht verkneifen😉.

Relevante Links

Die Fahrräder haben wir gemietet bei Young’s Bicycle Shop. Auf ihrer Website gibt es viel Info rund um das Fahrradfahren auf Nantucket.

Absolut empfehlenswert ist das Schiffswrack- und Seenotrettungsmuseum Nantucket

Besonders gut gefallen hat uns die das Restaurant Languedoc

Mehr zu Nantucket gibt es in unserem Blogartikel aus der vorigen Saison, mit vielen links und Infos.

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