Zwei Mädels auf Sint Maarten

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„Mädels“ , wird der ein oder andere sich jetzt fragen, reden wir hier doch über zwei Frauen im reiferen Alter🤣. Aber man ist ja bekanntermassen immer so alt wie man sich fühlt😉 und während unserer unbeschwerten Strandtage auf Sint Maarten haben wir uns zurückversetzt gefühlt in die Zeit als wir vor mehr als zwanzig Jahren Urlaub auf Ibiza gemacht haben.

Rudolf und Volker sind mit escape in die Karibik unterwegs. Ich dagegen wollte mir diese Strapaze nach den unangenehmen Erfahrungen vom letzten Jahr nicht noch einmal antun. Daher habe ich eine andere Reiseoption gewählt. Von Norfolk, wo wir ausklariert haben, bin ich mit Umsteigen im US-Drehkreuz Charlotte nach Sint Maarten🇸🇽 geflogen.

Auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel fällt mir der für eine Karibikinsel ungewöhnlich starke Verkehr auf. Es ist rush-hour in Sint Maarten. Wir stehen im Stau. Das liegt zum einen daran, dass nachmittags in einer relativ kurzen Zeit sehr viele Flieger ankommen. Zum anderen müssen wir über die Brücke, die jede Stunde öffnet, um Boote durchzulassen. Die Autos müssen dann warten.

Das Hotel, ein Tipp von der INVIA Crew, ist perfekt gewählt. Es gewinnt zwar keinen Architekturpreis, aber die Zimmer sind neu, riesengroß und haben eine komplett eingerichtete Küche. Das Resort liegt in Simpson Bay, direkt am Strand, genau dort wo escape in einer Woche ankommen soll.

Die INVIA Crew hat hier ebenfalls auf Ihr Boot gewartet, das heute angekommen ist. Wir nutzen die Gelegenheit abends zusammen essen zu gehen und Neuigkeiten auszutauschen. Das thailändische Restaurant, was die beiden ausgesucht haben, ist ausgezeichnet.

Am nächsten Tag mache ich es mir tagsüber am Strand gemütlich, während ich auf die Ankunft von Maritess warte. In den nächsten Tagen geniessen wir das karibische Strandleben. Wir decken uns im lokalen Supermarkt mit dem Nötigsten ein. So bekomme ich einen ersten Eindruck von den umfangreichen Proviantierungsmöglichkeiten auf Sint Maarten. Hier gibt es alles was das Herz begehrt.

Wir besuchend den Sint Maarten Yacht Club, um uns schon einmal die berühmte Brücke anzuschauen, wo in einer Woche auch escape durchfahren wird. Noch ist nicht viel los, heute fahren keine Megayachten durch die enge Brückenöffnung.

Blick von der Straße: Ein Katamaran fährt durch die Simpson Bay Bridge

Ich schaue mir die Marina an, die wir für escape gebucht haben. Nebenbei können wir die Megayachten anschauen.

Direkt neben unserem Hotel liegt die Strandbar mit dem viel fotografieren SXM-Logo, perfekt für einen Sundowner🍹. Nachdem Maritess dort beim Karaoke geglänzt hat kennen uns alle😉.

Ausflug nach St. Barth
Dann steht ein Highlight an: Mit der Fähre fahren wir auf die Nachbarinsel St. Barth. Um möglichst viel vom Tag zu haben fahren wir morgens mit der ersten Tour hin und abends mit der letzten Fähre wieder zurück. Die Fähre benötigt nur eine Dreiviertelstunde für die kurze Passage zwischen den Inseln. Wir blicken auf das karibische Meer im ersten Morgenlicht und die grünen Inseln. Doch als die Fähre volle Fahrt aufnimmt und mein Magen zu grummeln beginnt, weiss ich wieder warum escape gerade ohne mich unterwegs ist🤣.

Ich bin froh als wir den Hafen von Gustavia erreichen.

Mit dem Taxi machen wir eine einstündige Inselrundfahrt. Was mich überrascht: Auf St. Barth ist genauso viel Verkehr wie in Sint Maarten. Irgendwie hatte ich mir die Insel beschaulicher vorgestellt. Teilweise bewegen wir uns inmitten einer Autoschlange über die Insel. Der Taxifahrer schimpft über das Verkehrschaos und die vielen Autos. Überhaupt ist er ziemlich schlecht gelaunt und gibt uns das Gefühl unerwünscht zu sein. Trotzdem geniessen wir den Ausblick über die Insel.

Zurück in Gustavia gehen wir die kurze Treppe hinauf zu den Überresten von Fort Karl. Hier haben wir noch einmal eine wunderschöne Aussicht über den Hafen und die schmucke Inselhauptstadt,

das karibische Meer

und den stadtnahen Shell Beach.

Genau diesen Strand steuern wir an, um den Nachmittag dort zu verbringen und ein leckeres Lunch zu genießen. Anschliessend schlendern wir noch etwas durch die hübschen Straßen von St. Barth. Wie man sich bei einem Mädelstrip vielleicht denken kann, ist auch das Stöbern in den vielen kleinen Läden Teil unseres Sightseeing-Programms.

Die Rückfahrt mit der Fähre ist deutlich angenehmer, da wir jetzt mit der vorherrschenden Wind- und Wellenrichtung fahren. Außerdem werden wir noch mit einem grandiosen Sternenhimmel verwöhnt.

