St George’s, Bermuda: Weltkulturerbe im Dornröschenschlaf

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Nach einer entspannten Passage liegt escape im Norden von Bermuda in St. George’s vor Anker. Jetzt sind wir gespannt darauf, das kleine Städtchen zu entdecken.

Bermuda wurde Anfang des 16. Jahrhunderts vom spanischen Seefahrer Juan de Bermudez entdeckt. Bis zu Beginn seiner Besiedlung sollten jedoch noch 100 Jahre vergehen. Wegen seiner gefährlichen Laute von schreienden Seevögeln und Wildschweinen war die Inselgruppe bei Seefahrern unbeliebt. 1609 strandete das englische Schiff Sea Venture hier im Norden von Bermuda. Es war auf dem Weg in die britische Kolonie Jamestown in Amerika. Die Besatzung rettete sich an Land und fand auf der fruchtbaren Insel alles, was sie zum Überleben brauchte. Innerhalb von 10 Monaten bauten sie aus den Resten des Wracks und mit dem was sie auf der Insel fanden ein neues Schiff: die Deliverance. Eine Replica liegt heute in St. George’s.

Doch einige der Besatzungsmitglieder wollten gar nicht mehr nach Jamestown, denn es ging Ihnen richtig gut auf Bermuda. Es gab mehrere Meutereiversuche. Am Ende setzten die meisten Besatzungsmitglieder ihren Weg fort. Doch zwei blieben auf der Insel zurück. Damit war der Grundstein für die Besiedlung Bermudas gelegt. Heute blickt St. George’s auf eine vierhundertjährige Geschichte zurück. Im Jahr 2000 wurde es zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Die farbenfrohen Häuser sind hübsch anzuschauen. Es macht Spaß durch die Gassen zu spazieren. Allerdings wirkt alles ein wenig verlassen. Nur wenn die Fähre Tagesbesucher bringt kommt etwas Leben in das historische Städtchen. Es gibt viele kleine Läden, doch manche scheinen nicht mehr aufzumachen. Die Cafés sind leer. Möglicherweise sind das Auswirkungen des Coronavirus?

Im historischen Rathaus kann man Bilder der Bürgermeister der letzten 200 Jahre sehen.

Es gibt auch einige schön angelegte Gärten und Parks in St. George’s. Meistens haben wir sie für uns alleine.

An einem Abend spazieren wir zum nördlichen Ortsausgang. Dort liegt die unvollendete Kirche. Der Bau begann in 1874. Nachdem ein Hurrikan kurz vor Fertigstellung das Dach zerstörte und sich außerdem die Glaubensgemeinschaft spaltete wurde das ambitionierte Projekt nicht mehr weiter verfolgt.

Weiter in nördlicher Richtung spazieren wir am Golfplatz entlang. Dahinter liegt die Tobacco Bay. Das Wasser schillert in allen Farben von glasklar über türkis bis hin zum kräftigem Blau.

Zurück auf escape genießen wir, dass es abends wieder länger hell ist.

Neben uns liegt ein Schwesterschiff von escape, Juul, die ebenfalls unter deutscher Flagge läuft.

Fazit: Es gefällt uns sehr gut hier in Bermuda. Da sind wir nicht die ersten. Auch der amerikanische Schriftsteller Mark Twain hat sich hier wohl gefühlt.

You can go to heaven if you want. I’d rather stay in Bermuda

Du kannst in den Himmel kommen, wenn du willst. Ich würde lieber auf den Bermudas bleiben

Mark Twain

In diesem Sinne freuen wir uns auf die nächsten Tage.

Relevante Links

Bermudas offizielle Tourismus website mit vielen Informationen: gotobermuda.com

Reisetipps für Bermuda auf travelbook.de

8 Kommentare

      1. Ich weiß oft nicht was ich zu deinen tollen Fotos schreiben soll ! Immer das gleiche? Langweilig
        Ich schaue mir jeden Bericht bzw Beitrag an und bin immer begeistert von eurer Reise
        Das blaue Meer die tollen Ziele einfach alles toll
        Also manchmal nur ein like weil ich nicht immer das gleiche schreiben will
        Weiterhin gute Fahrt!! LG manni

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  1. Ein hübsches und beschauliches Städchen. Die meisten karibischen Orte, die du bisher gezeigt hast, wirken so verlassen…? Doch die Geschichte dahinter ist richtig faszinierend. Da werden Seefahrer-Träume wach 🙂

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