escape’s erste Tage in Sint Maarten: Bootsarbeiten, Schlemmen und Sightseeing

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Nach der Passage aus der Chesapeake Bay hat escape am 2. Dezember in der Simpson Bay Marina im holländischen Teil von Sint Maarten festgemacht. Rudolf fliegt bereits am übernächsten Tag zurück. Vorher möchten wir ihm noch einige Highlights der Insel zeigen.

Am ersten Abend fahren wir nach Marigot, die Hauptstadt des französischen Teils der Insel. Die Taxifahrt dauert nur eine knappe Viertelstunde. Wir treffen die INVIA-Crew, die gerade hier vor Anker liegt. Gemeinsam steigen wir hinauf zu den Ruinen von Fort Luis. Die untergehende Sonne beleuchtet die Bucht von Marigot. Der Blick reicht über die gesamte Westküste von Saint Martin und nach Norden zur Nachbarinsel Anguilla. Als wir hier oben stehen und diesen Moment genießen, werden wir uns wieder einmal bewußt wie gut wir es haben. Es ist ein schönes Gefühl wieder in der Karibik zu sein. 🤩😍🤩😍

Was den Hafen betrifft sind wir allerdings froh, dass escape in Simpson Bay liegt. Unsere Marina ist deutlich besser geschützt als die unter uns liegende Fort Luis Marina in Marigot. Zum Abendessen geht es ins Restaurant „Le Plongeoir“, wo französische Küche mit karibischem und asiatischen Einschlag serviert wird. Ein perfekter erster Abend für die beiden Neuankömmlinge.

Am nächsten Morgen geht es weiter mit einem Sint Maarten Klassiker. Wir frühstücken im Sint Maarten Yacht Club. So können wir ganz entspannt beobachten, wie die Yachten durch die Brücke fahren, wo escape genau vor 24 Stunden angekommen ist. Heute wird es spannend: Es sind einige größere Yachten unterwegs, bei denen auf beiden Seiten nur wenig Platz ist. Zuerst kommt die Brückenöffnung für den Verkehr, der die Lagune verlässt.

Eine Stunde später öffnet die Brücke für die Einfahrt in die Lagune.

Heute geht glücklicherweise alles glatt. Aber die Passage durch die Brücke ist nicht ohne, wie man an dem beschädigten Brückenhäuschen erkennen kann. Auf YouTube gibt es davon zahlreiche Videos wie beispielsweise dieses:

Nach der Passage stehen auch allerhand Bootsarbeiten auf dem Programm. Als erstes wird die „Kuchenbude“ abgebaut. Der Code Zero wird abgeschlagen und in der Segellast verstaut. In der Karibik ist in der Regel immer genug Wind, so dass wir das Leichtwindsegel hier nicht benötigen. Ein Rigg-Check ist angesagt: Hat sich während des Törns etwas gelöst oder zeigen sich Verschleißerscheinungen? Rudolf zieht den Skipper in den Mast, damit er dort oben alles prüfen kann. Das Ergebnis: Alles in Ordnung 👌.

Schon während der Passage hatte der Skipper mich per E-mail angewiesen das örtliche Segelloft zu kontaktieren, um die aufgerissene Naht im Großsegel zu reparieren. Ernst vom Tropical Sail Loft ist prompt zur Stelle und baut zusammen mit den beiden Männern das Grossegel ab.

Innen und außen muß alles gereinigt werden. Da Maritess und Rudolf tatkräftig mithelfen ist escape schnell wieder in Bestform.

Abends geht es in den Roxy Beach Club. Hier gefällt es uns so gut, das wir beschließen dort Silvester zu feiern. Kurz vor Rudolfs Abflug kommt dann noch ein Sint Maarten Highlight. Wir halten am legendären Maho Beach. Direkt hinter dem schmalen Strand beginnt die Landebahn des internationalen Flughafens SXM. Das Beobachten der landenden Flugzeuge ist eine der beliebtesten Beschäftigung auf Sint Maarten.

Aber es gibt hier auch noch andere interessante Dinge, wie beispielsweise farbenfrohe Cocktails mit Namen wie „Drop your Top“(Lass Dein Oberteil fallen) oder „Liquid Viagra“🤣.

Abends fahren wir gemeinsam mit der INVIA Crew nach Grand Case. Dieses kleine Dorf auf der französischen Seite ist ein karibischer Gourmet-Treff. An einer Straße liegen einen Vielzahl von Gourmet Restaurants, die alle hervorragende Küche anbieten. Außerdem gibt es Streetfood-Stände und Bars. In einer von ihnen treffen sich die Segler zum Sundowner.