Inselrundfahrt aus Sint Marten/Saint Martin
Am nächsten Tag machen wir direkt weiter mit unserem Sightseeing-Programm. Mit dem Taxifahrer der uns gestern zur Fähre gebracht und wieder abgeholt hat, haben wir uns so gut verstanden, dass wir eine Inselrundfahrt vereinbart haben. Um 10.00h holt uns Ramon am Hotel ab. Er erzählt uns viel Interessantes über die Insel. Die Insel Saint Martin ist nur 87 Quadratkilometer groß. Damit ist sie nur unwesentlich größer als die deutsche Nordseeinsel Föhr oder die Baleareninsel Formentera, die beide jeweils 83 Quadratkilometer groß sind. St. Martin/Sint Maarten gehört jedoch zu zwei unterschiedlichen Staaten. Der nördliche Teil ist Teil des französischen Überseegebiets und gehört damit zu Frankreich und zur EU. Der südliche Teil ist der autonome Staate Sint Maarten. Er gehört zwar zum Königreich der Niederlande, aber nicht zur EU. Bis jetzt haben wir nur den holländischen Teil gesehen, heute auf unserer Inselrundfahrt passieren wir mehrmals die Landesgrenze.

Unser erster Stopp ist am Aussichtspunkt zwischen Simpson Bay und Philipsburg. Hier kann man auf der einen Seite auf das offene Meer und Richtung Philipsburg blicken.

Auf der anderen Seite sieht man die große Lagune.

An der holländischen Hauptstadt Philipsburg fahren wir vorbei. Außer Juwelierläden und dem Hafen wo wir gestern die Fähre genommen haben, gibt es hier nicht viel zu sehen. Wir fahren weiter in den französischen Teil der Insel durch Oyster Pond Richtung Orient Bay.

Den Platz für unsere Pause hat Ramon perfekt ausgesucht. Am Bikini Beach gibt es Karibik so wie man sie sich vorstellt: türkisfarbenes Wasser und feiner weißer Sandstrand. Allerdings ist hier in Sint Marten an den Stränden etwas mehr los als auf den anderen Karibikinseln.

Wir fahren weiter nach Marigot, die Hauptstadt des französischen Teils.

Für den obligatorischen Maho Beach bleibt heute nicht mehr viel Zeit, aber wir sind noch länger da und können uns den ein anderes Mal anschauen.

In den nächsten Tagen genießen wir unser Strandleben und die kulinarischen Highlights der Umgebung.

Während der ganzen Zeit auf Sint Maarten bin ich mit dem Skipper in Verbindung. Ein bis zweimal am Tag schreiben wir Emails. Ausserdem kann ich die aktuelle Position über Noforeignland sehen und den Törn verfolgen.

Nach sieben Tage und 17 Stunden ist es soweit: escape liegt in der Simpson Bay. Das ist ein ganz besonderer Moment, als ich morgens aus meinem Hotelzimmer komme und sehe escape vor mir in der Bucht liegen😍🤩😍🤩.

Ab heute hat das Lotterleben ein Ende😉. Die Pflicht ruft. Ich flitze schnell in die französische Bäckerei um die Männer mit frischen Croissants zu begrüßen. Dann geht es Schlag auf Schlag. Einklarieren, mit dem Dinghy kurz bei unserer Marina vorbeischauen und dann fahren wir um 9.00h mit der ersten Einfahrtsmöglichkeit durch die Brücke. Die dritte Karibiksaison für escape hat begonnen.

Praxistipp
Taxifahren in Sint Maarten / Saint Martin

In Sint Maarten gibt es keine Taxameter sondern Festpreise je nach Strecke. Diese variieren je nach Uhrzeit und Gruppengröße. Von daher empfiehlt es sich immer vorher einen Preis zu vereinbaren. Dabei sollte man auch die Währungsfrage klären. Im holländischen Teil wird alles mit Dollar bezahlt, die einheimische Währung existiert nur auf dem Papier. Im französischen Teil bezahlt man mit Euros. Die meisten Taxen nehmen beides. Je nach Vorliebe bzw. Nationalität des Fahrers ist der angewandte Wechselkurs jedoch unterschiedlich. Gut ist wenn man beides dabei hat.
Taxifahrer unseres Vertrauens ist Ramon Amador. Die Inselrundfahrt mit ihm hat viel Spaß gemacht. Auch alle weiteren Fahrten haben wir bei ihm bestellt. Praktischerweise ist er über WhatsApp zu erreichen:
Ramon Amador + 1 721 523 2010
Ramon nimmt auch Kreditkarten, was nicht bei allen Fahrern der Fall ist.

Relevante Links

Wer mehr über Sint Maarten lesen möchte, dem empfehle ich den Blog der deutschen Auswanderer Angie und Thommy, die auf Sint Maarten leben. Sie bieten auch deutschsprachige Inseltouren an.

Unser Hotel war das Flamingo Beach Resort, in Simpson Bay. In der Vorsaison gab es dort günstige Angebote.

Blogartikel der INVIA Crew über Sint Maarten/Saint Martin

Für alle fans der asiatischen Küche ist das thailändische Restaurant Avantika in Simpson Bay absolut empfehlenswert

Tripadvisor über den Sint Maarten Yacht Club

Die Fähre nach St. Barth und zu den anderen Nachbarinseln kann man hier buchen

Shellona Beach Club St. Barth

Wikipedia über die Insel Saint Martin

Die Brückenöffnungszeiten für die Simpson Bay Bridge kann man im Internet nachschauen. Das ist auch für nicht segelnde Sint Maarten Besucher interessant, wenn man beobachten möchte, wie sich teilweise große Yachten durch die schmale Brückenöffnung zwängen

5 Kommentare

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