Anguilla’s abgelegene Ankerplätze

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Sandy Island

Anguilla hat einige vorgelagerte Inselgruppen. Diese bestehen oft nur aus einem Riff, ein bisschen Korallengestein und weißem Sand. Das finde ich spannend. Der Skipper ist skeptisch, schliesslich bieten diese Ankerplätze sehr wenig Schutz.

An einem windstillen Tag verlassen wir unseren aktuellen Ankerplatz in der Crocus Bay und fahren unter Motor die zwei Meilen Richtung Sandy Island. Dieses winzige Eiland liegt gegenüber von Road Bay, wo wir angekommen sind. Während wir unterwegs sind, nimmt der Wind kontinuierlich zu. Die See, die eben noch glatt war, wird rauher. Unser Kajak, den wir nur mit zwei Leinen an der Reling festgebunden haben, schaukelt wild hin und her. Wo kommt dieses Wetter auf einmal her? Vorausgesagt war es nicht.

Als wir am einzig möglichen Ankerplatz vor Sandy Island ankommen, bläst es mit fast 25 Knoten (entspricht Windstärke sechs). Das ist kein Problem für escape, aber nicht das richtige Wetter um einen Strand- und Badetag vor Anker zu verbringen. Auch eine Kajaktour wäre unter diesen Umständen extrem ungemütlich. Außer uns ist kein anderes Boot hier, das Restaurant scheint geschlossen. Kurzerhand fahren wir wieder zurück zu unserem geschützten Ankerplatz in der Crocus Bay. Hier liegen wir deutlich ruhiger und verbringen einen schönen Blauwasser Tag vor Anker. Sandy Island bleibt für uns ein verschwommenes Bild aus der Ferne.


Prickly Pear

Einige Tage später wagen wir einen neuen Versuch. Unser Ziel dieses Mal sind die Prickly Pear Cays: Zwei kleine Inselchen mit Strand und einem großen Aussenriff, wo die Wellen brechen. Dieses Mal haben wir Glück, der Wind bleibt ruhig. Der Skipper findet einen guten Ankerplatz, was dadurch erleichtert wird, dass wir das einzige Boot sind. Es gibt ein paar Mooringbojen. Nach Hurrikan Irma weiß man aber nicht wie verlässlich die sind, darum vertrauen wir lieber unserem Anker.

Das ist der ideale Platz um die Drohne steigen zu lassen.

So verschaffen wir uns einen ersten Überblick über unseren Ankerplatz.

Man sieht wie die Wellen am Riff brechen.

Später nehmen wir unseren Kajak und fahren zum Strand.

Auf Prickly Pear gibt es eine Strandrestaurant. Wir gehen davon aus, dass es wegen der geringen Besucherzahlen zur Zeit geschossen ist. Doch was für eine Überraschung, wir werden freundlich begrüsst, das Restaurant hat geöffnet. Für den Skipper werfen sie extra noch einen Hummer auf den Grill, obwohl die Küche schon geschlossen hat. Sie haben tatsächlich sieben Tage die Woche geöffnet. Jeden Morgen kommt das Team mit dem Motorboot hinüber von Anguilla.

Wir sitzen mit Blick auf den Strand und das türkisfarbene Wasser. Beim Essen können wir die Vögel betrachten. Es ist schon verrückt, dass man auf diesem paradiesischen Fleckchen Sand auch noch ein leckeres Essen und kalte Getränke serviert bekommt.

Wir spazieren am Strand entlang, dann fahren wir gemütlich mit dem Kajak zum Boot zurück. So denke ich..

Doch der Skipper hat andere Pläne. Er möchte die östliche der beiden Inseln mit dem Kajak einmal komplett umrunden. Mir ist das zu ungemütlich, doch wie so oft habe ich keine Wahl. Meuterei wird nicht geduldet😉. Also strampeln wir kontinuierlich und schaffen es gerade zum Sonnenuntergang wieder zurück auf escape zu sein. Jetzt sind wir die einzigen Menschen hier.

Scilly Cay

An unserem letzten Tag in Anguilla besuchen wir noch ein weiteres Inselchen. Beim Einklarieren haben wir die Crew eines Katamarans getroffen, die uns von Scilly Cay vorgeschwärmt haben. Da die drei auf Saint Martin wohnen und regelmässig nach Anguilla kommen, müssen sie es wissen. Doch es gibt ein Problem, nach Scilly Cay kommen wir nicht mit dem eigenen Boot. Die Insel liegt in der Bucht von Island Harbor. Hier ist es sehr flach und von Riffen umgeben. Der einzige Weg dorthin ist mit dem Taxi und dann mit dem Scilly Cay Shuttle Boat. Der Skipper ist wenig motiviert. Was bringt es mit dem Taxi über die Insel zu fahren wenn man selber ein Boot hat? Doch ich lasse mich nicht beirren und rufe Harry unseren Taxifahrer an.

Island Harbour ist eine hübsche kleine Bucht, Fischerboote schaukeln im Wasser. Anhand des großen Schildes bringen die Bewohner ihren Nationalstolz zum Ausdruck (AXA ist das Flughafenkürzel für Anguilla). Oder soll es vielleicht eher ein Fotomotiv für die Besucher sein?

Vom Steg sehen wir hinüber nach Scilly Cay.

Smoothie bringt uns mit dem Boot hinüber.

Sofort bietet er an, uns Liegestühle am Strand aufzustellen. Wir schauen uns erst einmal die winzige Insel an und suchen uns dann einen Platz im Schatten. Die Betreiber des Restaurants haben alles mit viel Liebe dekoriert. Es ist ein kleines karibisches Paradies, in dem man den Tag mit einem Buch und einem Getränk vertrödeln kann. Der Rumpunsch hier soll legendär sei. Doch dafür ist es uns eindeutig zu früh.

Spätestens als die Meeresfrüchte auf dem Teller liegen, ist auch der Skipper davon überzeugt, dass es keine ganz schlechte Idee war herzukommen.

Auf der Rücktour zeigt uns Harry noch die Shoal Bay (die östliche, es gibt auch eine im Westen der Insel) Dieser Strand soll einer der schönsten der Karibik sein. Ja, das können wir voll und ganz unterschreiben.

Nach diesem Tag im karibischen Inselparadies fällt es mir umso schwerer Anguilla morgen zu verlassen. Doch der Skipper möchte weiter. Zugegebenermaßen sind wir auf Anguilla sehr wenig gesegelt, es wird Zeit, dass escape wieder ein bisschen bewegt wird.

Praxistipp
Falls Ihr auf Anguilla ein Taxi benötigt können wir Euch Harry empfehlen.
Tel.: +1 264 5847337
Email: harrystaxiandtours@gmail.com

Relevante Links

Anguilla-beaches.com

Website von Sandy island Anguilla

Website von Prickly Pear Anguilla

Tripadvisor über Scilly Cay Restaurant

6 Kommentare

  1. Einfach nur schön und ich weiß eigentlich gar nichts mehr was ich schreiben soll ohne mich zu wiederholen ! Sicherlich über das „segeln“ allgemein aber da bin ich der falsche Ansprechpartner weil ich keine Ahnung davon habe. Ich kann also nur die Fotos bewundern und die sind immer sehenswert ! Danke für die tollen Beiträge eurer Reise !

    Gefällt 1 Person

  2. “ doch wie so oft habe ich keine Wahl“ – Dein Skipper hat wohl das Motto vom ehemaligen Handballtrainer Vlado Stenzel uebernommen, der einmal gesagt haben soll, „Bei mir herrscht Demokratur!“ 😀
    Liebe Gruesse,
    Pit

    Gefällt 1 Person

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