Zum Abendessen geht es dann in die Auberge Gourmande. Der Name ist Programm: Wir sitzen auf der hübschen kleinen Veranda und schlemmen nach französischer Art.

Maritess hat für uns eine Zipline Tour auf der angeblich steilsten Zip Line der Welt gebucht. Ich bin wenig motiviert, habe ich mich doch gerade in meinem entspannten Karibikdasein gut eingerichtet und wenig Bedarf nach adrenalin-lastigen Aktivitäten. Der erste Teil ist ganz entspannt. Mit dem Sessellift fahren wir den Berg hinauf. Als ich oben stehe bin ich doch froh, dass Marietess mich überredet hat. Der Blick ist phänomenal. Auf der einen Seite sieht man die Philipsburg, die Hauptstadt der niederländischen Inselhälfte. Am Horizont ist die Nachbarinsel St Barth zu erkennen.

Von hier oben hat man einen guten Blick auf den Flughafen..

Und sogar escape können wir erkennen.

Die Fahrt hinunter geht dann sehr schnell. Man wird in eine Art Sessel gegurtet, der an der Zipline hängt. Mit atemberaubender Geschwindigkeit sausen wir nach unten. Mir bliebt die Luft weg, Maritess und ich schreien, wie auch die meisten anderen vor uns. Am Ende wird es etwas langsamer. Dann landen wir an einer Art riesigem Airbag, der uns auffängt. 🤩 😅🤩😅

Zu einem typischen Karibikurlaub gehört eine Steel-Band. Praktischerweise spielt diese regelmäßig an der Strasse, wo unsere Marina liegt. Ein schöner Abschluss für Maritess, die Musik liebt.

Die Steelband „Trinipan on the sweet friendly Island“ spielt mehrmals wöchentlich in Captain’s Rib Shack in Simpson Bay

Nachdem wir auch Maritess verabschiedet haben, stehen noch einmal Bootsarbeiten auf dem Programm. Mangels Wind musste escape auf der Passage viel motoren, so dass schon wieder eine Motorwartung fällig ist. Man kann sich das so vorstellen als würde man den Ölwechsel seines Autos zu Hause im Wohnzimmer machen🤣🤣🤣. Aber der Skipper hat mittlerweile Übung; es geht ihm schnell von der Hand und hier im Hafen können wir das Altöl fachgerecht entsorgen.

Am nächsten Tag gibt es noch einmal einen Cocktail im Roxy Beach Club. Dann sitzen Volker und ich eine Woche nachdem escape in Sint Maarten angekommen ist im Flugzeug Richtung Deutschland.

Für uns geht es vom Karibikstrand in den bayrischen Winterwald.

Relevante Links

escape liegt in der IGY Simpson Bay Marina, für uns eine der am besten geführten Marinas in der Karibik

Blogartikel der INVIA über Marigot Bay

Sint Maarten Yacht Club

Die Brückenöffnungszeiten für die Simpson Bay Bridge kann man im Internet nachschauen. Das ist auch für nicht segelnde Sint Maarten Besucher interessant, wenn man beobachten möchte, wie sich teilweise große Yachten durch die schmale Brückenöffnung zwängen

Tropical Sail Loft, Sint Maarten

Zip Line von Rainforest adventures, Flying Dutchman

Instagram Account der Steelband Trinipan on the Sweet Friendly Island

Restaurants
Tripadvisor über O Plongeoir in Marigot
Roxy Beach Club, Simpson Bay
Restaurant Auberge Gourmande, Grand Case

Praxistipp
Taxifahren in Sint Maarten / Saint Martin

In Sint Maarten gibt es keine Taxameter sondern Festpreise je nach Strecke. Diese variieren je nach Uhrzeit und Gruppengröße. Von daher empfiehlt es sich immer vorher einen Preis zu vereinbaren. Dabei sollte man auch die Währungsfrage klären. Im holländischen Teil wird alles mit Dollar bezahlt, die einheimische Währung existiert nur auf dem Papier. Im französischen Teil bezahlt man mit Euros. Die meisten Taxen nehmen beides. Je nach Vorliebe bzw. Nationalität des Fahrers ist der angewandte Wechselkurs jedoch unterschiedlich. Gut ist wenn man beides dabei hat.
Taxifahrer unseres Vertrauens ist Ramon Amador. Die Inselrundfahrt mit ihm hat viel Spaß gemacht. Auch alle weiteren Fahrten haben wir bei ihm bestellt. Praktischerweise ist er über WhatsApp zu erreichen:
Ramon Amador + 1 721 523 2010
Ramon nimmt auch Kreditkarten, was nicht bei allen Fahrern der Fall ist.

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