escape Crew beobachtet Superyacht Challenge in Antigua

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Während wir in Falmouth vor Anker liegen findet in Antigua die Superyacht Challenge statt. Mal sehen was wir davon mitbekommen…

Tag 1
Am ersten Tag steht für die Superyachten die Umrundung von Antigua auf dem Programm. Früh am Morgen machen wir uns auf, um rechtzeitig zum Start auf dem Hügel über English Harbour zu sein. Von hier soll man den besten Blick haben. Mit dem Beiboot fahren wir zum Dinghydock in Falmouth. Wir laufen nach English Harbour und nehmen von dort aus das Wassertaxi zum gegenüberliegenden Galleon Beach. Der nette Bootsmann erzählt uns noch einiges zu Nelson’s Dockyard und den umliegenden Wanderpfaden. Vom Galleon Beach aus geht es nach oben auf den Hügel. Hier sitzt das Race Comittee für die Superyacht Challenge. Wenige Zuschauer haben sich eingefunden.

Wir erfahren, dass alle Yachten einzeln starten. Zuerst startet die SY „Action“. Danach gibt es über eine Stunde Pause bis die nächste Yacht startet. Das hatte wir uns irgendwie spannender vorgestellt.

Also gehen wir erst einmal eine Runde wandern. Der Blick über die Küste und das karibische Meer ist auch ohne Superyachten lohnend.

Als wir zurückkommen sehen wir „Kamaxitha“, die sich auf den Start vorbereitet. Die ihr entgegenkommende Amel 60 wirkt im Vergleich klein.

Aber auch innerhalb der Superyachten gibt es deutliche Größenunterschiede. Die 67m lange „Hetairos“ ist eine Klasse für sich.

Da die Startzeiten so wie auseinander liegen, warten wir nicht bis alle Yachten das Rennen begonnen haben. Wir gehen zurück Richtung English Harbour. Am Galleon Beach liegt ein alter Anker. Ob der wohl noch aus der Zeit von Nelson stammt? Draußen sehen wir „Hetairos“, die immer noch auf ihren Start wartet.

Später lesen wir auf „Yacht.de“, dass „Hetairos“ einen neuen Rekord aufgestellt hat:

Superyacht Challenge Antigua: „Hetairos“-Crew in Rekordlaune
Eine Gigantin in ihrem Element

Sie ist imposante 218 Fuß lang und wird von mehr als 40 Crew-Mitgliedern gesegelt: Otto Happels „Hetairos“ hat einen neuen Rund-Antigua-Rekord aufgestelltTatjana Pokorny  • Publiziert vor 3 Stunden Claire Matches/Superyacht Challenge Antigua Die Dykstra/Reichel-Pugh-Ketsch „Hetairos“ im Rennen rund Antigua auf RekordkursOtto Happels „Hetairos“ ist mit einem neuen Rund-Antigua-Rekord in die Superyacht Challenge Antigua gestartet. Die gut 40-köpfige Crew nutzte den Auftakt der Rennserie in karibischen Gefilden für einen imposanten Auftritt. Die 218 Fuß lange Dykstra/Reichel-Pugh-Ketsch, 2011 bei Baltic Yachts entstanden, absolvierte den knapp 50 Seemeilen langen Kurs in nur 3 Stunden, 46 Minuten und 8 Sekunden. Das reichte nicht nur zu den „Line Honors“, sondern auch zum ORCsi-Gesamtsieg. In der Handicap-Wertung ergab die Leistung einen knappen Fünf-Minuten-Vorsprung vor der 121 Fuß langen Dykstra-Slup „Action“. Verbessert hat das „Hetairos“-Team um Skipper Graham Newton und Taktiker Cameron Appleton den 2018 von der Volvo 70 „Warrior“ aufgestellten bisherigen Rekord im Rennen um die von Korallenriffen umringte Karibikinsel um 9 Minuten und 30 Skunden. Als ORC-Dritte segelte die 180 Fuß lange Dykstra-Ketsch „Kamaxitha“ aufs Podium.

Superyacht Challenge Antigua: „Hetairos“-Crew in Rekordlaune: Eine Gigantin in ihrem Element

Tag 2

Am nächsten Tag ist es etwas spannender, alle Yachten sind gleichzeitig draußen und segeln einen Kurs vor der Südküste Antiguas. Zusammen mit der Crew der Lille Venn sind wir auf dem Middle Ground Trail zwischen Falmouth und English Harbour unterwegs.

Auch heute segeln einige Yachten „normaler Größe“ zwischen den Superyachten (Bilder zum Vergrößern bitte anklicken),

Währen der Rest der Crew schon einmal zur Strandbar geht, vertiefen sich die beiden Skipper in den Anblick der schönen Schiffe.

Eine weitere schöne Lady sehe ich, als wir zurück auf escape sind. Die 1930 gebaute Motoryacht „Marie“ hat mir schon im letzten Jahr gut gefallen.

Tragischer Unfall

Gegen Ende der Woche erfahren wir, dass während der Superyacht Challenge ein tragischer Unfall passiert ist.

Unglück: Superyacht-Segler stirbt nach schwerer Trainingsverletzung
„Sail on, Sam“16.03.2022 von der SR Redaktion
Die Superyacht Challenge Antigua (SYCA) wurde von einem tragischen Unfall mit tödlichem Ausgang überschattet. Gedenkzeremonie im Rahmen der Superyacht Challenge Antigua © Superyacht Challenge AntiguaWie unter anderem der Veranstalter verkündete, hatte sich der erfahrene Segler und North-Sails-Mitarbeiter Sam Richmond bereits am vergangenen Dienstag, 8. März, beim Training für die am Sonntag zu Ende gegangene SYCA verletzt und war zwei Tage später im Krankenhaus verstorben. Verschiedene Medien berichten von einer Kopfverletzung, die er sich infolge eines Bruchs in der Takelage an Bord zugezogen haben soll.

Unglück: Superyacht-Segler stirbt nach schwerer Trainingsverletzung | SegelReporter

Wir sind geschockt. Wie schnell kann so etwas passieren…
Meine Gedanken sind bei der Frau und den Kleinen Töchtern von Sam Richmond, die nun ohne Vater aufwachsen müssen.

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