Hamilton – Bermudas schmucke Hauptstadt

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escape liegt vor Anker in St. George’s, der ältesten Ansiedlung und ersten Hauptstadt von Bermuda. 1815 wurde dann Hamilton zur neuen Hauptstadt ernannt und erfüllt diese Funktion bis heute. Klar, dass wir uns dort umschauen möchten.

Doch wie kommen wir dorthin? In Bermuda gibt es keine Leihwagen für Touristen. Auch für die Einwohner Bermudas ist das Autofahren beschränkt. Jeder Haushalt darf nur ein Auto besitzen. Als Alternativen gibt es Scooter oder kleine Elektroautos wie den Renault Twizzy. Außerdem gibt es ein gut funktionierendes Bussystem. Das probieren wir aus. Der Skipper ist normalerweise kein Freund von öffentlichen Verkehrsmitteln, aber während wir im Bus nach Hamilton sitzen, hat auch er nichts auszusetzen.

Die Fahrt von St. George’s bis zum Bus-Terminal nach Hamilton dauert vierzig Minuten. In dieser Zeit sehen wir viel von der Insel. Bermuda ist eines der dicht besiedeltesten Länder der Welt. Trotzdem ist es hübsch anzuschauen. Man sieht fast keine Bausünden. Die farbenfrohen Häuser sind nicht zu hoch gebaut.

Hamilton hat nur 1800 Einwohner, doch die Stadt wirkt auf uns viel größer. Das liegt an den vielen Bürogebäuden multinationaler Firmen, die im Offshore Steuerparadies Bermuda ihren Sitze haben. Im Bild unten sieht man beispielsweise die internationale Firmenzentrale von Bacardi.

Wir schlendern durch die Straßen. Im Gegensatz zu anderen Hauptstädten ist es in Hamilton extrem sauber und ordentlich.

Im berühmten Bermuda Yacht Club, einem der drei ältesten Yachtclubs der Welt, essen wir zu Mittag.

Im Queen Elizabeth Park, hat die Bermuda National Gallery einen Skulpturengarten gestaltet. Der Park wurde genau vor 10 Jahren zum 60. Thronjubiläum der Queen nach ihr benannt.

Am Spätnachmittag fahren wir zu escape zurück. Hamilton hat uns sehr gut gefallen. Zwei Tage später fahren wir wieder hin. Dieses Mal gehen wir zuerst hinauf auf das Fort, um von dort den Ausblick auf die Stadt und das Meer zu genießen.

Im Burggraben, zwischen der äußeren und inneren Schutzmauer des Forts, ist ein grüner suptropischer Garten. Von hier aus hat man auch Zugang zu den Tunneln in den Schutzmauern.

In der Church Street, gibt es wie der Name vermuten lässt, mehrere Kirchen. Die neogothische Kathedrale ist beeindruckend.

Als wir vorsichtig hineingehen winkt uns ein netter Herr und fragt wo wir herkommen. „Fühlt Euch wie zu Hause“ sagt er und fordert uns auf in Ruhe alles anzuschauen. Während wir uns umschauen kommt eine Dame vorbei und fragt ebenfalls, wo wir herkommen und was wir auf Bermuda machen. Auch sie lädt uns noch einmal ein alles anzuschauen. Wir könnten auch gerne der gleich beginnenden Konzertprobe beiwohnen. Auch das ist Bermuda. Die Menschen hier sind sehr freundlich und höflich.

Nachmittags haben wir dann noch einen wichtigen Programmpunkt: Der Skipper bekommt eine Bermudashorts. In der Front-Street, der Shopping-Meile von Hamilton, reiht sich ein Geschäft an das andere. Während die Männer hier gerne farbenfrohe Beinkleider tragen, entscheidet er sich jedoch für Marineblau.

