Es tut sich was in Sint Maarten

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Kavalierstart
Am Montag den 25.4. starten wir mit Hochdruck unsere Bootsarbeiten. Praktischerweise liegen alle Servicebetriebe in Sint Maarten direkt nebeneinander in Cole Bay. Um 8.00h sind wir mit dem Dinghy beim Yamaha-Händler. Prompt wird es aus dem Wasser gehoben; die Arbeiten können sofort beginnen.

Unser Mietwagen wird direkt zum Yamaha-Händler geliefert. Von da aus fahren wir zum Segelloft, das gleich nebenan liegt und vereinbaren, dass unsere kaputte Genua im Laufe des Tages abgeholt wird. Danach geht es weiter zu den Riggern von FKG, die ebenfalls in Cole Bay Ihren Sitz haben. Sie werden später bei escape vorbeikommen.

Zurück im Hafen holt der Skipper die beiden Membrane vom Wassermacher, die er bereits ausgebaut hat. Die Membrane bringt er ebenfalls nach Cole Bay, zu Titan Air Marine. Der Techniker dort will sie prüfen, um festzustellen ob sie der Grund sind, warum der Wassermacher nicht mehr läuft. So haben wir direkt am ersten Tag alles auf den Weg gebracht. Mal sehen wie es weitergeht.

Bye Bye Michele
Unser Crewmitfglied Michele schaut sich derweil Sint Maarten an un gönnt isch ein paarStunden am Strand. Abends gibt’s einen ausgiebigen Aperó, wie der Schweizer sagt. Man könnte es auch Sundowner nennen. Danach koche die beiden Männer noch einmal gemeinsam. Am nächsten Tag heißt es dann Abschied nehmen. Volker fährt Michele zum Flughafen. Er fliegt nach Antigua, von wo er mit einem anderen Segelschiff zurück nach Europa segeln möchte. Wir wünschen ihm einen guten Törn und hoffen, dass er bald ‚mal wieder mit uns segelt. Abends gehen wir ins Lagoonies. Dies ist eine der wenigen Seglerkneipen, wo es nicht nur eine coole Atmosphäre, sondern auch ausgesprochen leckeres Essen gibt. Nebenbei gibt es dort das beste Eis🍧 der Insel. Während wir das Farbspiel am Himmel betrachten, können wir den Tag entspannt ausklingen lassen.

Ausgebremst
Nachdem wir Anfang der Woche so gut losgelegt haben mit unseren Bootsarbeiten, kommt jetzt alles zum Stillstand. Auf der holländischen Seite von Sint Maarten gibt es in dieser Woche drei(!) Feiertage. Mittwochs feiert der König Geburtstag, am Freitag ist Karneval und am Montag darauf wird der Tag der Arbeit nachgefeiert. Da haben wir uns wohl den denkbar schlechtesten Zeitpunkt für unsere Bootsarbeiten ausgesucht.

Wandern auf dem Gipfel des Paradieses
Wir nutzen die Zeit um mal wieder eine Wanderung zu machen. Nachdem wir bereits den höchsten Punkt von Antigua, sowie auf Saba den höchsten Berg der Niederlande bestiegen haben, wird es Zeit auf den höchsten Berg von Saint Martin zu wandern. Der Pic Paradis ist allerdings nur 424m hoch. Wir starten bei der Loterie Farm, wo wir im Januar schon einmal waren. Doch dieses mal lassen wir den Pool links liegen und folgen dem ausgeschilderten Wanderweg. Zwischendurch muss man über einige Felsbrocken klettern.

Oben ist es nicht unbedingt paradiesisch man sieht viele Antennen und auch das Wetter trägt nicht unbedingt seinen Teil dazu bei, aber schlecht ist der Rundumblick auch nicht.

Auf dem Rückweg treffen wir diesen kleinen Freund,

Am Samstag den 30.April wollte eigentlich der Lackierer kommen. Aber offenbar hat er sich überlegt doch das lange Wochenende mitzunehmen. Von da an ward er nicht mehr gesehen.

Der Skipper nutzt das Wochenende für alle Arten von kleineren Reparaturarbeiten. Da es zwischendrin immer mal wieder regnet, verlagert er diese kurzerhand nach drinnen. Sehr zu meiner Freuden versteht sich…😬

Was das Essen an Bord betrifft, machen wir gerade eine Würstchen-Diät. Für die Regatta hatten wir eine größere Menge Würstchen eingekauft , da wir vorhatten mit der Crew an Bord zu grillen. Da dies nicht stattgefunden hart, haben wir jetzt einen Übervorrat , der weg muss. Nächste Woche werden die Batterien getauscht, bis dahin müssen alle Kühlschränke leer sein. Mal gibt es Würstchen mit Salat, mal mit Nudeln und auch mit Spiegelei morgens zum Frühstück😀.


Schnelles Wiedersehen
Am Mittwoch dem 4. Mai erreicht uns eine Nachricht von Michele, er ist unterwegs hierher. Das Schiff mit dem er über den Atlantik segelt hat noch einige Arbeiten am Boot zu erledigen und kommt dafür ebenfalls nach Sint Maarten. Ehrensache, dass ich Ihn an der Brücke begrüße und ein Foto mache, wie er mit der schmucken Lyla einläuft.


Batterienwechsel
Die Lage auf escape spitzt sich langsam zu. Der Skipper hat alles für den Tausch der Batterien vorbereitet. Das heißt es steht eigentlich nichts mehr an seinem Platz, alle Bodenbretter sind umgedreht. Ich habe das Gefühl im kompletten Chaos zu leben, nur mein Skipper sitzt in aller Ruhe an seinem Rechner und arbeitet, als störe ihn das alles überhaupt nicht.

Die Techniker rücken pünktlich an, gleich gibt es keinen Strom mehr. Da hilft nur eins: Flucht. Ich verbringe den Tag im Yachtclub. Abends um 8.00h haben wir wieder Strom. Wir haben übrigens nicht auf Lithium Batterien umgerüstet obwohl vieles für diese neue Technologe spricht. Da wir ein kurzes Zeitfenster für den Tausch haben, wollten wir auf Nummer sicher gehen und Probleme beim Wechsel vermeiden. Außerdem wollen wir nächstes Jahr in den Pazifik. Falls es dort Probleme mit den Batterien geben sollte, sind wir dort mit der konventionellen Technik besser aufgehoben.

Rigger in Aktion
Am nächsten Tag , Freitag dem 6. Mai, sind die Rigger auf escape sehr aktiv. Es ist schon ein komischer Anblick, wenn das Vorstag auf einmal neben dem Boot auf dem Steg aufgebahrt ist.

Aber glücklicherweise kommt es auch gleich wieder drauf, der Skipper hat es in der Hand.

Nach zwei Wochen haben wir trotz Feiertagsmarathon schon Einiges geschafft. Das wird am Abend mit einigen Bierchen im Yachtclub gefeiert. Mittlerweile ist es so, dass wir dort immer den ein oder anderen treffen, den wir kennen. Manchmal wird es dann auch schon mal ein bisschen länger… 🍻

Und wir haben festgestellt, dass die Brücke in Sint Maarten nicht nur an Weihnachten bunt beleuchtet ist (siehe Titelbild).

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