Warten auf den Wassermacher – Warten auf’s Wetter

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Es ist der 19. Mai. Schon vor dreieinhalb Wochen haben wir die Membrane unseres Wassermachers abgegeben. Schnell war klar, dass sie erneuert werden mussten. (Im Bild unten sieht man links eine der neuen Membranen, rechts die beiden alten). Doch die weltweite Logistikkrise macht auch vor unseren Ersatzteilen nicht halt. Es dauert bis sie verschifft werden. Dann als sie unterwegs sind, ein neuer Rückschlag: Unser Paket hat einen Frachtschaden😧. Es ist nicht klar ob die Membranen beschädigt wurden. Erst nach einem Test wird bestätigt, dass sie eingesetzt werden können. Heute sollen sie endlich fertig sein. Doch als wir bei der Titan Marine Air ankommen, die unseren Wassermacher reparieren, sind sie in heller Aufregung. Es gibt ein neues Problem. Die Spule auf der die Membrane aufgewickelt ist, hat eine andere Länge als die alte. Sie ist einige Zentimeter kürzer, so dass der Zylinder mit dem sie in ihr Gehäuse eingebaut wird, nicht mehr passt. Wie kann das sein? Es ist das gleiche Modell mit der korrekten Artikelnummer. Gemeinsam suchen der Skipper und Sylvain der Techniker von Titan Marine Air nach Lösungen. Kann man den Zylinder kleiner machen?

Links eine neue Membran des Wassermachers, rechts die beiden alten

Doch Rettung ist nahe. Direkt nebenan gibt es „Electec“. Das ist eine Art Supermarkt für Elektroteile, Werkzeug und auch für Wassermacher. Weder in Europe noch in den USA haben wir je so einen großen Laden mit solch einer Manege an Spezialteilen gesehen. Tatsächlich haben sie den neuen, kleineren Zylinder an Lager. Endlich können die Membranen eingebaut werden. Der Skipper legt mit Hand an, denn wenn nächstes Jahr im Pazifik ein Problem auftritt, muss er den Wassermacher ja auch alleine reparieren

Dann geht es zurück aufs Boot. Der Skipper verschwindet in der Bilge. Jetzt muss alles wieder an Ort und Stelle eingebaut werden. Während er unten in die Ecken kriecht, sitze ich oben und reiche Werkzeug und Lappen an.

Als nächstes wird der Wassermacher getestet. Das können wir hier in der Lagune nicht mit dem Hafenwasser machen. Alle Einheimischen haben uns davon abgeraten, weil es zu schmutzig ist. Also stellen wir eine saubere Salzwasser Lösung her und leiten diese in den Wassermacher ein. Er läuft, das ist schon einmal gut😅. Aber während er arbeitet, tritt an verschiedenen Stellen Wasser aus, das überall in die Bilge läuft. Insgesamt findet der Skipper drei Lecks, die er nach und nach beseitigt. An diesem Tag sind wir von morgens 10:00h bis abends 19:00h durchgehend mit dem Wassermacher beschäftigt.

Vor allem der Skipper ist nach der Hitze in der engen Bilge ziemlich geschafft. Zur Belohnung gibt’s ein Abendessen im schönen Indigo Beach mit Blick aufs Meer. Am nächsten Morgen geht es dann weiter bis wirklich alle Probleme behoben sind. Wir benötigen noch weitere kleine Ersatzeile. Glücklicherweise hat Electec sie alle vorrätig, der Laden ist wirklich ein Hit.

Endlich scheint alles zu klappen. Jetzt können wir den nächsten Schritt planen. Obwohl wir uns hier sehr wohl gefühlt haben, wird es Zeit, dass escape den Hafen verläßt. Am Samstag den 20.5. geht es nach vier Wochen in der Simpson Bay Marina wieder hinaus.

Abdocken inn der Simpson Bay Marina

Heute morgen ist viel los an der Brücke.

Allerdings fahren wir nicht weit. Wir ankern in der Bucht vor der Brücke. Der Wassermacher muss nun unter realen Bedingungen getestet werden. Wird alles funktionieren? Tatsächlich, es klappt. Jetzt ist auch der letzte Punkt auf der To Do Liste endlich abgehakt.

Für eine Nacht bleiben wir hier liegen. Es ist zwar nicht der schönste Ankerplatz, aber dafür ist man mit dem Dinghy schnell überall.

Ankerplatz in der Simpson Bay

Abends fahren wir noch einmal auf einen Drink in den Yachtclub, wo wir wieder allerhand Bekannte treffen. Dann geht’s zum Essen ins Lagoonies.

Seglertreff „Lagoonies“ im Abendlicht

Jetzt sind wir bereit für die Abfahrt nach Bermuda. Doch es gibt ein Problem: Das Wetter passt nicht. Wenn wir morgen fahren würden, hätten wir nur Flaute oder den Wind genau von vorne. Das macht keinen Sinn. Nachdem wir so lange auf den Wassermacher gewartet haben, warten wir jetzt also auf das richtige Wetter.

Relevante Links

In Sint Maarten gibt es zwei Firmen, die bei Wassermachern immer wieder genannt werden

Titan Marine Air

Electec

Unser Wassermacher ist letztendlich durch die kombinierte Hilfe von beiden wieder flott geworden. Für alle die ein Boot, oder sonstiges Interesse an Technik haben lohnt sich auf jeden Fall eine Besuch im großen Laden von Electec, es ist sehenswert.

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