Danach fahren wir in den Süden der Inselgruppe. Hier steht das Gibbs Hill Lighthouse. Ich habe mich schon darauf eingestellt, die 185 Stufen hinaufzuklettern. Doch es ist geschlossen. Hier in Bermuda schließen alle Sehenswürdigkeiten um 16:00h und wir sind erst um halb fünf dort. Doch wenn wir eine Stunde früher da gewesen wären, hätte uns das in diesem Fall auch nichts geholfen, denn ausgerechnet an diesem Wochenende ist das Treppenhaus gestrichen worden und in den nächste Tagen darf keiner hoch.

Wir spazieren von dort noch zur Horseshoe Bay, die immer und überall als Hauptattraktion von Bermuda genannt wird. Die Bucht mit ihrem leicht pink schimmernden Sand ist auch tatsächlich sehr schön. Doch leider ist sie völlig überlaufen. Da wir in der Karibik oft ähnlich schöne Strände gesehen haben, (zuletzt auf Marie Galante), die wir fast für uns alleine hatten, beeindruckt uns dieser Strand nicht so sehr.

Also gehen wir zur Bushaltestelle und treten den Heimweg an. Es dauert eine Weile bis der Bus kommt. In Hamilton müssen wir umsteigen, um dann den Bus nach St George’s zu nehmen. Insgesamt war es ein schöner Ausflug. Mal sehen was Bermuda in den nächsten Tagen noch für uns bereithält. Allerdings wissen wir, dass wir nicht nur unbeschwerte Sightseeing-Tage haben werden. Der erste Tropensturm der Saison, „Alex“, ist auf dem Weg zu uns. So wie es scheint, wird er genau über unser kleines Inselparadies hinwegziehen.

46 Kommentare

  1. Was für ein Drama!
    Mein Beileid an die Familien.
    Sollte es wirklich einen winzigen Trost geben, dann der, dass sie auch ihre allerletzte Reise gemeinsam angetreten haben.
    RIP – Annemarie und Volker
    In der Bloggerwelt werdet ihr noch lange in Erinnerung bleiben.
    Christa

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  2. Wie schrecklich! Eben auf einem Nachrichtenportal gelesen und gedacht, denen folge ich doch auf WP und war begeistert von deren Traum. Mein Beileid an alle Angehörigen! Ruhet in Frieden ❤

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  3. Mein Beileid den Anghoerigen, von einem ebenfalls Solinger, der den Atlantik überquert hat und in Nova Scotia geblieben ist. Wenn ich als Trans Ocean Stützpunktleiter etwas tun kann in Halifax lasst es mich wissen.

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  4. Liebe Blogfreunde,
    uns tröstet Euer Mitgefühl, wir bitten jedoch darum, keine Kommentare und Spekulationen zum Unfallhergang hier zu posten.
    Zu gegebener Zeit habe ich vor, einen letzten Blogbeitrag zu veröffentlichen.
    Alex (Bruder von Annemarie)

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    1. Hallo Alex, danke für Deinen Post. Du hast Recht. Was helfen wirre Spekulationen!? Ich denke jeden Tag an Annemarie. Wir wollten uns diese Woche wieder treffen. Ich kann es einfach nicht glauben. Euch allen viel Kraft. Liebe Grüße Karola

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    2. Hallo Alex,
      wir sind Segelfreunde aus Solingen.
      Aktuell sind wir selbst in Deutschland.
      Wir haben mit Volker & Annelie wunderschöne Tage auf Les Saints und auf Antigua verbracht.
      Wir sind schockiert und trauern.
      Wir helfen gerne, wenn gewünscht.
      Voller Anteilnahme
      Julia & Christian von der SV LadyBlue
      (Ladyblue@sailing-ladyblue.de)

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    1. Hallo Ulrike…
      Beide sind auf dem Weg von Bermuda nach Kanada tödlich verunglückt…. Sowie es aussieht Mastbruch… Beide tödlich getroffen…. Traurig.😔

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    1. It appears the couple was trying to reef the main in less than ideal conditions after the furl in boom system malfunctioned. The unofficial accident report states: “The vessel ESCAPE is a CNB 66, a relatively high performance boat. The couple were apparently struggling to put in a reef when the main sheet failed, whipped back under tremendous strain, and caused massive internal trauma to both husband and wife.”

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