200 Meilen Von New York nach Chesapeake City

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Bye Bye New York
Es ist Dienstag der 5. Oktober. Auch wenn es uns in New York gut gefällt, geht es nach zwei Tagen Sightseeing schon weiter. Mittags um 12.00h gehen wir Anker auf im Hudson River.

An Backbord sehen wir die Südspitze Manhattans auf der andere Seite New Jersey.

Wir lassen Manhattan achteraus und passieren die Freiheitsstatue.

Durch die Verrazano Narrows Brücke geht es hinaus Richtig Atlantik.

Gegen 17:00h können wir segeln. Nach dem Abendessen lege ich mich schlafen, der Skipper segelt Richtung Süden. Kurz nach Mitternacht übernehme ich die Wache. An der Küste sehen wir Atlantik City. Die Vergnügungsmeile am Strand ist hell erleuchtet. Das ist angenehm, da ich es nicht mag wenn wir in kompletter Finsternis segeln. Es stellt sich allerdings die Frage ob man nachts um diese Uhrzeit ein Riesenrad in allen Farben beleuchten muss.

Der Skipper liegt im Salon auf der Couch und schläft wie ein Baby. Ich habe Glück😅 . Der Wind ist beständig und andere Schiffe weit weg, so musste ich nichts machen. escape segelt mich friedlich durch die Nacht.

Begegnung mit einem Geisterschiff
Auf einmal sehe ich ein Segelschiff, was deutlich größer ist als wir. Das Schiff hat einen riesigen Bugsprit, der sich gegen die hell erleuchtete Küste abzeichnet. Das Segelschiff hat drei Segel gesetzt, fährt aber unter Motor. Auf dem AIS(Automatic Identifikation System) sehe ich keinerlei Signal. Das ist merkwürdig, dass ein Schiff dieser Größe kein AIS hat. Ich kann den Kurs nicht erkennen. Das Ganze ist mir irgendwie unheimlich. Da wecke ich lieber den Skipper. Er schaut kurz, wartet bis wir das Geisterschiff passiert haben, dann legt er sich wieder hin.

Delaware Bay
Im Morgengrauen wechseln wir wieder. Der Skipper navigiert in die Delaware Bay hinein während ich noch eine Runde schlafe. In der Delaware Bay herrscht reger Schiffsverkehr. Um 11.00 laufen wir nur noch 5 Knoten. Wir wechseln von der Genua auf unser Leichtwindsegel den Code Zero, dann wird es wieder ein Knoten mehr.

Chesapeake und Delaware Kanal
Wir überlegen wie weit wir heute fahren. Der Skipper schlägt vor in Chesapeake City zu halten. Das kleine Örtchen am Chesapeake und Delaware Kanal kennen wir noch nicht. Dort gibt es eine Marina: Schaefer’s Canalhouse. Ich rufe an, wir können kommen. escape biegt in den Chesapeake und Delaware Kanal ein.

Während wir unter Motor durch den Kanal fahren bereiten wir escape zum Anlegen vor. Noch nie habe ich eine Marina gesehen, die auf ihrer Website so detaillierte Angaben gibt, welche Leinen man vorzubereiten hat und was man beim Anlegen beachten soll. Wie es meine Art ist, mache ich alles genau so, wie es dort steht. Als wir anlegen ist der Dockmaster begeistert, dass er ausreichend lange Leinen hat, die er nach Belieben um die Pfähle schlingen kann. Wir werden freundlichst begrüßt und bekommen jede Menge Infos. Dann geht es zum Abendessen ins zugehörige Restaurant. Wir sitzen draußen am Kanal und genießen leckeren Fisch während wir der Sonne beim Untergehen zuschauen. Es ist schön hier, so ruhig und friedlich., ein starker Kontrast zum hektischen Großstadttreiben in New York. Vielleicht bleiben wir noch einen Tag?

Hier noch einmal unsere Route von New York bis Chesapeake City, insgesamt haben wir 200 Meilen zurückgelegt, das Meiste davon unter Segeln.

Relevante Links

Im vergangenen Jahr haben wir die gleiche Tour schon einmal gemacht. Den Link dazu findet Ihr hier.

Restaurant und Marina Schaefer’s Canalhouse

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